Startseite Foren Themen des Tages Anschlag in Halle

  • seestern47

    Mitglied
    11. Oktober 2019 um 10:24

    Diese winzige Gruppe (nicht einmal zwei Promille der Wahlberechtigten – siehe Link) sind deutsche Staatsbürger mit jüdischem Glauben.

    Und jüdische Verbände sind entsetzt über Gruppe "Juden in der AfD".

    https://www.tagesspiegel.de/politik/alternative-fuer-deutschland-juedische-verbaende-entsetzt-ueber-gruppe-juden-in-der-afd/23109388.html

    https://www.sueddeutsche.de/politik/neue-gruppierung-alibi-juden-in-der-afd-1.4160330

    Zitat:
    Es verwundert dann nicht, dass Beatrix von Storch auch die Idee einer Gruppe "Muslime in der AfD" reizvoll fände, die bislang nicht existiert. "Wenn es den Wunsch danach gibt, dann mögen sie sich gründen", hat sie der Welt am Sonntag gesagt. Es gebe "viele integrierte Muslime und Migranten bei uns in der Gesellschaft", diese könnten "auch bei uns ein Zuhause finden".

    Alibi-Juden hat man jetzt ja. Alibi-Muslime wären die Krönung.

  • Florena

    Mitglied
    11. Oktober 2019 um 10:15

    So isses @Ricarda.
    Ich wusste es und es sind bei der AfD sogar sehr viele Juden wie Du jetzt weißt.

    Schlimm, wie jetzt wieder alles auf die AfD geschoben wird. Das ist aber sehr bezeichnend.
    Man kommt scheinbar ohne Feindbild nicht aus, sie werden nur ausgewechselt, je nach politischer Richtung. Wer wundert sich da noch über die Richtungswechsel, insbesondere bei Herrn Seehofer ? und Consorten.

  • Ricarda01

    Mitglied
    11. Oktober 2019 um 9:59

    Hallo und guten Morgen, Dabbes!
    JAfD – wusste gar nicht, dass es so was gibt, jetzt staune ich aber (habe mal ein bisschen bei Google gestöbert):

    http://www.presseportal.de/pm/110332/4397511

    Juden in der AfD – wie passen die denn in eine sogen. rechtsradikale Partei? Mir gefallen übrigens die Worte von Dr. Kosova. Ricarda, leicht verwundert

  • Manjana

    Mitglied
    11. Oktober 2019 um 9:44

    Herr Netanjahu sollte sich bedeckt halten. Kungelt er doch nur zu gern mit den Rechten wenn es denn gegen andere geht.

  • seestern47

    Mitglied
    11. Oktober 2019 um 8:25

    Sehe ich auch so. Gefährlich ist diese Tendenz und die AfD ist mitverantworlich, auch wenn sie sich gerade sehr beeilen den Anschlag zu verurteilen. Glaubwürdig ist das natürlich nicht.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/halle-saale-die-verantwortung-der-afd-kommentar-a-1290952.html

  • Twdore

    Mitglied
    10. Oktober 2019 um 21:25

    Ohne Bezug!

    Nach Sonnenuntergang melden sich Israels Politiker zu den Ereignissen in Halle zu Wort. Sie sehen den Anschlag als Ausdruck eines wachsenden Antisemitismus. Der Sicherheitsminister spricht von einem „Armutszeugnis für die Bundesregierung“.

    Es war kurz vor sieben Uhr abends Ortszeit, als Israels Nachrichtenseiten ihre Arbeit wieder aufnahmen und die Schreckensnachrichten aus Halle (Saale) über die Ticker des Landes liefen. Anlässlich von Jom Kippur, des höchsten jüdischen Feiertages, hatten die Seiten, ebenso wie Fernseh- und Nachrichtensender ihre Berichterstattung für einen Tag eingestellt. In diese Zeit fiel der versuchte Anschlag auf eine Synagoge im Paulusviertel in Halle. Daher hörten viele Israelis erst mit einigen Stunden Verzögerung von den Ereignissen.

    Ein 27-jähriger Deutscher hatte versucht, in eine Synagoge einzudringen, scheiterte jedoch an der Tür des Gebäudes. Daraufhin erschoss er in der Nähe zwei Menschen. Der mutmaßliche Täter wurde später festgenommen. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sprach am Donnerstag von einem „rechtsextremistischen Terroranschlag“ mit antisemitischen Motiven. Generalbundesanwalt Peter Frank nutzte ebenfalls das Wort „Terror“. Nach seinen Angaben konnten im Auto des Mannes vier Kilogramm Sprengstoff sichergestellt werden.

    Wegen Jom Kippur warteten Israels Politiker am Mittwoch mit ihren Stellungnahmen bis zum Sonnenuntergang. Der Anschlag sei Ausdruck eines wachsenden Antisemitismus in Europa, lautet dann der übereinstimmende Tenor. Zahlreiche Politiker, darunter Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud), appellierten an die deutschen Verantwortlichen, entschieden gegen Antisemitismus vorzugehen – mit der „vollen Härte des Gesetzes“, wie es Staatspräsident Reuven Rivlin via Twitter formulierte. Antisemitismus sei nicht bloß ein Problem für die Juden, „sondern er droht uns alle zu zerstören“, sagte der Präsident weiter.

