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Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?
Mondin antwortete vor 1 Jahr, 5 Monaten 24 Mitglieder · 252 Antworten
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Nachtrag: Die Geschichte des Hirnforschers James Fallon passt gut dazu. Zitat aus der Beschreibung eines Buchs dazu:
„Die genetische Veranlagung, nicht das soziale Umfeld prägt den Charakter
eines Menschen – so die Überzeugung des Neurowissenschaftlers James
Fallon. Im Rahmen einer Alzheimer-Studie entdeckt er jedoch unter den
anonymisierten Hirnscans einen Scan, der
die typischen Strukturen eines Serienkiller-Hirns aufweist. Noch größer
wird der Schock, als er feststellt: Es handelt sich um sein eigenes
Gehirn![…]„https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1062890363
Ich habe das Buch noch nicht gelesen, aber eine Dokumentation dazu gesehen. Die Doku endete mit seinem Kommentar, dass es offensichtlich der freie Wille und seine Umfeld waren, die ihn zum Wissenschaftler und nicht zum Mörder werden ließen. In dem Film wurde angedeutet, dass es in seiner Familiengeschichte wohl einige bedenkliche Vorfahren gab.
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@Heigi Da stimme ich dir zu. Ich habe das Beispiel deswegen gewählt, weil das Thema verdeutlicht, wie unerklärlich es ist. Selbst Fachleute wissen weder, warum manche Menschen eine Abhängigkeit entwickeln und andere nicht, noch wissen sie, warum wenige sich aus der Sucht lösen können und eine große Mehrheit es nicht schafft.
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Yossarian, ein mehr oder weniger ausgeprägter Wille, bzw. die Fähigkeit, trotz widriger Umstände etwas im eigenen Leben zu ändern, kann vielleicht auch – teilweise – genetisch angelegt sein. Ich meine, der Mensch an sich ist wie alles Lebendige ein sehr komplexes Wesen und nicht immer berechenbar.
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9:50 …wer glaubt, mit Überheblichkeit mehr beeindrucken zu können, lässt lediglich ein schwaches Selbstwertgefühl erkennen…
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Da muss ich zustimmen, der Charakter bildet sich aus gleichen Teilen über die Gene und über die Umwelt. Als junger Erwachsener hat man die volle Verantwortung für die Entwicklung des Charakters, ist der Prägung nicht mehr ausgeliefert wie als Kind und kann sie selber gestalten. Mit einem gewissen Alter war man also selbst mehr verantwortlich, als die Gene vorgeben.
Die Stärke eines Menschen bezieht sich auf einen inneren Zustand bei dem kleinsten Angriff nicht gleich die Fassung zu verlieren und Hilfe zu brauchen, sondern das negative Gefühl in etwas Positives umwandeln zu können. Aus der Behandlung von Schwächen kann Stärke wachsen, denn sich seinen Schwächen bewusst sein und sie einordnen, ist eine Stärke. Wenn man diese Stärke dann in der virtuellen Welt mit Überheblichkeit übertreibt, halte ich es für ein besseres Verhalten als ängstlich klein beizugeben und sich zu unterwerfen. Diese Geste macht krank und beeinträchtigt das Immunsystem ganz generell und es gibt innere Konflikte. Wenn sich die Persönlichkeit mit ihrem Charakter nicht behaupten kann, dann verkümmert sie.
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Der Glaube, die Charaktereigenschaften eines Menschen seien genetisch bedingt und somit wie in Stein gmeißelt, ist weit verbreitet. Der hält sich auch dann, wenn Menschen das Gegenbeispiel direkt vot der Nase haben, zum Beispiel einen Alkoholiker, der sich nach Jahren der Abhängigkeit aus der Sucht löst und sich und sein Leben von Grund auf umkehrt. Aber wer an die Unveränderlichkeit glaubt, der hat oft auch unveränderliche Glaubenssätze.
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Ja, die Genetik spielt eine Rolle bei der Charakterbildung. Aber Erziehung, Familie und das ganze Umfeld doch auch. Darin, was überwiegt, ist sich die Wissenschaft noch uneins und es ist mMn wohl auch von Mensch zu Mensch verschieden.
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Die charakterliche Stärke eines Menschen ist doch nicht etwas, worauf man stolz sein kann, weil man es sich mühevoll beigebracht hat. Einer gleichgearteten Schwäche braucht man sich auch nicht zu schämen, weil man diese Mühe nicht auf sich genommen hat. Beides ist genetisch bedingt und weder eigener Verdienst noch eigene Schwäche.
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Da das Erkennen von Stärke sehr individuell ist und von der eigenen Stärke abhängt, ist es nicht selten, dass , nicht mein Wortschatz doch ich übernehme mal, „Wadenbeisser“ hofiert werden.

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11:56 …meine Erfahrung ist ähnlich: nur starke Männer und Frauen können mit starken Frauen umgehen; andere hingegen mutieren da gerne mal zur Wad’lbeißerei….
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