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Archaismen - Wer kennt noch welche?
Fagus antwortete vor 1 Jahr, 10 Monaten 73 Mitglieder · 4,095 Antworten
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer24. Juli 2022 um 14:17Herumwuseln kenne ich in der Bedeutung hektisch und unorganisiert agieren.
Gruß,
Mini
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Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer24. Juli 2022 um 14:16Das kenne ich mit zwei „d“, Huddel. Ah, hast Du auch schon bemerkt!
Gruß,
Mini
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Ich meine, die Ableitung „herumhudeln“ schon gehört zu haben. Sowas wie wahl- und ziellos irgendwelche Tätigkeiten anzufangen und nichts zuende zu bringen. Falls es in die Richtung geht, dann ist mir das Wort unter „herumwuseln“ geläufiger. Allerdings fehlt die Entsprechung „Wusel“.
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Bei Interpretation kann viel „Hudel“ geschehen – so ein (fehlerhaftes) Durcheinander kann viel Schaden anrichten.Ich hätte es mit zwei d- Huddel – geschrieben und wenn zu Hause jemand sagte huddle nicht rum, hieß es – mach endlich was Du machen solltest.
So kenne ich es. Und es ist sicher kein Zufall, dass es den Ort Huddel im Teufelsmoor gibt.

GeSa
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Ich stelle einmal das Wort „Hudel“ ein. (eventuell dialektisch angehaucht bei Bedeutungsübertragung)
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Gesa (@GSaremba61 ) : Wenn Du beim Lesen einen Ton “hörst” ist es wohl der Ton des Empfängers?
Das bin dann ich :-))) „Entschieden und bestimmt“ … ich nehme Deine Antwort als bedenkenswerte Rückmeldung; vielleicht „ist was dran“.
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*lach* @Zoe Das Problem mit der Sprache!
Ich habe Dich in meinen Beitrag angesprochen, wie Du mich in Deinem Beitrag – einmal zu Beginn.
Nun teilst Du mir mit, dass Du mich in einem Thema gar nicht angesprochen hast – aha… und weshalb siehst Du es bei mir anders?
Wenn Du beim Lesen einen Ton „hörst“ ist es wohl der Ton des Empfängers? Und ja, wenn ich meine Meinung schreibe ist sie klar und eindeutig zum jeweiligen Thema – unter uns auch ein Teil der Emanzipation.

GeSa
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Hm, ich bin bedripst, beschämt, fühle mich gemaßregelt, zurechtgewiesen, Gesa (@GSaremba61 ). Vielleicht bekomme ich Deine Antwort in den falschen Hals, vielleicht ist es Dein sehr entschiedener, bestimmter Ton. Ich habe die Themen (Gender, Rassismus, „sexstisch) voneinander unterschieden und zudem habe ich Dich, was das Pipifax des Mohrenkopfes betrifft, nicht erwähnt.
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Immer das Problem mit der Sprache! @Zoe mal zur Klarstellung:
1. Wenn ich über Gendern meine Meinung sage – spreche ich über Gendern
2. Wenn ich über Sexismus spreche – spreche ich über Sexismus
3. Wenn ich über Emanzipation = Gleichstellung spreche – spreche ich über Emanzipation
Eindeutig vermische ich nicht Themen mit anderen Themen, auch wenn das hier oft passiert. Und leider dann auch verallgemeinert auf Meinung übersetzt wird.
Werbung?

auch sexistisch? Auch Werbung ist seit den 70ziger Jahren immer wieder ein Thema. Ich denke noch darüber nach, ob eine auf der Toilette sitzende Frau mit Werbung für Tena besser ist und wer sich für eine solche Werbung hergibt.
Natürlich hat Sprache Macht. Daher sollte sie eingesetzt werden, wenn diese Diskriminierungen erlebt werden. Eine „mächtige“ Reaktion auf das Gegenüber, wenn es sich entsprechend benimmt, DAS ist für mich der richtige Weg und gebe ich auch so weiter. Meist führt es zum Schweigen des Gegenübers, das vielleicht sogar glaubte ein Kompliment zu machen.

Allerdings Einstellungen ändern sich nicht, wenn jemand darüber nachdenkt ob er gerade die richtigen Worte benutzt. Da bleibt keine Zeit für die Einstellung. Die aber muss sich weiter ändern.
Mohr, Neger… ist Farbiger, Schwarzer besser? Ich finde nein. Gibt es in meinem Sprachschatz nicht. Für mich gibt es Menschen, die aus anderen Ländern, Kulturen kommen und so benenne ich sie auch. Sagt nicht immer etwas über die Hautfarbe aus, die ist auch nicht wichtig.
Sorry – wo sind wir hier – Archaismen? Na ja, da gehört wohl die Emanzipation dazu. Dann ist die Abweichung nicht ganz so krass.

GeSa
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Tatsächlich!
Genau die meinte ich, Gesa (@GSaremba61 ) , die ich hier nirgendwo mehr sehe (ich gehe aus meinem Städtchen, meiner „Komfortzone“, nicht raus). Und tja, wegen des PIPIFAXES :-))) – ich stehe mit meiner Auffassung hier ziemlich alleine auf weiter Flur, soweit ich es mitbekommen habe. Die Sprache ist mächtig, und wie wir sprechen hat eine großen Einfluß auf unser Denken, wie umgekehrt das Denken unser Sprechen prägt. Deswegen ist die Problematisierung der Bezeichnungen aus meiner Sicht kein Pipifax!
Ich drifte im Folgenden ab zum Gendern und zu Dir, Gesa, weil ein Punkt von mir aus an Dich geht. Das Beispiel, das rooikat neulich gezeigt hat (die wöchentliche Kaufland- usw. Werbung), in der einerseits den Genderisierungsregeln gefolgt wird und andererseits die Bilder und Texte eher das sind, was man unter das Schlagwort „sexistisch“ packen könnte, das hat mir erhellt, wie die geschlechtergerechte Sprache durchaus „vernebeln“ kann. Diesen Aspekt, der mir nicht so richtig klar war, hattest Du mindestens zweimal erwähnt. Jetzt ist es mir sonnenklar.
Zurück zum rassistischen „Mohrenkopf“ und allem ihm Ähnlichen – ich finde es richtig, wenn wir die aus Kolonialzeiten herrührenden Bezeichnungen verschwinden lassen und sie ersetzen (die Bezeichnungen sind abfällig, weil sie Menschen galten, denen zum Teil das „Menschsein“ sogar abgesprochen wurde).
Heute entschuldige ich mich für die längere Textung. Auf Dein, nein Euer „Pipifax“ , lieber @Fagus , cher @Forscher, wollte ich ausholender antworten.
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