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  • Worthülsen - aber vergoldet

     Paesi antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 16 Teilnehmer · 49 Beiträge
  • Madame.C

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 16:47

    Die goldigen Zeiten, die das neue blonde Staatsoberhaupt Grossbrittaniens seinem Volk gerade verspricht erinnern mich an ein deutsches Staatsoberhaupt, jetzt vielleicht lustwandelnd mit goldigem Heiligenschein über den Wolken, Helmut Kohl.
    Er versprach doch seinerzeit der gescheiterten DDR-Bevölkerung "blühende Landschaften".

    Gab es eigentlich ein Konzept mit Inhalt und eine Zeitangabe, wann dies als gelungen hätte sein sollen?

    Es heißt doch, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen, oder?
    Da macht es wenig Sinn, die Versprechungen eines Boris Johnsen hervorhebend zu karikieren. Politiker haben immer auch gelogen oder die Hälfte der Wahrheit verschwiegen. Vermutlich zielführend. Doch nicht zwingend zum Wohle des Volkes.

    Es macht auch wenig Sinn, auf das Vorzeigeobjekt Leipzig zu verweisen. EIN fettes Schwein bedeutet nicht eine ertragreiche Ernte.

    Auch in der Verneinung wird gelogen "Es wird keine Mauer geben …"

    Sollen wir uns trösten, dass sowas zum politischen Handwerk bzw. Mundwerk gehört und damit abfinden?
    Mit den hübschen Geranien und den pastellfarbenen Häuserfronten und der erstmals asphaltierten Strasse? Auf der der Bus dann nur zweimal täglich fährt …

    Meine Ossi-Zeit liegt zu weit zurück, als dass ich hier für mich Ansprüche reklamieren wollte. Aber ich wüsste gern, vielleicht stellvertretend, wie das gemeint war mit den "blühenden Landschaften"?

    Es ist nicht alles Gold was glänzt, stimmt!
    Selbst die vergoldet erscheinenden Worthülsen sind nur mit Messing verkleidet. Aber sie glänzen doch so schön!

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 17:14

    Landschaft ist Landschaft!

    Doch Deine Frage kann Dir nur der in den Wolken beantworten. Oder Du gibst Dich mit dem Verständnis der Empfänger der Botschaft zufrieden.

    GeSa 🙂

  • Constantia

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 18:08

    Wie wäre es mit dieser Eintragung bei wikipedia

    https://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BChende_Landschaften

    Danach hätten wir im Osten seit 1995 "Blühende Landschaften" und arbeiten an der Sanierung dieser.

    Constantia

  • Robert13

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 21:10

    Hallo Zusammen,
    als gebürtiger Wessi gebe ich meine unmaßgebliche Meinung mal zum Besten:
    die -blühenden Landschaften- von Bu-Ka a.D. Dr. Helmut Kohl kann man vielleicht erahnen, wenn man
    die -geistig-moralische-Wende- hinzunimmt.
    Das fängt mit so komischen Briefumschlägen eines Herrn Schreiber an und endet noch lange nicht bei -Leuna-Werken-.
    Vielleicht ist ja in den Stasi-Akten des Herrn Dr. H. Kohl etwas über die -blühenden Landschaften- zu lesen. Nur, wo sind die geblieben ?
    Netten Wochenstart
    Robert13

  • Madame.C

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 22:06

    @Constantia kuck mal, was da bei mir zu lesen ist:

    "Blühende Landschaften

    Diese Seite existiert nicht

    Suche nach „Blühende Landschaften“ in anderen Artikeln"

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 22:11

    Ein KONZEPT? Wenn Menschen unversehens über Nacht die (DDR)Mauern entern und die Grenzen zwischen Deutschland Ost und Deutschland West geöffnet sind?

    Angesichts der dadurch entstandenen politischen (und wirtschaftlichen) Aufgaben musste es bei der Gestaltung der Einheit zu Verwerfungen und Fehlern kommen. Gemessen an der Fülle von zu treffenden Entscheidungen gestehe ich jedem der damals handelnden Politiker von Ost und West Irrtümer zu, erweise ihnen aber gleichzeitig großen Respekt!

    Helmut Kohls Pathos="blühende Landschaften" war sicher nicht als Versprechen gemeint, sondern seinem Wunschdenken und dem der DDR-Bevölkerung geschuldet.

  • Unbekannt

    Unbekannt
    29. Juli 2019 um 0:00

    Nun denn verehrte Madame, dann empfehle ich Dir dringend Deine Kenntnisse über den Zustand der Neuen Bundesländer auf den neuesten Stand zu bringen.
    Seit dem Fall der Mauer und der dann folgenden Wiedervereinigung bin ich mindestens 40 Mal in der früheren DDR zu Fotoreisen unterwegs gewesen, meist beauftragt von Bauunternehmen und Konsortien die in den verschiedensten Städten höchst aktiv zugange waren. Und es war für mich höchst faszinierend gewissermaßen wie in einem Zeitraffer mitzuerleben welch eine großartige und beeindruckende Aufbau- und Sanierungsarbeit dort geleistet wurde. Schau es Dir an: gleich ob Quedlinburg oder Jena, gleich ob Weimar oder Erfurt und Eisenach: Sogar Du wirst begeistert sein.
    Ganz zu schweigen natürlich von den Großstädten wie Leipzig und Dresden – wahrhaft architektonische Perlen in Deutschland. Aber auch die Infrastruktur – Straßen und Autobahnen im Osten – können sich heute wirklich sehen und erleben lassen. Ganz klar – die zwei Billionen Euro Investment haben sich gelohnt. Und die hat nachweislich vor allem Helmut Kohl auf den Weg gebracht….damit die Landschaften wirklich blühen… Natürlich gibt es nach wie vor viel zu tun. Aber – der Osten ist alles andere als als ein ödes Land wo nichts passiert. Und das ist gut und richtig so.

