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  • 17. Juni 1953

    Von Heigi am 17. Juni 2026 um 11:05

    Wir Älteren oder Alten erinnern uns natürlich, was in den Tagen um den 17. Juni in der DDR geschah. Erste Aufmüpfigkeit der Bürger dort, die aber erst Jahrzehnte danach zum Erfolg führte. Der Tag war dann bis zur Wiedervereinigung Nationalfeiertag der Bundesrepublik. Ich finde, der 17. Juni ’53 darf nie aus dem Geschichtsunterricht verschwinden und ist gerade auch aktuell ein wichtiges Thema.

    happyday antwortete vor 7 Stunden, 32 Minuten 3 Mitglieder · 4 Antworten
  • 4 Antworten
  • happyday

    Mitglied
    17. Juni 2026 um 17:11

    @Heigi , das klingt fast so, als hätte ein Schutzengel deinen Schwiegervater aus der „Schusslinie“ genommen.

    1958 wäre meiner Familie auch fast die Übersiedelung nach Hamburg, der Heimatstadt meines Vaters, gelungen. –

    Zwei Wochen vor dem geplanten Umzug hatte mein Vater einen schweren Betriebsunfall, schwebte lange in Lebensgefahr…Als er nach mehr als zwei Jahren einigermaßen wieder auf die Beine kam, war der Mauerbau. – 😢

  • realo

    Mitglied
    17. Juni 2026 um 15:02

    In der DDR wurde der 17. Juni als Nationalfeiertag der BRD natürlich als Provokation gedeutet, denn die Unruhen an dem Tag in Ost-Berlin wurden als Konterrevolution bezeichnet. Aus demselben Grund wurde später die Mauer errichtet, der antifaschistische Schutzwall. Ich bin auch überzeugt, dass was sich friedliche Revolution in der DDR 1989 nannte, angestiftet wurde und bewusst herbeigeführt. Wie auch immer, wir Ossis waren aus Sicht des Westens die armen, eingesperrten und ohnmächtigen Kommunisten, verwerfliche Menschen der dritten Klasse. Ob sich daran inzwischen etwas geändert hat? Wenn der 17. Juni 1953 gefeiert wird auf jeden Fall nicht.

  • Heigi

    Mitglied
    17. Juni 2026 um 14:19

    Mein Schwiegervater arbeitete bei Zeiss in Jena. Dort wurde auch demonstriert. Er war an diesem Tag krank, sodass ihm nichts passierte. Noch vor dem Mauerbau übersiedelte die Familie in den Westen, in die alte Heimat (Pfalz).

  • happyday

    Mitglied
    17. Juni 2026 um 13:44

    Bis zum 16. Juni war ich mit meinen Eltern in West-Berlin bei meiner Tante, der Schwester meines Vaters, zu Besuch.

    Am 16. Juni nachmittags sind wir zurück nach Sachsen gefahren.

    Wollte mir später gar nicht vorstellen, was die Tage darauf vor allem in Berlin passiert ist.

    Die Panzer des „Großen Bruders“ der DDR, der Sowjetunion, gegen die Arbeiter der DDR…

    Dieses Trauma wurde/wird bis heute verdrängt…

    Die Arbeiter der DDR haben gegen die Normerhöhung bei gleichem Lohn protestiert. Es haben sich Arbeiter in mehreren Städten angeschlossen.

    Soweit mir bekannt ist, gab es „nur“ in Ostberlin Tote. Wie hoch die Zahl der Toten ist,

    scheint bis heute unklar zu sein.

    Meine Tante habe ich nie wieder gesehen. Aus Angst, die russischen Panzer überrollen als nächstes

    auch West-Berlin, ist sie nach Köln gezogen…

    Nachtrag: Korrigiere mich, es gab weiter Tote in der Folge des Aufstandes.

    Z.B. in Sachsen wurden zwei junge Männer verhaftet und wenig später erschossen.

    • Diese Antwort wurde in vor 3 Stunden, 57 Minuten um  happyday geändert.

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