Startseite Foren Politik - Zentrale Wenn sie es schon fordern, warum handelt die Politik dann nicht?

  • Wenn sie es schon fordern, warum handelt die Politik dann nicht?

     realo antwortete vor 2 Wochen, 5 Tagen 9 Teilnehmer · 20 Beiträge
  • Webra

    Teilnehmer
    19. Juni 2024 um 23:52

    Eine Gruppe von ca. 100 Milliardären und Millionären sind für die Einführung von Vermögens- und Erbschaftssteuern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Marlene_Engelhorn

    So verteilte sie einen Teil ihres geerbten Vermögens.

    http://guterrat.info

    Unter den vielen positiven Errungenschaften einer Demokratie wird auch immer der Punkt

    Gerechtigkeit betont.

    Wie kann dann aber so eine ungerechte Vermögensverteilung möglich sein?

    • Dieser Beitrag wurde am vor 3 Wochen, 4 Tagen von  Webra geändert.
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  • Gartenfan

    Teilnehmer
    20. Juni 2024 um 8:07

    @Webra Vielleicht haben manche Politiker Angst vor der Entdeckung ihrer Schmiergelder .

  • seestern47

    Teilnehmer
    20. Juni 2024 um 9:36

    Ja, es gibt eine kleine Zahl von Superreichen, die für eine gerechtere Vermögensverteilung eintreten. Gut ist das. ThumbsupAber die Lobby der Superreichen, die das nicht möchten, ist nun mal größer. Es besteht die Gefahr einer Plutokratie. Smirk

    https://www.wissen.de/wortherkunft/plutokratie

    Diese stellte eine Gefahr für die Demokratie dar, zumal einige auch in rechtsextremen Kreisen verkehren.

    @Gartenfan – Hast Du das Thema nicht verstanden? Was soll dein debiles Politiker-Bashing?

  • Aglo

    Teilnehmer
    21. Juni 2024 um 16:58

    Diese Angelegenheit der BASF-Erbin betrifft nur Österreich; kein deutscher Mensch wird diese Wohltaten erhalten.

    Tja Gerechtigkeit wäre gut – ist aber sicherlich in einem menschlichen Leben nicht zu erreichen. Vielleicht nach dem Leben? Wenn wir vor Gott und der Himmelstür stehen? DArauf bauen zumindest die grossen Weltreligionen.

    Bis dahin sollten wir uns selbst überprüfen, ob wir bei jeder sich uns bietenden Gelegenheit wirklich auch gerecht handeln und leben? Ich bezweifle das – es ist auch einfacher,dies nur von “denen da oben” und von anderen einzufordern als von sich selbst. Aglo

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    21. Juni 2024 um 17:38

    Wahrscheinlich liegt es daran dass Erbschaften, wie im Steuergesetz verankert, keine Einkünfte aus Arbeit sind, ebenso wie bestehendes Vermögen? Theoretisch würde es sogar zu einer Doppelbesteuerung führen, wenn man davon ausgeht, dass Erbe, Vermögen, wie die “Reichtümer” (was immer das sei), bereits im Ursprung besteuert wurden. Das Tod zu einem neuen Besitzer führt macht ja die ursprüngliche Besteuerung nicht rückgängig.

    Nebenbei stimmt es ja nicht dass KEINE Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer anfällt, zumindest für Deutschland gilt – alles über die entsprechenden Freibeträge ist zu versteuern. Ebenso so werden Erträge aus Vermögen besteuert.

    Nun hast Du, Webra, Österreich als Beispiel gegeben und da kenne ich mich nicht aus. Trotzdem bin ich ganz allgemein der Auffassung – da steckt auch viel Neiddebatte drin, denn irgendwann wurde jedes Vermögen auch aus Arbeit aufgebaut.

    Wer dann Erbschaft verteilen will – gut – hat bestimmt niemand etwas dagegen.

    GeSa

    PS: @seestern47 kleine Frage – bist Du der Meinung dass “Fremdwort” weniger beleidigend ist? Oder meinst Du es fällt weniger auf? Angebracht ist es meiner Meinung jedenfalls nicht.

    • Dieser Beitrag wurde vor 3 Wochen, 2 Tagen von  GSaremba61 bearbeitet. Begründung: Nachfrage durch Nachtrag
  • rooikat

    Teilnehmer
    22. Juni 2024 um 7:57

    Guten Morgen GSaremba61, Neiddebatte würde ich eine Diskussion zu dem Thema nicht generell benennen. Da gibt es schon die verschiedensten Quellen, auch unverdiente bis tzur Grenze des Illegalen, aus denen mancher Reichtum entstand. Vom vererbten Gut mal abgesehen, spielt m.E. auch die Aufteilung eines Gewinnes zwischen Beteiligten auf allen Ebenen die entscheidende Rolle. Die beste Idee, die größte Verantwortung ist nichts ohne die Ausführenden.
    Wenn jemand sagt, er sei durch Arbeit reich geworden, dann frage, durch wessen Arbeit.

    • Dieser Beitrag wurde vor 3 Wochen von  rooikat bearbeitet.
  • GSaremba61

    Teilnehmer
    22. Juni 2024 um 11:12

    Liebe @rooikat wenn ich mich frage -durch wessen Arbeit – stelle ich gerne die Gegenfrage – wäre diese Frage ohne die, die Arbeit schaffen überhaupt möglich.

