Startseite Foren Religion & Glauben Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?

  • happyday

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 22:02

    @Yossarian , die Zuversicht in Hinblick auf die Menschheit habe ich eben mit dem Zitat von Tucholsky eingegrenzt…

    Wünsche dir ebenfalls eine angenehme Nacht, happy

  • Yossarian

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 21:57

    @happyday In deinem Beitrag von 20:53 Uhr hast du die persönliche Zuversicht und die für den Friedenswillen der Menschen angesprochen. Die zweite habe ich wie schon beschrieben nicht, die erste dagegen schon. Ich habe schon die unterschiedlichsten Schwierigkeiten bewältigt und mein Lieblingskommentar dazu lautet: ich habe meine Jugend überlebt und schlimmer kann es nicht mehr werden. 😉

    Ich wünsche dir eine angenehme Nacht.

  • happyday

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 21:34

    @Yossarian

    Ohne diese Zuversicht wäre ich in meiner Arbeit als Trauma-Therapeutin nicht hilfreich für meine Klienten, die ich noch immer unterstütze und die mir vertrauen.

    Ein Zitat, das Kurt Tucholsky zugeordnet wird, gefällt mir gut: „Es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass Menschheitsprobleme gelöst werden. Sie werden von einer gelangweilten Menschheit liegen gelassen.“

  • Yossarian

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 21:24

    Glückwunsch zu der Zuversicht, @happyday . Ich sehe das langfristig betrachtet anders. Homo Sapiens ist zum Aussterben verurteilt, weil er es in mehreren tausend Jahren nicht gelernt hat, mit seinesgleichen und seiner Umwelt in Frieden zu leben. Der Gedanke „mache dir die Erde untertan“ mit seiner ganzen Aggressivität scheint in den Genen verankert zu sein. Nur der H.S. hat seine Umwelt so verändert, dass sein Überleben immer fraglicher wird.

    @mondin hat es mit der Frage auf den Punkt gebracht, woher die Naturgesetze kommen und warum sie so genau so sind, wie sie sind. Doch wenn wir diese für uns nicht beantwortbare Frage irgendeinem göttlichen Etwas zuschreiben, sind wir dann anders als unsere Vorfahren vor 2000 Jahren, die sich ein Gewitter nicht erklären konnten und dafür einen Gott verantwortlich machten? Ich sehe da keinen Unterschied.

  • happyday

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 20:53

    @Mondin

    Das hast du gut beschrieben…

    Z.B. diese Zuversicht, von der du schreibst, habe ich auch. Nach allem, was ich schon überstanden habe, schaffe ich die Jahre, die mir noch geschenkt werden, ganz sicher.

    Zuversichtlich bin ich auch, dass Menschen den Wunsch nach Frieden in sich tragen. Diejenigen, denen Machtausübung um jeden Preis das Wichtigste ist, werden eine Minderheit bleiben. Auch wenn es sich gerade jetzt anders anfühlt, weigere ich mich, pessimistisch zu werden …

    happyday

  • Mondin

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 20:24

    Ich bin mir sehr sicher, dass ich wenig Ahnung habe, was „die Welt zusammen hält“. Das werden wir Menschlein ganz bestimmt auch nie erfahren.

    Aber irgend etwas (eine Kraft?) ist da, das die Welt sich im Rahmen der Naturgesetze entwickeln lässt. Viele dieser Naturgesetze wurden und werden erforscht. Doch die Frage, woher sie kommen und warum sie so sind, wie sie sind, ist eine ganz andere.
    Ob ich glaube? Bestimmt nicht an einen personalisierten Gott, dem man alles Gute zuschreiben kann, aber auch vorwerfen kann, dass es alles Böse gibt.
    Manchmal fühle ich eine Zuversicht, nicht, dass mir nichts zustoßen kann, aber das Vertrauen, dass ich es – bis auf mein Sterben – überstehen werde. Dann habe ich eine kleine Ahnung davon, dass es noch viel gibt, was unser Verstand (noch?) nicht fassen kann. Ja, ich glaube daran, dass es noch vieles gibt, das uns verborgen ist und bleiben wird. Wenn es das ist, wonach gefragt wurde, ja, dann glaube ich. Die Institution Kirche trägt dazu allerdings nichts bei.

    Mondin

  • happyday

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 19:55

    Lieber @Geniesser , keinerlei Grund, dich zu entschuldigen…

    Klar, diese Argumente des Pfarrers sind unendlich oft dem „Fußvolk“ – wie auch mir – vermittelt worden. – Andererseits sind sich einige Hirnforscher nach wie vor nicht sicher, ob unsere Gehirn überhaupt eine freie Entscheidung – sprich den freien Willen – „zulässt“. Doch das ist ein anderes Thema …

    Viel Spaß beim Fußball. – LG – happyday

  • Geniesser

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 19:41

    Entschuldige bitte liebe @happyday happyday, dass ich erst jetzt auf deinen heutigen Beitrag von 13.27 Uhr eingehe, aber…ich war heute im schönen Tankumsee schwimmen. Ansonsten…ja, die Argumente des Pfarrers kenne ich, habe diesbezüglich auch schon mehrere Diskussionen geführt. So positiv es ja ist, den Menschen einen freien Willen zu schenken, so notwendig wäre es aus meiner Sicht aber doch auch, Fehlverhalten und Schaden für die Menschheit versuchen zu vermeiden. Nun ja…ich wiederhole mich, ich glaube nicht mehr an Gott und tue, was in meiner Macht liegt. Ich spende u.a. an die Welthungerhilfe, an Brot für die Welt, SOS-Kinderdorf (habe neulich erst ein Urkunde für 30-jährige Freundschaft erhalten) und andere soziale Einrichtungen, die Menschen helfen.

    Und nun…auch das gehört zum Leben…freue ich mich auf das heutige Halbfinale-Spiel der Fußball-EM zwischen Spanien und Frankreich.

    Beste Grüße in wohlverstandenem Sinne, G.

  • Anele

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 18:43

    Yossarian, ich bin eine von denen, die nicht an einen Gott glauben. Gott ist für mich eine Fiktion, mehr nicht. Und ich gehöre zu denen, die sich weniger dafür interessieren was WAR, sondern was IST und was WIRD. Und diverse Spekulationen sind für mich ein NO GO !!!

  • Yossarian

    Mitglied
    9. Juli 2024 um 17:49

    @Zoe schrieb: „Von all denen, die gesagt haben, sie würden nicht an (einen) Gott
    (personal und auch nicht personal?) glauben, interessiert mich zu
    wissen, ob Ihr ein anderes Konzept habt, wie die Welt geordnet ist[…]“
    Die Naturwissenschaften dringen ständig tiefer in diese Ordnung vor und trotzdem kann es sein, dass der Urgrund nie erforscht wird. Dann ist es halt so. Vielleicht unterscheiden wir uns in erster Linie darin, dass ich akzeptieren kann, das es Grenzen des Wissens gibt. Wir können nicht wissen, wie unser Universum „von außen“ aussieht, weil wir den Raum nicht verlassen können. Wir können nicht wissen, ob es zahllose andere Universen gibt und wir in dem einen sind, das die optimalen Voraussetzungen für das Entstehen von Leben bietet. Spekulieren kann man unendlich viel, aber wissen nicht. Genausowenig kann man wissen, ob es einen Gott gibt. Der Glaube an ihn bietet lediglich den Ausweg, um das Unerklärliche nicht akzeptieren zu müssen.

    Soviel zu meiner Antwort auf deine Frage.

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