Im Himmel gibt es keinen Wohnungsmangel

Bei allem Einsatz im Diesseits dürfen Christen nicht aus dem Blick verlieren, dass sie ihre Heimat im Himmel haben. Daran haben Vertreter der evangelikalen Bewegung zum Abschluss der internationalen Gebetswoche der Evangelischen Allianz am 19. Januar erinnert.

Nach Schätzungen der deutschen Allianz kamen hierzulande wie in den Vorjahren insgesamt etwa 300.000 Besucher an rund 1.000 Orten zusammen. Die seit 1847 stattfindende Gebetswoche stand unter dem Motto „Wo gehöre ich hin?“.

Dazu sagte der Allianzvorsitzende, Präses Ekkehart Vetter (Mülheim an der Ruhr), in einem Abschlussgottesdienst in Magdeburg, Christen gehörten nicht dorthin, „wo die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten ein vager und verschwommener multireligiös genährter Optimismus ist – verbunden mit der nebulösen Hoffnung, dass die Dinge am Ende irgendwie klappen werden“.

Sie hätten vielmehr die Gewissheit der Auferstehung durch Jesus Christus. Das mache sie im Hier und Heute hoffnungsfroh und motiviere sie zum Einsatz in dieser und für diese Welt, so Vetter vor rund 500 Besuchern.

Gebete auch in Rathäusern – Mehr katholische Teilnehmer an manchen Orten
Vetter und Allianzgeneralsekretär Reinhardt Schink (Bad Blankenburg/München) zogen ein positives Fazit der Gebetswoche. So sei in einer Reihe von Rathäusern für politisch Verantwortliche gebetet worden, etwa in Bielefeld, Hof und Stein bei Nürnberg. Vetter begrüßte, dass sich an einigen Orten vermehrt katholische Christen beteiligt hätten, etwa in den thüringischen Städten Pößneck und Schmölln sowie in Norden (Ostfriesland).

Schink betonte, dass Christen nicht zu „Schwarz-Weiß-Malern“ berufen seien, sondern die Wirklichkeit differenziert wahrnehmen könnten. Christliche Identität definiere sich nicht negativ durch Abgrenzung, sondern positiv in der Zugehörigkeit zum wiederkommenden Herrn Jesus Christus. Das gelte insbesondere auch für die Deutsche Evangelische Allianz als Bekenntnisbewegung.

Der Generalsekretär des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes, Frank Spatz (Kassel), sagte im schwäbischen Welzheim: „Im Himmel gibt es keinen Wohnungsmangel.“ Wer an den Retter Jesus Christus glaube, werde eines Tages in eine Wohnung im „Haus Gottes“ einziehen.

Die Referentin für Frauen und ältere Generationen im Bund Freier evangelischer Gemeinden, Daniela Knauz (Rödermark bei Frankfurt am Main), äußerte im niederrheinischen Wesel, Jesus biete eine Wohnung in Toplage „ohne Kosten für mich“. Er habe den Preis bezahlt. Diese Botschaft sei keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern eine Hoffnungsperspektive.

Wo der Paul-Gerhardt-Fan und der Lobpreisfreak vereint sind
Der Direktor des Diakonissen-Mutterhauses Elbingerorde (Harz), Pfarrer Reinhard Holmer, vertrat in Jena die Ansicht, dass christliche Gemeinden einen Auftrag und „hohe Kompetenz“ hätten, Migranten zu integrieren: „Das gehört zu unserer DNA.“ Zugleich kritisierte er, dass sich das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration (BAMF) und Gerichte anmaßten zu entscheiden, ob jemand Christ geworden sei oder nicht.

Das können laut Holmer nur Gemeinden beurteilen, die mit den Betroffenen zusammenleben und in diesen Fragen kompetent sind: „Die Statik einer Brücke lassen wir ja auch nicht von einem Bäcker prüfen – und das sagt nichts über die Kompetenz eines Bäckers.“

Siebald: Für verfolgte Christen beten
Der christliche Liedermacher Manfred Siebald (Mainz) gab während der Gebetswoche drei Konzerte – im mittelhessischen Braunfels (200 Besucher), in Gerstungen (150) und in Weimar (220). In seinen Ansagen zu den Liedern machte der 71-Jährige deutlich, dass die christliche Gemeinde international sei. Doch sie werde in vielen Ländern verfolgt und unterdrückt. Hier sei es Aufgabe der Christen in Deutschland, in Fürbitte für die verfolgten Christen einzutreten: „Wir dürfen uns nicht nur um unsere kleinen Probleme drehen.“

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Twdore

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