    Ich habe es erlebt. Mein Vater war selbständig und während die Mitarbeiter geregelte Arbeitszeiten und einen festen Lohn hatten arbeitete mein alter Herr, wenn es nötig war, Samstag, Sonntag, Abends. Wenn die Aufträge mal mager waren musste auch schon mal auf sein Gehalt verzichtet werden, oder es war niedriger als gerne gehabt.

    Legen wir den Blick in große Unternehmen und die Verantwortlichen ist es dort nicht anders. Dort sind die Führungskräfte, die so viel verdienen, meist auch am Wochenende erreichbar und auch im Urlaub kann das Telefon gehen, wenn entsprechende Entscheidungen anstehen, die Mitarbeiter nicht treffen können/wollen.

    Nein – wessen Arbeit – so einfach ist es nicht!

    Schön Dich zu sehenWink, GeSa

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    22. Juni 2024 um 11:17

    @Aglo Wohltat? Da würde ich erst mal den Steuerberater einschalten- denn zumindest sind in Deutschland alle Schenkungen über 10.000,–€ an Fremde zu versteuern. Bei Menschen, die bisher steuerfrei leben kann eine solche Schenkung schnell zum Bumerang werden. Sei es, dass der Steuersatz sich erhöht oder gar dann durch Steuerzahlungen das eigene Geld sich verringert!

    GeSa

  • realo

    Teilnehmer
    22. Juni 2024 um 11:19

    Die an materiellem Gut reichen Menschen im Kapitalismus, das ist immer wieder Thema.

    Wenn es um Gerechtigkeit geht, warum eine Steuer, die der Staat einkassiert, jeder Reiche kann Stiftungen gründen und so das Geld gemeinnützigen Zwecken zuführen, wenn er das möchte. Die meisten Industriellenfamilien tun es. Der Privatbesitz an Kapital ist im Kapitalismus nun ein mal eine Grundbedingung, so definiert sich diese Gesellschaftsform. Nicht der Staat hat die Macht, sondern das Kapital. Deshalb ist es unlogisch, wenn der Staat das Kapital gegen seinen Willen abkassiert. Jetzt gibt es die Demokratie, das Parlament und die soziale Marktwirtschaft, dadurch wird das Kapital beeinflusst, aber der Privatbesitz bleibt das höchste Gut. Das ist in dieser Gesellschaftsform gerecht.

    Ich möchte dieses Kapital nicht haben, ich hätte Angst als jemand, der stets bescheiden lebt, mit diesem Privatbesitz und der Verantwortung nicht mehr ruhig schlafen zu können. Ich habe nicht nur alles, was ich brauche, ich habe mehr, aber ich kann damit gut schlafen, das tut gut, das empfinde ich als gerecht.

    • Dieser Beitrag wurde vor 3 Wochen, 1 Tag von  realo bearbeitet.
  • rooikat

    Teilnehmer
    23. Juni 2024 um 11:05

    Guten Morgen @GSaremba61, eben deswegen schrieb ich:
    … spielt m.E. auch die Aufteilung eines Gewinnes zwischen Beteiligten auf
    allen Ebenen die entscheidende Rolle. Die beste Idee, die größte
    Verantwortung ist nichts ohne die Ausführenden
    .
    Beide Seiten sind doch voneinander abhängig, hängt auch vom Beruf, von der Tätigkeit ab. Ich hatte mehrfach Arbeitsstellen, wo es selbstverständlich war Tag und Nacht bereit zu sein, Wochenenden, Feiertage waren vergessen, wenn es notwendig war. Deshalb wechselte ich z.B. einmal die Stelle, weil wir unsre Tochter bekamen.
    Was ist z.B. mit dem Chirurgen, der die wichtige OP durchführt, was mit all den anderen Personal, von denen das Ergebnis abhängt – der Chefarzt, der oberste in der Hierarchie erhält das höchste Gehalt, obwohl er evtl. nicht mal den Patienten gesehen hat. Geht etwas schief, werden zuerst die direkt Handelnden zur Verantwortung gezogen, weitere Vorgesetzte bekennen sich evtl., finden aber oft Auswege.
    Dazu kommen die mit Höhe des Gehaltes zusammenhängenden Leistungen; in vielen Berufen die Aufwandsentschädigung o.ä.. Diese steigt mit der Position, obwohl die Aufwendungen mit steigender Position meist sinken. So habe ich es erlebt, in zwei völlig verschiedenen Systemen gleich.

    Ich rede auch nicht vom Leiter eines Projektes. Ich meine Besitzer, Vorstände, Leitungsgremien, die Managerriege.
    Ich schrieb v.e.Z. etwas zu den Boni die sich der Vorstand der DB zuteilte; klingt es nicht wie ein schlechter Witz, wenn der Vorstandsvorsitzende für 200%ige Übererfüllung der CO²-Einsparung 438.600 € erhält?
    WO, WIE hat ER diese Menge einsparen können Thinking Tabelle im Internet abrufbar. (DB gesamt 2022 rund 320.000 MA)
    Diese Liste ist unendlich…

    Verantwortung ist auf jeden Fall angemessen zu werten, aber es muss im Rahmen bleiben. Und die wachsende Umverteilung ges Geldes von unten nach oben sagt ja auch einiges aus.

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