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  • Winter

    Von Mondin am 6. Januar 2026 um 9:09

    Es ist ein Schnee gefallen,
    hat alles graue zugedeckt,
    die Bäume nur gen Himmel nicht,
    bald trinkt der Schnee das Sonnenlicht,
    dann wird das alles blühen,
    was unter unsern Bäumen jetzt
    kaum Wurzeln streckt.

    Richard Demel (1863-1920)

    Ricarda01 antwortete vor 1 Monat, 1 Woche 5 Mitglieder · 7 Antworten
  • 7 Antworten
  • Ricarda01

    Mitglied
    4. Februar 2026 um 10:10

    @Seestern47

    Guten Morgen, liebe Seestern! Ja, von Eichendorff, einer unserer berühmtesten (ober)-schlesischen Dichter! In der Erinnerung habe ich noch seine Novelle: ‚Aus dem Leben eines Taugenichts.‘

    Wenn ich lese, dass er in Polen geboren ist, werde ich wütend! Als er 1788 auf Schloss Lubowitz in der Nähe von Ratibor geboren wurde, war Oberschlesien deutsch und gehörte zum Königreich Preußen.

    Nein, ich bin keine Revanchistin – und akzeptiere, dass wir durch den Hitlerkrieg Nieder- und Oberschlesien verloren haben. Schönen Tag – Ricarda01, Niederschlesierin wie ihre Vorfahren (geb. in Liegnitz, jetzt Legnica).

  • seestern47

    Mitglied
    4. Februar 2026 um 9:49

    Winternacht

    Klare Nacht, im Schnee verweht

    Ruhn die Fluren weit und breit;

    Fern ein Glockenton verweht

    In der stillen Einsamkeit.

    Alles schläft, nur ich allein

    Wache in der kalten Pracht;

    Über mir der Sterne Schein,

    Um mich her die tiefe Nacht.

    (Joseph von Eichendorff)

  • Mondin

    Mitglied
    3. Februar 2026 um 19:04

    Stille Winterstraße

    Es heben sich vernebelt braun
    Die Berge aus dem klaren Weiß,
    Und aus dem Weiß ragt braun ein Zaun,
    Steht eine Stange wie ein Steiß.

    Ein Rabe fliegt, so schwarz und scharf,
    Wie ihn kein Maler malen darf,
    Wenn er’s nicht etwas kann.
    Ich stapfe einsam durch den Schnee.
    Vielleicht steht links im Busch ein Reh
    Und denkt: Dort geht ein Mann.

    Joachim Ringelnatz
    (1883-1934)

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Monat, 1 Woche um  Mondin geändert.
  • Heigi

    Mitglied
    7. Januar 2026 um 17:04

    Matthias Claudius, Ein Lied hinterm Ofen zu singen.

    Der Winter ist ein rechter Mann, kernfest und auf die Dauer;

    Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an

    Und scheut nicht süß noch sauer.

    ……….

    Die weiteren 4 Verse im Link

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Winter_ist_ein_rechter_Mann

  • Maedchen

    Mitglied
    7. Januar 2026 um 14:24

    Noch ein Gedicht!

    Es schneit, hurra, es schneit!

    Schneeflocken weit und breit.

    Ein lustiges Gewimmel

    kommt aus dem grauen Himmel.

    Was ist das für ein Leben

    sie tanzen und sie schweben

    sie jagen sich und fliegen.

    Der Wind bläst vor Vergnügen.

    Und nach der langen Reise

    setzen sie sich leise

    aufs Dach und auf die Straße

    und frech Dir auf die Nase.

  • seestern47

    Mitglied
    7. Januar 2026 um 9:45

    Winter

    Es fällt ein stiller, feiner Schnee

    auf alle Dinge leis herab;

    die Welt wird weit und weiß und weh

    und deckt sich zu mit sanftem Grab.

    (Quelle: Rainer Maria Rilke, Neue Gedichte, 1907)

  • seestern47

    Mitglied
    6. Januar 2026 um 9:46

    Wie passend und schön. Danke @Mondin 😊❄⛄

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