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Fragen von t-online Journalisten an Kevin Künert
Die t-online Journalisten: Johannes Bebermeier und Florian Harms.
Verwendete Quellen: Persönliches Gespräch mit Kevin Kühnert im t-online-Newsroom in Berlin.
Auszug (Hervorgehobenes ist von mir):
Ab Herbst sitzen Sie wahrscheinlich im Bundestag. Was machen Sie dann dort?
Wenn ich gewählt werde, bin ich Bundestagsabgeordneter. Kümmere mich um meinen Wahlkreis und die Fachpolitik.
Also ohne Sprecherposten, ohne Posten als Fraktionsvize?
Manche können sich das vielleicht nicht vorstellen, aber ich empfinde ein Bundestagsmandat als eine wirklich große Aufgabe, die keiner weiteren Posten bedarf.
Aber Posten heißt ja auch, dass man mitgestalten kann.
Ja, klar. Aber mir fehlt es doch nicht an Möglichkeiten, mir Gehör zu verschaffen. Ich habe ein sehr bodenständiges Verständnis von parlamentarischer Arbeit: Es ist ein Handwerk, das man erst mal lernen muss. Da kann ich in noch so vielen Talkshows gesessen haben: Wenn ich in den Bundestag reingewählt werde, dann bin ich der Neue.
Und welche Politikfelder reizen Sie als Neuer?
Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung, dafür bin ich auch im SPD-Parteivorstand zuständig.
Eine unserer Stammleserinnen hat uns kürzlich geschrieben: Der Kevin Kühnert, der müsste doch mal Kanzlerkandidat werden. Können Sie sich das vorstellen?
Mit ein bisschen Fantasie kann man sich ja ganz vieles vorstellen. Aber der Gedanke daran macht nichts mit mir, insofern ist die Vorstellung verschwendete Energie.
Warum begeistert Sie der Gedanke nicht? Da kann man doch viel bewegen.
Aber das kann man andernorts auch. Und man kann eben auch Bundeskanzlerin sein und dabei sehr genügsam in seinen programmatischen Ambitionen. Das haben wir ja in den vergangenen Jahren erlebt. Und genau gegen diese inhaltliche Leere habe ich mal bei den Jusos angefangen, Politik zu machen.
Um zum Beginn unseres Gesprächs und zu den Ängsten der Union zurückzukehren: Einen Minister Kevin Kühnert unter Olaf Scholz wird es also nicht geben?
Nein. Und damit implodiert schon wieder eine Wahlkampfblase der CDU/CSU. Die haben wirklich keinen guten Lauf.
Herr Kühnert, wir danken für das Gespräch.
Der gesamte Text:
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setzen. Hat nicht funktioniert.
Ob der Wein rein ist wird man erst nach der Wahl wissen. 