Startseite Foren Religion & Glauben Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?

  • Yossarian

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 13:22

    Interessant fand ich heute die verlinkte Meldung. Eine Schöffin zieht vor das Bundesverfassungsgericht. Sie wurde von der Tätigkeit als Laienrichterin ausgeschlossen, weil sie nicht auf ihr Kopftuch verzichten wollte. Zitat aus dem Artikel „Das Tragen des Kopftuches während der Sitzung verstoße gegen § 2 Abs. 1
    Justizneutralitätsgesetz NRW (JNeutG NRW), so das OLG. Danach ist es
    Beschäftigten sowie ehrenamtlichen Richtern in der gerichtlichen
    Verhandlung untersagt, wahrnehmbare Symbole oder Kleidungsstücke zu
    tragen, die bei objektiver Betrachtung eine bestimmte religiöse,
    weltanschauliche oder politische Auffassung zum Ausdruck bringen.

    https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/verfassungsbeschwerde-kopftuch-verbot-schoeffin-staatliches-neutralitaetsgebot/

    Ich finde solche Vorschriften wichtig, denn Richter, egal ob Beamtete oder Laien müssen zur Neutralität verpfilchtet sein. Wie sollen sich Prozessbeteilgte in einer Verhandlung um ein Thema, das religiöse Themen in irgendeiner Form berührt, fühlen, wenn eine Richterin ihre Religiosität offen zur Schau trägt? Ich hätte kein Vertrauen zu ihrer Neutralität.

  • Cocco

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:59

    …zum Glück kann heute niemand mehr zum Glauben gezwungen werden..

  • Sangoma

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:55

    Schon in der Frühzeit der Menschheit wurde an etwas geglaubt. Später wurde es dann von sogenannten Religionslehren ausgenützt um das Volk im Zaun zu halten oder zu verdummen.

    Heute macht es das INTERNET. Rofl

    LG Hubert

  • Cocco

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:51

    12:39 👍Yossarian …so erweist sich manche Selbstdarstellung als Selbstbetrug – bleiben wir also gnädig…

    🖐😉LG

  • Yossarian

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:39

    Das kann man auch anders sehen, @cocco . Das eigentliche Zweck der Beiträge von @realo ist Selbstdarstellung und deswegen ist das Thema des thread unwichtiges Beiwerk. Ich finde es bedauerlich, dass seine Entgleisung vom letzten Montag gelöscht wurde. Da wurde nämlich deutlich sichtbar, was für eine Aggression in dem angeblichen Buddhisten steckt, der gern so tut, als würde er über den gewöhnlichen Dingen schweben. Solche entlarvende Beiträge sollten doch der Nachwelt erhalten bleiben.

  • Cocco

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:27

    12:03 … noch weiter ab vom eigentlichen Thema geht ja wohl kaum noch…

  • realo

    Mitglied
    11. Juli 2024 um 12:03

    Das Problem ist, dass so oft von ‚der Glaube‘ die Rede ist und es ist automatisch allein der Glaube an Gott gemeint. Ich erlebe auch ‚der Glaube‘, aber damit ist etwas ganz anderes gemeint. Deshalb komme ich weg vom Substativ und komme zum Verb ‚glauben‘, um zu belegen, dass damit alles gemeint ist, wozu der Mensch in der Lage ist, etwas zu glauben.

    Wenn ich glaube, dass ich morgen etwas zu essen bekomme, um überleben zu können, dann ist das ‚der Glaube‘ ans Leben völlig ohne Religion.

  • Zoe

    Mitglied
    10. Juli 2024 um 15:57

    @realo, in der Fragestellung des Threads lautet es „der Glaube“ und alle, die das Verb „glauben“ benutzt haben, haben das Verb eindeutig in den Kontext des Threadtitels gestellt. Wie Du schreibst, findet das Verb „glauben“ alltagssprachlich eine Anwendung ohne Bezug zu einem religiösen „Glauben“/“glauben“. „Ich glaube“ und dann muß eine Aussage folgen, die man im Modus des „glaubens“ für wahr hält, anders gesagt, man weiß nicht, vermutet, nimmt an, hält es für möglich usw. Wo ist das Problem?

  • realo

    Mitglied
    10. Juli 2024 um 12:42

    Ich bleibe dabei, das Wort glauben ist im Deutschen ein schwaches Verb und findet im Alltag ganz normale Anwendung völlig ohne Religion. So gesehen bin ich als Atheist ein gläubiger Mensch.

    Ordnungssysteme gibt es mehrere auf der Erde, die Religion, der Glaube an Gott, die Bibel ist eins davon, jedoch mit dem Nachteil, dass sich die Ordnung auf Glauben stützt. Meine Ordnung kommt aus der Erfahrung, aus dem Erlebten, das kann mir nicht nur keiner nehmen, es kann mir auch keiner streitig machen. Was ich erlebt habe und die Konsequenzen daraus sind für mich unumstößliche Tatsachen, daraus bildet sich die Lebensphilosophie.

  • seestern47

    Mitglied
    10. Juli 2024 um 9:54

    @Heide79 und @Mondin – Diese Ambivalenz und das Staunen teile ich mit Euch.

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