  • Constantia

    Teilnehmer
    29. Juli 2019 um 7:58

    @ Madame.C, wenn man bei google die Begriffe "Blühende Landschaften und Kohl" eingibt, kann man dann fündig werden. Hier aber für alle die wichtigsten Passagen aus dem wikipedia-Eintrag

    Der Begriff blühende Landschaften war die bildhafte Vision des damaligen deutschen Bundeskanzlers Helmut Kohl als ökonomische Zukunftsperspektive für die „neuen Bundesländer“.
    Inhaltsverzeichnis

    Der vollständige Satz bei erstmaliger Benutzung des Begriffs im Jahr 1990 lautete:

    „Durch eine gemeinsame Anstrengung wird es uns gelingen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Sachsen und Thüringen schon bald wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, in denen es sich zu leben und zu arbeiten lohnt.“

    Im Jahr darauf sagte Kohl:

    „Und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir in den nächsten drei bis vier Jahren in den neuen Bundesländern blühende Landschaften gestalten werden …“

    Helmut Kohl verwendete den Begriff unter anderem in seiner Fernsehansprache zur Einführung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland am 1. Juli 1990. Im Wahlkampf zur Bundestagswahl 1998 wurde der Begriff wieder aufgenommen und auf offiziellen Wahlplakaten der CDU verwendet. Unter der Überschrift Blühende Landschaften wurden beispielsweise Bilder von restaurierten Bauwerken aus den neuen Bundesländern gezeigt.

    Nachdem die Natur sich stillgelegte Industrielandschaften und Rangierbahnhöfe zurückerobert hat, wird der Begriff manchmal als Sinnbild für die Deindustrialisierung bzw. Entvölkerung von Teilen Ostdeutschlands verstanden.

    Ich hatte in meinem Gehirn immerhin 10 Jahre abgespeichert, aber es ist ganz sicher, Helmut Kohl wollte mit einer bildhaften Darstellung den Menschen die Zukunft vermitteln. Ich sehe da Parallelen z. B. zu dem "Wir schaffen das!" von Angela Merkel.

    Vieles ist in den letzten nunmehr fast 30 Jahren entstanden, saniert und verschönert worden. Als ich kürzlich unterwegs war vielen mir einige Baustellen auf, die mich stutzen ließen. Das war doch erst "vor kurzem" Baustelle. Nein, es war eines der ersten Häuser, die nach 1990 eine Verschönerungskur erhielten. Der Zahn der Zeit und neue Bauvorschriften erzeugen nun ein 2.0.

    So wurde z. B. die Dresdner Gemäldegalerie von 1988 bis 1992 rekonstruiert. Seit einigen Jahren ist sie wieder eine Baustelle, der Ostflügel seit 2016 wieder zu besuchen, der Westteil wird wohl bis Ende des Jahres fertiggestellt. In diesem Fall gibt es sicher noch die modernste Sicherheitstechnik.

    Constantia

  • Fischersfruwe

    Teilnehmer
    29. Juli 2019 um 9:19

    Ein Bericht aus eigener Erfahrung:

    Als ich Ende 1994 aus NRW in die Stadt Brandenburg zog, wirkte die Stadt völlig verwahrlost, die Bürgersteige kaputt und löcherig, die wunderschönen Altbauten heruntergekommen – ein Bild des Jammers, das mir wirklich auf die Psyche schlug.

    Damals war ich froh, wenn ich mal zu einer Tagung in die alten Bundesländer fahren konnte und genoss dort – egal wo – das gepflegte Stadtbild.

    Etwa zwei Jahre später fuhr ich übers Wochenende nach Travemünde. Dort machte ich eine Wanderung an der Küste entlang zu einem Traditions-Gasthof. Aber wie heruntergekommen wirkte das Ausflugslokal da auf mich. Vor allem der Sanitärtrakt war uralt und müffelte, nicht wegen Unsauberkeit, sondern wegen der uralten Ablagerungen in den Abflüssen und Rohren. "So etwas gibt es bei uns nicht mehr", dachte ich spontan und wusste: Jetzt bin ich in meiner neuen Heimat angekommen.

  • Paesi

    Teilnehmer
    29. Juli 2019 um 9:22

    https://de.wikipedia.org/wiki/Blühende_Landschaften

    Liebe Constantia,

    ich habe Deinen Link noch einmal eingestellt. Jetzt müsste er sich öffnen lassen.
    Er ist identisch mit dem Inhalt Deines letzten Beitrags.
    Also es geht nur noch einmal um die Quelle.

    LG Paesi

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