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Archaismen - Wer kennt noch welche?
Fagus antwortete vor 1 Jahr, 9 Monaten 73 Mitglieder · 4,095 Antworten
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Sehe ich auch so. Vielleicht konnte es (der Sage nach) wirklich nur einer:
der Wächter des Himmels (starker, weiser Gott und Odins Sohn). Es steht geschrieben, dass er das Gras
und die Wolle der Schafe
wachsen hörte. Er wird mit dem Mitsommernachtsfest in Verbindung gebracht. -
@Hannebambel: Hört das Gras wachsen und die Flöhe husten.
Man hört, was unmöglich gehört werden kann.
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Woher kommt das mit der Faden-abbeißenden Maus? Eine Herleitung ist:
Auch über einem Mäuschen liegt die Hand einer Schutzheiligen – die der Gertrud, welche am 17. März „ihren heiligen Tag hat“ – der Tag, an dem in die Bauern von Winterarbeit auf Sommerarbeit umstellten. Am 17.3. wurde dann von der Maus der Faden durchgebissen, der Spinnfaden. Das Spinnen war die vorwiegende Winterarbeit (Frauen) und die gingen dann wieder vorwiegend mit aufs Feld.
Später wandelte sich die Bedeutung um in: So ist es nun und nicht anders.
Der Tag der Gertrude soll ja auch der Beginn der Gartenarbeit nach der Winterpause sein.
Bauernregel: Ist`s an Gertruden sonnig, wird’s für den Gärtner wonnig. (oder so ähnlich)
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Dank einer Doku: Zurück geht alles auf das österreichische 50-Groschenstück von ??? (vergessen), welches dem Ein-Schillingstück ähnelte (Rückseite und Größe). Vor allem abends in Wirtshäusern, wenn es nicht mehr so hell war, kam es oft zur Verwechslung. Man zahlte mit Schilling- statt 50-Groschenstück. (1 Schilling jener Zeit = 100 Groschen). Daher das Wort „Nachtschilling“ oder falscher Fünfziger.
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Übrigens, bei einer meiner Archäologischen Ausgrabungen im Jahre 2018 eines mittelalterlichen Friedhofs im Ortskern von Nalbach/Saar wurden hunderte echte Sargnägel aus Schmiede-Eisen gefunden, nebst Knochen und seltenen Grab-beigaben.
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