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  • Wie geht es mit Kuba weiter?

    Von Miola am 7. Januar 2026 um 10:23

    Bekanntlich befindet es sich bereits in einer seiner schwersten Krisen seit Jahrzehnten. Es kommt zu regelmässigen Stromausfällen, gravierenden Engpässen bei Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff, was durch verschärfte US-Sanktionen noch verstärkt wurde. Doch hauptsächlich geht es dort um Misswirtschaft, Korruption und strukturelle Probleme. Rund eine Millionen Menschen haben deshalb Kuba seit 2021 verlassen.
    Kuba hatte mit Maduro und seiner Regierung einen Verbündeten. Venezuela lieferte vergünstigtes Erdöl, während Kuba im Gegenzug Hunderte Ärzte, Lehrer und Berater nach Venezuela entsandte. „Dieses Öl habe Kuba für seine Wärmekraftwerke und einen weiteren Teil für den Verkauf verwendet. Das gab es im Austausch für Gefälligkeiten, Korruption, Geldwäsche und eine Menge anderer Dinge.“ erklärt der venezolanische Ökonom Manuel Sutherland. Dieses „Öl-gegen-Dienstleistungen-Modell“, das für beide Seiten existenziell wichtig ist, steht nun in Frage, da nach Trumps Seeblockade die Lieferungen von Öl gleich Null sind. Die Unterstützung der mexikanischen Regierung, die mit vergleichsweise kleinen Ölmengen hilft, reicht nicht aus. Kuba steht wohl am Abgrund und hat Trump kaum etwas entgegen zu setzen.

    US-Außenminister Marco Rubio (selbst Sohn von Exilkubanern) hat nicht zum ersten Mal Kuba als riesiges Problem bezeichnet. Kurz nach dem Angriff auf Venezuela äusserte Rubio öffentlich, Kuba könne das nächste Ziel einer US-Intervention werden.

    doch nicht nur Kuba, Trump brachte auch noch Mexiko und Kolumbien ins Gespräch bezüglich „möglicher Interventionen“. Und Grönland hat er ebenfalls im Visier.
    Die Frage ist, wenn Trump so weiter macht, ob Putin dann einfach nur zuschaut. Es ist einfach nur schlimm was da abgeht mit diesen beiden Typen.

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    Genuss antwortete vor 18 Stunden, 13 Minuten 8 Mitglieder · 10 Antworten
  • 10 Antworten
  • Genuss

    Mitglied
    29. Januar 2026 um 16:39

    Hallo @realo

    Die Kubaner waren schon immer Pleite.

    Die kubanische Fluglinie namens „Cubana de Aviación“ hat schon in den 1960er Jahren an Heinemann Duty Free Shop in Frankfurt Zigarren verkauft um Ihre Start- und Landegebühren zu bezahlen.

    So ist nun mal der hochgelobte Sozialismus…

  • realo

    Mitglied
    29. Januar 2026 um 11:50

    Das haben wir schon gelesen, auch wenn es die KI wiederholt bleibt die Aussage dieselbe.

    ‚US-Präsident Donald Trump setzt das wirtschaftlich angeschlagene Kuba
    unter Druck und fordert die kommunistische Regierung auf, „einen Deal
    abzuschließen, bevor es zu spät ist“.‘ so eine Zeile aus der aktuellen Tagespresse. Es ist stets ähnliches Vorgehen der USA um ihr System auszuweiten, ob mit Demonstrationen die Regierung stürzen im Iran, mit friedlicher Revolution in der DDR den gesamten sozialistischen Bereich beenden, in Venezuela durch Kidnapping des Präsidenten oder in Kuba durch Ölblockaden, stets geht es darum, das Land vom bisherigen Kurs abzubringen, hin zum von Amerika kontrollierten System. Natürlich sind Trump die Kubaner egal, aber nicht die Politik des Landes. Solange ein sozialistisches System vorherrscht, will Trump das ändern, denn die BRICS plus Staaten sind als Gegenspieler zu Amerika auf der Welt schon sehr mächtig. Nur sie erregen nicht diese mediale Aufmerksamkeit im Westen wie Trump das tut.

  • Genuss

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 16:47

    Kuba ist schon lange Pleite…

    Die aktuelle Lage zeigt, dass Kuba erhebliche Schwierigkeiten hat, Erdöl zu bezahlen und zu beziehen. Kuba ist stark abhängig von Erdöllieferungen, insbesondere aus Venezuela, doch diese Einnahmequelle ist derzeit versiegt. Berichte aus den letzten Tagen deuten darauf hin, dass Mexiko geplante Rohöllieferungen an Kuba storniert hat und die mexikanische Regierung sogar die Einstellung der Erdöltransporte prüft. Zudem gibt es Berichte über US-Pläne, Öllieferungen nach Kuba zu blockieren, was die Versorgungslage weiter verschärft.

