Miola
Erstellte Foren-Antworten
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seestern 9.40
Diese Rede geht im Ausland viral und wird bei Bedarf entsprechend instrumentalisiert und gegen Deutschland verwendet. Eben genau wegen des Inhalts der besonders deutlich rüber kommt durch den Stil der Rede. Ohne dass hinterfragt wird, ob dies repräsentativ für das Land ist. Wirklich eine „tolle“ Leistung dieses Redners.
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Hier wird von mehreren Usern nach dem Video gefragt. Die Frage würde sich erübrigen, wenn man meinen Beitrag sorgfältig liest. Darin steht, dass im verlinkten Artikel das Video eingebettet ist. Ihr hättet nur den eingestellten Link zu öffnen brauchen. So einfach ist das.
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realo
auch wenn du es nicht wahrhaben magst, es geht um mehr als stolz zu sein auf die eigene Nationalität. Es geht um eine Form von Nationalstolz, die sich als so etwas wie eine Herrenrasse sieht, deshalb werden auch heute noch aus der rechten Ecke teilweise Ausländer als „Kanaken“ bezeichnet. Und sorry, das ist rechte Ecke!
Das übliche DDR-Narrativ: Alt-Nazis gab es nur in der BRD. In der DDR lebten auch solche Menschen weiter. Nur wurde das negiert und die Vergangenheit nie aufgearbeitet sondern nur auf die BRD gezeigt.
Nachdem gerade in den neuen Bundesländern die AfD mit ihrer rechten Gesinnung so stark punktet, stellt sich für mich die Frage, ob wegen mangelnder Aufarbeitung der Vergangenheit das rechte Gedankengut unterschwellig noch schwelte und nun zum Vorschein kommt, da „salonfähig“ in einer demokratisch gewählten Partei. Und ja, ehemalige DDR-Bürger können stolz darauf sein in diesem Land gelebt zu haben. Sie sehen die politische Situation – gerade wenn man priviligiert war – mit ihrer eigenen Brille, die ausblendet wie das Leben der meisten Meinschen dort tangiert wurde von dem System und der Tatsache, dass es noch immer ein besetztes Land war. Und nun sind keine Besatzer mehr da und man ist „freier Deutscher“ mit überschiessender Reaktion?
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seestern
na ja, mit dieser entlarvenden Deutlichkeit wurde noch eine Schippe drauf gelegt, das ist dann doch etwas anders als bei einem Höcke oder anderen. Vor allem ist es schlecht für das Image, wie die Reaktionen darauf zeigen. Da muss man wieder am Image polieren und entsprechend reagieren. Die von Eichwald getroffenen Aussagen an sich sind sehr wohl zutreffend für AfD-Gesinnung, die auch von anderen geäussert wurden, allerdings nicht so kompakt und nicht in diesem Stil.
Als ich das Video gesehen hatte und den Namen Eich….. las, fielen mir nicht nur Reden aus der NS-Zeit ein sondern auch aus dieser Zeit ein Name mit Eich… , was das Schaudern noch verstärkte.
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realo
na ja der Skandal erschliesst sich nicht beim hineinschauen sondern verstehen woher der Wind weht bei solchen einschlägigen Aussagen. Diese neonazistischen Sprüche und Parolen mögen für einschlägig Gepolte normal sein, aber Mainstream? Vielleicht in deiner Umgebung?
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Jessica
hast du das Video mit der Rede angeschaut? Darum geht es und nicht Allgemeinplätze von Frau Merkel.
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Genuss
ich stellte eine Frage und überlasse die Antwort den Usern, die sich das Video anschauen.
Egal wie diese Rede einzuordnen ist, ich finde sie gruselig.
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anzufügen wäre noch, es ist illusorisch zu glauben das besetzte Land hätte Reformen ohne Zustimmung des grossen Bruders aus dem Osten umsetzen können, dessen Machterhalt doch auch auf Kontrolle und Repression basierte.
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realo
deute meine Aussage nicht um. Der Lebensstandard mit grossem Warenangebot, der Konsum, das alles bekommen zu können war nur ein Aspekt. Den politischen blendest du aus. Es ging sehr wohl auch das System, die Unfreiheit, das Eingesperrtsein etc., das den Grossteil der Bevölkerung betraf. Wer, bzw. Familien, die zur „Intelligenz“, den Bonzen gehörten hatte einen anderen Lebensstandard, andere Möglichkeiten. Wenn man Missstände für den Grossteil der Bevölkerung benennt, macht man nichts madig, sondern schreibt real ohne o.
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realo
es ist deine Sicht, dass „DIE“ DDR-Bürger nicht wollten, dass die Mauer fällt sondern „nur“ Reformen forderten in einer abgegrenzten DDR. Die Bilder von den Plakaten sprechen eine andere Sprache für andere Menschen:
(Quelle Deutschlandfunk)
Sie haben „den Westen“ nicht auf Cola und Mc Donald reduziert. Sondern sie wollten Reisefreiheit, freie Wahlen und einen Lebensstandard wie in der Bundesrepublik. Deshalb kehrten bereits vor dem Mauerfall viele Menschen der DDR den Rücken. Im Sommer und Herbst stellten 120.000 Menschen einen Ausreiseantrag, vor allem junge Menschen wollten
der DDR den Rücken kehren und es entschieden sich immer mehr von ihnen über andere
Ostblockstaaten in den Westen auszureisen. Und nach dem Mauerfall hatten allein im November 1989nahezu 135.000 Bürger die DDR in Richtung Bundesrepublik verlassen.