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Es ist schon erstaunlich, dass immer noch nach den Atomkraftwerken, diesmal in verkleinerter Form, gerufen wird. Man hat immer noch nichts gefunden für ein Endlager, es will ja auch niemand in seinem Bundesland haben, warum dann immer noch der Ruf nach neuen Reaktoren da auch der Strom der teuerste überhaupt ist. Die Entstehungskosten für Atomstrom liegen zwischen 13,6 und 49 Cent pro Kilowattstunde, für Erneuerbare Solarstrom 4,1 und 6,9 Cent pro kWh, für Windkraft zwischen 4,1 und 9,2 Cent.
Wenn die Gefahr, die von Atom ausgeht, schon nicht berücksichtigt wird, dann sollten vielleicht die Kosten eine Rolle spielen. Wobei bei der Atomkraft noch nicht einmal die Entsorgung und der Rückbau in die Kosten mit eingeflossen sind.
Außerdem wird uns immer wieder erzählt, dass das Wasser immer knapper wird und das wird auch benötigt, um die Kernkraftwerke zu kühlen. In Frankreich mussten im Sommer einige abgeschaltet werden, weil nicht genügend Wasser zur Verfügung stand.
Warum will man jetzt wieder weg von den erneuerbaren Energien? Man müsste nur die Leitungen weiter ausbauen, die Entwicklung der Technik für die Speicher, die bereits vorhanden ist, weiter fördern. Aber offensichtlich ist man zu sehr mit der althergebrachten Energiewirtschaft verbandelt, als dass man sich für Solar, Fotovoltaik und Windkraft stark manchen will oder kann.
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Nun schreibe ich doch auch paar Worte zu diesem Thema und hänge mich an deinen Beitrag,
liebe @Heigi …
Im Sommer 1988 war ich mit meinem damaligen Partner über Jugendtourist u.a. in Kiew.
Die Menschen mit denen wir reden „durften“, waren überwiegend ahnungslos über Folgen des Gaus ect…
Im Sommer 1988, also 2,5 Jahre nach dem Gau, wurde in Kiew in der Stadt selbst am Rand der Fußwege die Erde abgetragen…
Ansonsten bekamen wir keine Antworten auf Fragen, die z.B. eine Kinderkrankenschwester aus unserer Reisegruppe stellte. – Sie betreute krebskranke Kinder in Rostock an der Uniklinik.
Unser Reiseleiter aus der Ukraine war völlig uninformiert und/oder stelle sich dumm.
Paar Jahre später habe ich in einer Dokusendung gesehen, dass einer der Verantworlichen für die Reaktorsicherheit eindeutig sagte: ….das, was passiert ist, war vermeidbar. Es sollte die „Belastbarkeit“ getestet werden…Und dann kam es zum Gau. –
Nicht lange nach dieser Doku las ich eher zufällig, dass dieser Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes sich über seine Schweigepflicht hinweg gesetzt hatte …, die Konsequenz aus dem Unglück zog und Suizid begangen hat …
Was uns als Reisegruppe schon damals sprachlos werden lies, nicht nur dass alles vertuscht wurde, was möglich war, sondern auch die unglaubliche Naivität, und wie die Bevölkerung für dumm verkauft wurde…
LG – happyday
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@forscher: Ich glaube, die sog. Wirtschaftskrise liegt nicht an den still gelegten AKW, sondern an anderen Faktoren wie z. B. Chinas Preis-und Lohnpolitik, dazu jetzt auch die Kapriolen von Trump mit seinen Zöllen, und nicht zuletzt am Fachkräftemangel plus Bürokratie. Allgemein muss sich auch die deutsche Wirtschaft veränderten Bedingungen anpassen. Wenn D konsequent erneuerbare Energien fördert, kann es mMn auch ohne Atomstrom klappen.
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realo,
ich finde nicht, dass es ein Hype „im Westen“ ist, es war schlicht eine Katastrophe, höchst wahrscheinlich durch einen Konstruktionsfehler verursacht, nicht durch ein Naturereignis wie Fukushima. Die Ideologie (Kommunisten) hat damit nichts zu tun. Wenn meine Ostberliner Freunde nicht lügen (was sie ganz bestimmt nicht tun), erfuhren die DDR-Bürger ziemlich schnell von dieser Katastrophe und zwar aus dem Westradio und teilweise Westfernsehen. Später durften dann auch die Sowjetbürger von der wahren Kontaminierung der Region erfahren, bzw. wurden aufgeklärt.
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Den Osten gibt es nicht mehr in dem laut Westen vertuscht wurde, aber im Westen ist das Thema Tschernobyl nach wie vor ein großes Thema. Gestern wurde in den Nachrichten sehr lange berichtet, der Super-Gau in der Sowjetunion ist im Westen nach wie vor ein Hype. Es sind die bösen Kommunisten, die diesen Unfall verursacht haben, das werden wir im Westen groß und breit auswalzen. Der Beweis für die Bösartigkeit der Russen, auch wenn das AKW in der Ukraine steht. Ich bin der Ansicht, dass bei dieser Katastrophe gewisse Geheimdienste ihre Finger im Spiel hatten, ich glaube nicht an ein Naturereignis.
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@Genuss: Es ist deshalb nichts passiert, weil die Menschen in der alten BRD rechtzeitig aufgeklärt wurden. In Bayern z. B. gab es sehr erhöhte radioaktive Werte bei Pflanzen und Milch z. B. Vor dem Pilzsammeln wurde gewarnt und die Schulmilchlieferung wurde eingestellt. Die Gemüsebauern hatten es auch nicht einfach. Ich erinnere mich noch, dass eine bekannte bayer. Firma ihre Milchprodukte zu den Nordlichtern schickte, in der Hoffnung, dass die so dumm wären, sie zu konsumieren. 😉
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@Genuss DAS hätte ich als „Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)“ auch geschrieben, um weiteren Beschwerden aus dem Wege zu gehen..
Hoffen kann ich ich nur, dass das zutrifft – und wenn nicht: Die Grenzwerte höher ansetzen.
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@Heigi was ist passiert…
nix ist passiert nur die Leute wurden verrückt gemacht.
Direkte und nachgewiesene gesundheitliche Auswirkungen
- Offizielle Studien und Behörden wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) kommen zu dem Schluss, dass es in Deutschland keine eindeutigen Nachweise für negative gesundheitliche Strahlenwirkungen durch den Reaktorunfall gibt.
- Die zusätzliche Strahlenbelastung in Deutschland seit 1986 wird als relativ gering eingeschätzt, etwa vergleichbar mit der natürlichen Strahlenbelastung über einige Jahre.
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