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Verzeihen
Von Gelöschter Benutzer am 1. Februar 2021 um 10:39Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen,
dem Reuelosen um unseretwillen.
(Marie von Ebner- Eschenbach)
seestern47 antwortete vor 5 Jahre 6 Mitglieder · 17 Antworten -
17 Antworten
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@Fletchy
Es handelt sich um ein Gleichnis. So ein Ding bedient sich der Erzählung von möglichem Alltagsgeschehen, um daran bildhaft etwas darüber Hinausweisendes zu veranschaulichen.
Der dargestellte Alltag samt den „Folterknechten“, die Schulden eintreiben, ist von heutigem kriminellen Milieu gar nicht so weit entfernt, wenn man‘s recht betrachtet.
Und seit wann, denkst Du, kannte die Menschheit das Einmaleins?
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Smile @etaner34, @seestern47, ich widerstehe Hass oder Groll und überstelle es der höheren Gerichtsbarkeit im Vertrauen auf die bewährte ausgleichende Gerechtigkeit.
LG C
ccco -
Da wir dann schon bei der Bibel angekommen sind…
Matthäusevangelium 18,21–35
„In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal? Jesus sagte zu ihm: Nicht siebenmal, sondern sieben mal siebzig mal.
Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente (alte Währungseinheit) schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.
Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist!
Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.
Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.“
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Das habe ich bis vor kurzem wie Du gesehen. Mittlerweile denke ich etwas anders darüber.
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Ich bin ganz bei Dir, @Cocco
Ich finde auch, es gibt Dinge, die man nicht verzeihen kann/muss? Diese Doktrin ist doch einfach nur ethisch/religiös bedingt, oder?
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Sehe ich auch so @Mondin; wobei es für mich einen Unterschied macht, wie nah mir eine uneinsichtige Person steht um etwas „verzeihen“ zu können.
Zum eigenen Seelenfrieden trägt m.E auch schon bei, etwas zu „vergeben“, ganz im Sinne „Herr vergib ihr/ihm/ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“.
LG C
cco
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@Fletchy
Jemandem verzeihen, der nicht bereut, ist wie Schreiben in Wasser. (Japanisch)Fletchy
Und doch . . . verzeihen um unseretwillen befreit von Groll, der uns ein Leben lang belastet!
Wer es kann, lebt ganz bestimmt ruhiger.
Mondin
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