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Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?
Mondin antwortete vor 1 Jahr, 5 Monaten 24 Mitglieder · 252 Antworten
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Cocco: „…der Unterschied liegt wohl eher in der glaubensbedingt unterschiedlichen Rechtsauffassung, ob nun mit oder mit ohne Kopftuch…“
Eine Umfrage unter Muslimas hat ergeben, dass sie ihr Kopftuch ohne Zwang, bzw. freiwillig tragen. Sie handelten so, wie im Koran geschrieben und aus Liebe zu Gott und seinen Geboten. In Europa mag dies für sie so sein, aber wehe, sie leben im Iran, Pakistan oder gar Afghanistan. Der Islam ist, wie alle Weltreligionen, von Männern erfunden und von ihnen definiert. Im „christlichen Abendland“ ist das Patriarchat auch noch nicht ganz abgeschafft.
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@GSaremba61 schrieb: „[…]Gut, dass es hier jemanden gibt, der immer wieder Unbekannte be-/verurteilt und wieder mal glaubt etwas
zu wissen und dieses als Tatsache darstellt. Ja, der Glaube (an sich
selbst) kann Berge versetzen und blind machen. Es geht nichts über
Selbstgerechtigkeit. „Diese Selbstkritik von dir ist krass aber nichtsdestotrotz wirklich lobenswert.
Bei allem, was du zum Thema beigetragen hast ist dir dummerweise entgangen, dass es bereits ein einschlägiges Urteil des Bundesverfassungsgerichts gibt. Das wurde sogar angesprochen, doch du hast in der Vergangenheit schon betont, dass du es nicht nötig hast, dich vor dem Schreiben deiner Beiträge zu informieren. Ganz im Gegenteil hast du sogar über darüber gespottet. Ich vermute, dass deine oben zitierte Selbstkritik sich auf deine fragwürdige Einstellung zu Informationen bezog.
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Mein Opa sagte immer: „Diskutiere über alles, jedoch nie über Religion und Religionen“
Daran habe ich mich immer gehalten und lebe sehr gut damit.
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11:06 …der Unterschied liegt wohl eher in der glaubensbedingt unterschiedlichen Rechtsauffassung, ob nun mit oder mit ohne Kopftuch…
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Mir ist es lieber, dass eine Muslime ein Kopftuch trägt, dann weiß ich gleich ganz genau, woran ich bin, diese Frau ist Anhängerin der islamischen Religion und praktiziert das auch. Soweit ich den Islam kenne, kann ich mich mit Empathie darauf einstellen. Eine Frau, die der islamischen Religion anhängt ohne Kopftuch ist in ihrem Verhalten womöglich genauso streng, man sieht es aber nicht, sie wird behandelt wie eine westliche Frau des Christentums und das führt zu Verwicklungen, Verletzungen bis hin zum Gefühl des Rassismus. Ob Kopftuch oder Kruzifix, es sind religiöse Symbole und gehören zur Bevölkerung, somit auch zu einer Schöffin im Gerichtsaal. Selbst eine muslimische Richterin ohne Kopftuch ist nicht neutral, sie gehört der islamischen Religion an und denkt oder fühlt auch so.
Ansonsten sind die Beiträge hier im Forum von mir natürlich Selbstdarstellung, wen soll ich denn sonst darstellen? Soll ich vielleicht den garstigen Omis hier im Forum huldigen? Das hätten sie gern.
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17:45h Wie soll man denen eine Neutralität bei Themen zutrauen, die auch nur am Rande mit religiösen Fragen zu tun haben?
Aha, Schöffen sind im juristischen Bereich tätig – was hat das mit Religion zu tun? Für mich nichts!
Doch man muss natürlich in der Lage sein das zu erfassen und damit ist manche/r überfordert, wie @GSaremba61 uns bewiesen hat.
Gut, dass es hier jemanden gibt, der immer wieder Unbekannte be-/verurteilt und wieder mal glaubt etwas zu wissen und dieses als Tatsache darstellt. Ja, der Glaube (an sich selbst) kann Berge versetzen und blind machen. Es geht nichts über Selbstgerechtigkeit.
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16:38h Aha, und diese Verflechtung gibt es bei einer Kopftuchtragenden deutschen Schöffin? Wahrscheinlich auch bei Kippatragenden Personen – nur bei Kreuztragenden ist die Verflechtung natürlich nicht gegeben.

Wobei mal festzuhalten ist, dass das Kopftuch kein Religionssymbol ist, sondern eine Auslegung eines Passus des Korans (wie so vieles auch im anderen Glauben) – die Züchtigkeit und damit die Bedeckung des Dekolletees. Das Religionssymbol im Islam wäre die Sichel des Neumondes.
Es gibt unterschiedliche Gründe weshalb Muslimas Kopftuch tragen. Eine davon ist, so hat mir es eine Nachbarin (übrigens eine Familie wo nach eigener Entscheidung Kopftuch getragen oder auch nicht getragen wird!) erklärt: Sie wollen durch die Verschleierung betonen, dass in ihren Augen Äußerlichkeiten zweitrangig und allein der Glaube und ein gutes Herz von Bedeutung sind. Das Kopftuch oder der Schleier stehen nach diesem Verständnis für die Bescheidenheit und den Anstand der Frau. Ehrlich – mir gefielen die Gründe und sie erscheinen mir für eine Schöffin nicht die schlechtesten Voraussetzung. Eine weitere Erklärung war: Das Kopftuch trägt sie, um sich selbst vor den Blicken fremder Männer zu schützen, indem sie ihre Reize bedeckt. Sie bedeckt sich aber nicht für andere, sondern für sich selbst. Und da fällt mir dann ein – selber schuld bei dem Benehmen und Aussehen – gerne von Männern benutzt wenn sie glauben Belästigung und mehr wäre ein Recht.
@Zoe Kurz und schmerzlos – Glaubenssymbole müssen weder erlaubt oder verboten werden. Sie sind nicht relevant genug und vor allem legal. Sie stellen den Glauben da und nicht die persönliche Einstellung zu Rechtsfragen.
GeSa
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Nachtrag: Es ist ja keineswegs Standard, dass Menschen ihre Religiosität offen zur Schau tragen. Tun sie das, dann liegt doch der Verdacht nahe, dass es ihnen besonders wichtig ist, dass die Religion für sie eine besondere Bedeutung hat. Wie soll man denen eine Neutralität bei Themen zutrauen, die auch nur am Rande mit religiösen Fragen zu tun haben?
Das ist eine Prinzipienfrage, die nichts mit Fremdenfeindlichkeit oder Ähnlichem zu tun hat. Hier sprechen wir über einen Aspekt eines übergeordneten Prinzips. Doch man muss natürlich in der Lage sein das zu erfassen und damit ist manche/r überfordert, wie @GSaremba61 uns bewiesen hat.
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