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Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?
Mondin antwortete vor 1 Jahr, 5 Monaten 24 Mitglieder · 252 Antworten
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Ein ganz einfaches Beispiel, @Zoe . Stell dir vor, es wird wegen eines Verstoßes gegen den Blasphemieparagraphen (klick mich) verhandelt und ein oder mehrere Richter geben schon durch ihr Äußeres zu erkennen, dass sie Gläubige gleich welcher Religion sind.
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Sobald man beginnt, sich in die Details eines problematischen Sachverhalts zu vertiefen, wird die Angelegenheit immer unübersichtlicher. S o zumindest geht es mir. Ausgangspunkt war eine Schöffin und nicht Richter, Staatsanwälte oder Verteidiger oder Rechtsreferendar*innen.

Schöffen vertreten das Volk (ich sehe nicht nochmal nach, wie es in dem besagten Artikel ausgedrückt war) und insofern haben die Argumente derer, die die muslimische Schöffin verteidigen, etwas für sich. Muslime sind Teil unserer Gesellschaft. Die Schöffin vertritt mithin das Volk. Gut, und nun muß man dann wieder abwägen, was wichtiger ist oder mehr Recht für sich in Anspruch nehmen kann, das Neutralitätsgebot oder die Funktion, die Schöffen erfüllen.
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@GSaremba61 schrieb: „Ich jedenfalls würde nicht die Neutralität einer Person daran festmachen, die religiöse Symbole trägt. Da beginnt bei mir schon die Fremdenfeindlichkeit um nicht zu sagen – der Rassismus.“
Ja, das kann man so sehen – jedenfalls dann, wenn man nicht über mögliche Implikationen nachdenkt. Wenn aber ein Thema verhandelt wird und einer oder mehrere Richter deutlich zu erkennen geben, dass sie sich eienr Seite zugehörig fühlen, dann könnte das anders aussehen.
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@GSaremba61 : Es gab sogar mal ein Urteil des BVerfG “Hier kommt
keiner der kollidierenden Rechtspositionen ein derart überwiegendes
Gewicht zu, das dazu zwänge, der Beschwerdeführerin das Tragen
religiöser Symbole im Gerichtssaal zu verbieten oder zu erlauben.”Ich bin zu doof, um das zu verstehen. Was folgt denn daraus? Daß die Beschwerdeführerin tun darf, was s i e möchte? Ich würd’s nur gern verstehen. Das ist alles.

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…unter „Religion und Glauben“ liegt wohl auf der Hand, um welche Art von Glauben es geht…
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Ist es nicht so, dass alles was nicht beleg-/beweisbar ist Glaube oder glauben ist?
Also auch Menschen, die ein Urteil über Unbekannte abgeben glauben zu wissen. Der Glaube an ihre Berechtigung ist dabei ganz wichtig und oft unerschütterlich.
Fazit: Jeder glaubt – unabhängig vom kirchlichen Glauben.

GeSa
Nachtrag: @Zoe Ungleichbehandlung – ja – obwohl es in unserem Land ein Gleichbehandlungsgesetz gibt, dass sich auch ausdrücklich auf Religionen bezieht. Wie hier schon geschrieben Kreuze an der Wand erlaubt. Es gab sogar mal ein Urteil des BVerfG „Hier kommt
keiner der kollidierenden Rechtspositionen ein derart überwiegendes
Gewicht zu, das dazu zwänge, der Beschwerdeführerin das Tragen
religiöser Symbole im Gerichtssaal zu verbieten oder zu erlauben.“Ich jedenfalls würde nicht die Neutralität einer Person daran festmachen, die religiöse Symbole trägt. Da beginnt bei mir schon die Fremdenfeindlichkeit um nicht zu sagen – der Rassismus.
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Aus dem von @Yossarian (Beitrag 13.22) verlinkten Artikel:
Vor vier Jahren hatte das BVerfG bereits über die Frage nach einem Kopftuchverbot für Rechtsreferendare entschieden […]
Ich habe das Urteil des BVerfG angeklickt, ob es sich um männliche oder weibliche Rechtsreferendare handelt. Oja, es handelte sich um eine Rechtsreferendarin. Ich kann selber noch gar nicht sagen, ob ch es für die Sache (Neutralität) wichtig finde oder nicht, aber männliche Muslime tragen keine „wahrnehmbaren Symbole oder Kleidungsstücke“ ihres Glaubens.
NS etwas später: Ist es Schöffen und Schöffinnen erlaubt, eine Kette mit einem kleinen Kreuz um den Hals zu tragen? Sichtbar, wenn mann/frau ein Hemd oder eine Bluse trägt? Schöffen tragen keine Robe, g l a u b e
ich. Meine Gedanken gehen in Richtung Ungleichbehandlung. Christen und Muslime sowie dann noch einmal Frauen und Männer. -
Hingegen darf im Gerichtssaal eines christlich geprägten Landes ein Kreuz hängen…
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