Startseite Foren Religion & Glauben Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?

  • Zoe

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 15:24

    Dann habe ich das Richtige getroffen @forscher . Wenn ich Dich frage, wie Du „malusi“ findest, dann mußt Du wie ein Schaf kucken und sagen „wie, malusi“?

  • forscher

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 15:14

    @Zoe …“malusi“ ? nun stehe ich aber „auf dem Schlauch“ hmmm…?

  • Zoe

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 14:49

    Vor vielen Jahren habe ich einmal einen Bericht über die Kirchen und die Christen in den östlichen Bundesländern gelesen. Es wurde über eine Umfrage auf der Straße geschrieben, bei der Jugendliche u.a. gefragt wurden: „Glauben Sie an Gott“? Es soll einige gegeben haben, die darauf geantwortet haben: „Wie, Gott?“. Falls das stimmt, dann würde dies bedeuten, daß manche junge Menschen mit dem Wort „Gott“ nichts haben verbinden können. Ein Wort wie „malusi“ …

  • Heigi

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 14:06

    Zoe.“…daß die Sprache zäher fließt als die Realitäten…“ So hört man z. B. immer noch ab und zu den Spruch „…bis zur Vergasung“.

  • Zoe

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 9:48

    @Yossarian […] Wenn die Anrufung Gottes zu einer Floskel wird, dann hat das Gesagte
    aber auch nicht wirklich eine Bedeutung – so wie das mit Redewedungen
    halt so ist. Da stellt sich automatisch die Frage, ob nicht auch der
    Gott an Bedeutung verliert, wenn aus einer Anrufung etwas wird, das ohne
    wirkliche Bedeutung einfach so dahergesagt wird, weil das in dieser
    Situation jeder sagt?

    Ja, im allgemeinen gesellschaftlichen Bewußtsein (ich weiß, das ist ein schillernder Begriff, reduziert auf einen Aspekt kann es bedeuten, daß immer weniger Bürger*innen eines Staates an Gott glauben) wird Gott zunehmend bedeutungsloser, und wenn man die Überlegung extrem zuspitzt, dann könnte es sein, daß man irgendwann einmal in ferner Zukunft nur noch weiß, daß das Wort „Gott“ eine Bedeutung hatte, weil es in Redewendungen erhalten geblieben ist. Bis es auch aus der Sprache verschwunden ist. S o wird es wahrscheinlich nicht kommen, aber ich finde die Überlegung interessant, wie sich in der Sprache das gesellschaftliche Bewußtsein spiegelt und auch, daß die Sprache zäher fließt als die Realitäten (wir haben eine Fülle von militärischen Metaphern, ich achte immer darauf, die Gegenstände und die Struktur des Krieges sind inzwischen völlig andere geworden).

  • realo

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 9:36

    Es ist ja nicht so erstaunlich, dass das, was der Pfarrer seit 2000 Jahren, seit Beginn des Christentums von der Kanzel predigt und die Gläubigen bibbernd unten sitzen und hoffen, dass der Zorn Gottes nicht gar so doll ausfällt, oft im Alltag zitiert wird, auch heute noch. Viele Bibelzitate sind inzwischen geflügelte Worte in der Literatur ganz allgemein. Es werden auch viele andere ‚Berühmtheiten‘ häufig zitiert, Einstein, Brecht, Freud usw. da sind die Bibelzitate nur auffällig, wenn man gezielt den Fokus darauf lenkt.

  • Yossarian

    Mitglied
    21. Juli 2024 um 7:43

    Moin, @cocco Stimmt, solche Redewendungen sind alltäglicher Sprachgebrauch. Vielleicht benutzen manche oder sogar die meisten sie ohne darüber nachzudenken, was sie da sagen. Doch was folgt daraus? Für mich bedeutet es, dass eine Anrufung Gottes zu einer alltäglichen Floskel wurde, die man in der jeweiligen Situation halt so sagt. Wenn die Anrufung Gottes zu einer Floskel wird, dann hat das Gesagte aber auch nicht wirklich eine Bedeutung – so wie das mit Redewedungen halt so ist. Da stellt sich automatisch die Frage, ob nicht auch der Gott an Bedeutung verliert, wenn aus einer Anrufung etwas wird, das ohne wirkliche Bedeutung einfach so dahergesagt wird, weil das in dieser Situation jeder sagt?

  • Cocco

    Mitglied
    20. Juli 2024 um 20:50

    stimmt Carlinette @Carlinette …dessen scheinen sich viele gar nicht bewusst, denn wie oft kann man z.B. hören oder lesen: „ach mein Gott !“ – „Herr im Himmel !“ – „um Himmelswillen !“ – „der Herr erbarme sich“ – „Herr schmeiß Hirn vom Himmel !“ – „lieber Gott…!“ – „Herr gib mir die Kraft (…)“ – „Gott sei Dank“ usw. usw.

    in diesem Sinne:

    🖐🤣himmlisches Wochenende !

  • Carlinette

    Mitglied
    20. Juli 2024 um 19:46

    Eine Randbemerkung: Auch wenn die meisten von uns heute keiner Kirche oder sonstigen Glaubensgemeinschaft mehr angehören, ist es doch irgendwo lustig, wie sehr unsere Sprache von Bibelzitaten geprägt bleibt – Heulen und Zähneknirschen! Zähneklappern war mir geläufiger, aber siehe da, die Übersetzung Zähneknirschen scheint sich in jüngerer Zeit durchzusetzen.

    Einen frohen Sonntag allen Mitlesern und -schreibern!

  • forscher

    Mitglied
    20. Juli 2024 um 15:24

    Hi ;- @Sangoma und die knirschen nicht mehr ;-

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