    Kuba verfügt selbst nur über geringe eigene Erdölvorkommen, die den Bedarf nicht annähernd decken können. Ohne externe Lieferungen, vor allem aus Venezuela, steht Kuba vor einer ernsten Energiekrise. Die kubanische Regierung hat aktuell kein Einkommen mehr aus Erdölquellen, was die Bezahlung von Erdöl zusätzlich erschwert.

    …und bald will auch keiner mehr hin

    Die Krise des Tourismus auf Kuba hat sich in den letzten Jahren verschärft und wirkt sich direkt auf diejenigen aus, die von dieser Branche abhängig sind. Die Zahl der Besucher ist drastisch zurückgegangen: Zwischen Januar und November 2025 kamen 2,3 Millionen Touristen, gegenüber 4,8 Millionen im Jahr 2018 und 4,2 Millionen im Jahr 2019

  • Geraldine

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 15:18

    @Heigi ich fürchte es auch, denn mit dem wegfallen des Öl’s aus Venezuela dürfte das Land nicht mehr lange überleben können, es ist ohnehin alles rationiert, Mexiko soll auf Trumps Druck seine Öllieferungen nach Kuba auch eingestellt haben, Strom gab es ohnehin nur 4 Stunden täglich, vermutlich jetzt noch weniger. Kuba kann ohne Hilfe von außen nicht überleben, die Bevölkerung hungert, für Trump wird es ein leichtes sein, die Macht in Kuba in US Hände zu bekommen, ob Deal oder Kidnapping. Die Kubaner wollen normal leben und es dürfte ihnen egal sein, wenn oder ob das unter Trump/USA ist. Ich habe nur meine Zweifel daran, dass die Lebensverhältnisse der Kubaner für Trump von Interesse sind.



  • Heigi

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 13:39

    Da stimme ich dir zu, Kuba wird nicht mehr lange sozialistisch bleiben. Habe neulich einen Bericht über das Land gehört, wo Einwohner ihrem Land keine wirtschaftliche Überlebenschance mehr geben. Die USA werden übernehmen, was den Not leidenden Menschen letztlich egal ist, so der Tenor der Interviewten.

  • realo

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 12:35

    Die Europäer, die dann zu Amerikanern wurden, überschatteten Südamerika schon immer und die meisten Länder wurden von Amerika wirtschaftlich abhängig. Kuba als sozialistisches Land bildete da eine Ausnahme und wurde von anderen sozialistischen Staaten fleißig gefördert. Seit dem Zerfall des Sozialismus sieht es für Kuba schlecht aus. Nun ist auch noch Venezuela als Partner weggefallen, so bleibt Kuba nichts anderes übrig, als die dominierenden nordamerikanischen Verhältnisse zu akzeptieren. Mit Zuckerrohr und schönen Stränden kann man alleine kein Land wirtschaftlich über Wasser halten.

  • Rudi20

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 9:42

    Seestern47, mit einem Satz du triffst den Nagel auf den Kopf. Das gleich gilt doch für die Ukraine, es werfen Halbwahrheiten erzählt und die Manschen schlagen sich den Kopf ein, sind aber dafür „beschäftigt“ und leben angeblich in einem Wohlstand den es eigentlich nicht mehr gibt!

    Rume20

  • Marius

    Mitglied
    13. Januar 2026 um 11:00

    Der Trumpel möchte die ganze Karibik für sich, den Golf von Mexico sowieso, der demnächst „Gulf of America“ heißen soll. Er ist wie eine Spinne, obwohl er wartet nicht, er droht, bis alle dort in seinem Netz sind. Dann heißt eben eine Insel dort „Trumpland“, sein Ziel für die Ewigkeit.

  • seestern47

    Mitglied
    13. Januar 2026 um 9:15

    Die USA halten die Welt offenbar für ein Selbstbedienungsladen, aus dem man sich nimmt, was gerade politisch oder wirtschaftlich passt.😱😳

  • Marius

    Mitglied
    12. Januar 2026 um 21:45

    Tja, man weiß es nicht… lies bitte

    https://www.telepolis.de/article/Trumps-naechstes-Ziel-Kommt-nach-Venezuela-jetzt-Kuba-11137465.html

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