    „Antisemitismus bedroht die ganze Welt“
    Explizite Kritik an der Bundesregierung übte Israels Sicherheitsminister Gilad Erdan (Likud). Diese habe eine „direkte Verantwortung“ für das, was auf ihrem Staatsgebiet passiere, zitiert ihn die Tageszeitung „Ma'ariv“ unter Berufung auf ein Radiointerview. Der Anschlag sei „ein Armutszeugnis“ für die Regierung. Der Minister kam in diesem Zusammenhang auch auf das deutsche Abstimmungsverhalten bei den UN zu sprechen: „Ich sehe den Anschlag nicht ohne Zusammenhang zu den Verurteilungen gegen den Staat Israel bei Einrichtungen der Vereinten Nationen, an denen sich die deutsche Regierung beteiligt.“ Der neue Antizionismus sei antisemitisch.

    Außenminister Israel Katz (Likud) wandte sich in einem auch auf Deutsch veröffentlichten Tweet direkt an Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD): Deutschland müsse Antisemitismus „effektiver“ bekämpfen, schrieb der Minister. Israels UN-Botschafter Danny Danon rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, dem Antisemitismus „den Krieg zu erklären“. „Die Plage des Antisemitismus grassiert in Europa, bedroht aber die ganze Welt“, erklärte Danon laut des Nachrichtenportals „Arutz Scheva“.

    Ich bin schockiert von dem Terroranschlag heute in einer Synagoge in Halle. Ich wende mich hiermit an den deutschen Außenminister @HeikoMaas & die deutsche Regierung mit der Aufforderung, Antisemitismus effektiver zu bekämpfen und die Täter dieses grausamen Anschlags zu bestrafen

    Minister betonen Verbindung zu Diaspora-Juden
    Zudem betonten mehrere Minister die Verbindung zwischen den Juden Israels und denen in anderen Ländern. Bildungsminister Rafi Peretz (Jüdisches Haus) bekräftigte, dass Israel „für immer als Schild für das jüdische Volk in Israel und der Diaspora stehen“ werde. Immigrationsminister Joav Galant (Likud) rief angesichts der Tat alle Juden Europas auf, „die zionistische Vision“ zu erfüllen und nach Israel zu immigrieren.

    Auch Blau-Weiß-Chef Benny Gantz meldete sich zu Wort. Der Anschlag verdeutliche die Notwendigkeit, Antisemitismus zu bekämpfen – „anti-jüdische genauso wie anti-zionistische Bewegungen“, erklärte der bisherige Oppositionsführer bei Twitter. Der Anführer der arabischen „Vereinigten Liste“, Ajman Odeh, kam indes auf den rechtsextremen Hintergrund des Täters zu sprechen. Die extreme Rechte erstarke in Deutschland, sagte Odeh. Antisemitismus und Islamophobie seien „eng miteinander verbunden“. „Alle, die an Demokratie glauben, mit allen religiösen Hintergründen, müssen sich zusammenschließen, um die abscheulichen Neo-Nazis zurück in die Geschichtsbücher zu schicken“, erklärte der israelische Araber.

    https://www.israelnetz.com/politik-wirtschaft/politik/2019/10/10/anschlag-auf-synagoge-minister-sieht-zusammenhang-mit-deutscher-un-politik/

    Twdore

  • SFath

    Mitglied
    10. Oktober 2019 um 20:32

    In einem säkularen Staat hat die Kirche keinen Auftrag mehr, für die Sicherheit im Land zuständig zu sein.
    Zur Erinnerung:
    Rechtsradikale Täter sind – auch wenn Pegidisten das vorschieben – nicht "die Retter des christlichen Abendlandes"!
    Ihre Ideologie ist eine völlig andere.

  • PanTau

    Mitglied
    10. Oktober 2019 um 20:00

    Und was tut die Kirche dagegen? Noch immer gibt es Luthers Hetzschrift"Von den Ju den und ihren Lügen" PT

  • Cocco

    Mitglied
    10. Oktober 2019 um 19:56

    Vertrauen ist gut, Kontrolle besser !!
    …und zwar bevor unsere Demokratie im Schleichgang durch rechtsradikales Gedankengut unterwandert und zum Wegbereiter einer fremdgesteuerten Diktatur missbraucht wird.

  • SFath

    Mitglied
    10. Oktober 2019 um 19:41

    Deinen Glauben kann ich beim besten Willen nicht teilen.
    Denn sowohl die Zivilbevölkerung, als auch die Ermittlungsbehörden, oder die Politik, hat 30 Jahre sehr fest geschlafen, sich hinter zugezogenen Gardinen verborgen und bis zum Geht-nicht-mehr alles als "Dumme-Jungen-Streiche" verharmlost.

    Welche Religionsgebäude besonderen Schutzes bedürfen, wird nach Gefährdungspotential entschieden.
    Moscheen und kirchliche Einrichtungen sind nicht gefährdet.

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