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Auch ein Erbe wurde mal erarbeitet. Und mir ist lieber sie leben von den Erträgen der Arbeit ihre Ahnen, als wie z.B. Schlecker, ein Unternehmen zugrunde richten, weil sie keine unternehmerischen Fähigkeiten haben. Das schützt dann allem voran nicht die Reichen, sondern die Arbeitnehmer.
Du meinst also wenn man mehr Steuern auf Einkommen zahlt wird man reicher. Seltsam, da machen die Gutverdiener etwas falsch

Die Mär der Gefährdung habe ich nie verstanden. Wenn ich in die Welt schaue habe ich eher den Eindruck pleite gegangen sind die Staaten, bei denen das Kapital in einer Hand (Staat) liegt/ lag und die Bürger alle gleichgeschaltet sind/waren.
Für mich wird die Mittelschicht nicht durch das Steuersystem immer ärmer, sondern weil die Bürger – Geiz ist geil – bevorzugen und damit die Löhne und Gehälter immer geringer werden. Wie z.B., wenn einem die Präsenz im Bankenbereich zu teuer ist und lieber ohne Beratung Online-Banken bevorzugt. Oder lieber bei Amazon bestellt (nachgewiesen Steuerentziehung im Land) statt den örtlichen Ladenbesitzer durch direkten Kauf zu unterstützen und damit auch wieder die Arbeitnehmer. Produktionen ins Ausland verlegt werden. Da gibt es noch viele Beispiele. DAS ist problematisch!
Ich bin überzeugt, wenn wir die Corona-Zeit einiger Maßen im Griff und einen Überblick über die Staatsschulden haben werden wir auch über Steuer reden. Ich bin gespannt wer dann als Erster wieder ein Problem erkennen wird.

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@Gsaremb61
Das hinkt. Die meisten Reichen sind durch Erbschaft reich geworden.
Sie haben das Geld also nicht selbst erarbeitet.
Vielmehr fließen Ihnen die Früchte des Erbes zu Lebzeiten zu.
Im Grunde unterscheidet sich dies nicht von anderen Formen des Geldzuflusses, wird jedoch unterschiedlich besteuert.
Und darin steckt die nicht nachvollziehbare Unterscheidung zugunsten von Menschen, die schon soviel Geld haben, dass sie nicht mehr arbeiten müssen (Reiche).
Und um Neid geht es nicht, sondern die Finanzierung des Staates und um Demokratie.
Denn wenn ein kleiner Teil der Bevölkerung einen großen Teil des Kapitals hat, ist diese gefährdet.
Durch dieses Steuermodell werden zudem Reiche immer reicher und die Mittelschicht immer ärmer.
Auch das ist problematisch.
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Der Unterschied @Herbert – Einkünfte aus Arbeit oder Gewerbebetriebe nennt man Einkommen. Erträge sind aus nicht erarbeitetem Geld.
Doch, Herbert, man kann es sich aussuchen. Wie heißt es: Spare in der Zeit – dann hast …….
Also mehr Steuern auf Einkommen nenne ich jetzt nicht privilegiert. Auch die Reichen haben sich ihr Vermögen irgendwann mal erarbeitet. Für mich ist das mehr eine Neiddebatte als eine Gerechtigkeitsdebatte.
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Erträge werden unterschiedlich besteuert:
Einkünfte aus Arbeit oder Gewerbebetrieb: Progressiv bis zu 45%
Kapitalerträge: 25%
Richtig ist, dass alle Bürger in diesem Punkt gleich behandelt werden.
Es ist jedoch so, dass man sich nicht aussuchen kann, ob man zu den Begünstigten zählt, die ihre Einkünfte aus Kapitalerträgen beziehen.
Dafür muss man bereits reich sein. Und in diesem Fall wird man steuerlich privilegiert.
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Gerecht daran ist, dass alle und nicht nur die Quants, die Erträge erwirtschaften gleich besteuert werden. Und alle, die ein Einkommen über einem guten Lebensstandard haben (nicht reich) ebenfalls gleich behandelt werden. Die, die als reich erkannt werden – also nicht die ab 57.053€ – zahlen alle nochmal mehr Steuern.
Fazit: Kein Reicher wird wie ein Armer behandelt. Wenn man dann noch die Steuerfreibeträge betrachtet, dann werden Arme nicht wie Reiche behandelt.
Ob der Steuersatz für Reiche ausreichend ist? Darüber könnte man nachdenken. Prozent ist Prozent = Berechnung auf 100 und das „100“ der Reichen gibt sehr viel mehr her als das „100“ der Armen bzw. Gutsituierten. Das gilt auch für die Kapitalertragssteuer.
Was gerecht ist bestimmt das Gleichbehandlungsgesetz und ich finde, unter Berücksichtigung der steuerfreien Niedrigeinkommen und der unterschiedlichen Steuerklassen z.B. mit Kindern, wird hier das Gesetz eingehalten.
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