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  • Und auf einmal steht es neben dir ...

    Von eisblume am 1. Dezember 2019 um 19:49

    Und auf einmal merkst du äußerlich,
    Wieviel Kummer zu dir kam.
    Wieviel Freundschaft leise von dir wich,
    Alles Lachen von dir nahm.

    Fragst verwundert in die Tage,
    Doch die Tage hallen leer.
    Dann verkümmert deine Klage ..,
    Du fragst niemanden mehr.

    Lernst es endlich, dich zu fügen,
    Von den Sorgen gezähmt.
    Willst dich selber nicht belügen
    Und erstickst es, was dich grämt.

    Sinnlos, arm erscheint das Leben dir,
    Längst zu lange ausgedehnt —
    Und auf einmal –: Steht es beben dir,
    An dich angelehnt —
    Was?
    Das, was du so lang ersehnt.

    Joachim Ringelnatz

    eisblume antwortete vor 6 Jahre, 2 Monaten 1 Mitglied · 0 Antworten
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