-
Martin Gumpert
Freunde von mir behaupten ja scherzhaft, die Familie Mann könne doch kaum noch Überraschungen für mich bieten. Das denken sie, die Realität heißt eher „Ich weiß, dass ich nichts weiß“.
So hatte ich mir „Die Tochter des Zauberers“ von Heidi Rehn aus der Reihe „Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe“ gegönnt. Wohl wissend und hier auch schon besprochen, manchmal muss es etwas leichter sein – der Inhalt, nicht das Gewicht des Buches
.Auf der Rückseite die Inhaltsangabe, die so lockt „Dann lernt sie im Kreis der europäiischen Exil-Künstler einen Mann kennen, der ihr mehr bedeutet, als sie jemals für möglich gehalten hätte – den Arzt und Lyriker Martin Gumpert, der fasziniert ist von ihrer Stärke und Unabhängigkeit….“
War mir der Name schon mal begegnet? Lyrik ist nicht unbedingt meine Welt. In Zusammenhang mit den Manns? Google half in dem Fall und ich stieß auf eine interessante Persönlichkeit. Er ist der Autor eines Buches über Samuel Hahnemann, den Begründer der Homöpathie und „Dunant. Der Roman des Roten Kreuzes“.
Es ist auch zu lesen, dass Erika Mann die Geliebte oder Martin Gumpert der Geliebte von Erika war. Erika Manns Leben war bunt wie wir wissen. Verärgert hat Gumpert Erika Mann erst, als er Thomas Mann nach dem Krieg auf seiner Reise nach Deutschland begleitete. Da war aber die Liebe wohl längst einer Freundschaft gewichen und nun auch diese vorbei.
Na, da werde ich mich doch mal überraschen lassen, was die Autorin Heidi Rehn für ein Geschichten-Netz rund um Erika Mann und Martin Gumpert gesponnen hat.
Constantia

Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.

