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Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?
Mondin antwortete vor 1 Jahr, 5 Monaten 24 Mitglieder · 252 Antworten
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@Carlinette Nun gut. Du hast mit vielen Wörtern an dem von mir Angesprochenen vorbeigeredet. Nur eines noch abschließend: „hat nicht jeder von uns….“ ist eine sinnlose Phrase, weil die Antwort Spekulation bleiben muss. Für mich hört sich das an nach: „ja, habe ich getan, aber das macht doch jeder“. Das hat schon nicht funktioniert, wenn ich in der Kindheit Unfug getrieben hatte und es funktioniert heute immer noch nicht. Es ist nichts als eine Ausrede.
Bye
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Carlinette @Carlinette …die Formulierung „persönliche Glaubenskonstruktion“ gefällt mir, weil mehr dahintersteht und mir ehrlicher erscheint, als jedes auswendig heruntergeleierte Glaubensbekenntnis, welcher Glaubensrichtung auch immer.
Das soll es von mir dann auch gewesen sein …mit sonnigen Grüßen 🖐😊
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Moin allesamt! Zu Yossarians Beitrag heute morgen, ich denke eher, dass Anhänger der Naturwissenschaften, zu denen ich mich im weiteren Sinne ebenfalls zähle, und Gläubige der verschiedenen Religionen sich dort wiedertreffen können, wo die Frage nach dem Sinn des Lebens beginnt und die Wissenschaft aufhört. Ganz ohne Überheblichkeit und gegenseitige Ablehnung. Ich bezog mich dabei auch auf persönliche Begegnungen mit Menschen, die „glauben“, ihre gesamte seelische Welt würde von molekularen Prozessen bestimmt (!).
Wir können gern auf dem Boden solcher nichtreligiösen Disziplinen bleiben wie Psychologie oder Ethik. Mit deren Kategorien hantieren wir wohl alle, die wir uns hier austauschen. Sind uns aber wohl auch mehr oder weniger bewusst, dass die entsprechenden Konzepte eben nur Konzepte sind, keine messbaren Größen oder wissenschaftlich bewiesenen Zusammenhänge. Oder sehe ich das irgendwie falsch…?
Hat nicht jeder von uns im Laufe seines langen Lebens mit oder ohne Religion ein persönliches Glaubensgebäude errichtet, das für ihn unverzichtbar ist, um die Geschehnisse, die auf ihn einprasseln, irgendwie zu ordnen und zu bewältigen? Und das mindestens seit den Zeiten der Höhlenmalereien, also 20.000+ Jahre, s. weit oben in der Diskussion. Es gibt bestimmt Philosophen, die nachzuweisen versuchen, dass der Glaube zum Menschen dazugehört wie das Atmen, Essen und Schlafen. Wer da in der Theorie bewandert ist, möge gerne mehr dazu sagen – was mich betrifft, bin ich einfach mit meinen persönlichen Glaubenskonstruktionen unterwegs und finde es spannend, wie es hier weitergeht.
Viele Grüße, auch von der Sommersonne!
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@Carlinette […] liegt die Möglichkeit nahe, dass der-/diejenige sich seinen Privatgott
so zurechtlegt, wie es ihm passt. Im Grunde ist damit kein Ausbruch aus
den Grenzen der persönlichen Blindheit, sprich Egobezogenheit, möglich.Ein „Privatgott“ ist gewiß nicht möglich, weil Gott dann überhaupt nicht die Bedeutung haben könnte, die ER hat. Aber Du meinst was anderes, nehme ich an -und ich möchte mich nicht in die Spurrille begeben, die Du vorgibst. Die Hl. Schrift enthält so eine Fülle von Gottesbildern und sie wird seit Jahrhunderten immer wieder neu ausgelegt, d.h. interpretiert, und wer könnte da kommen und meinen, es gäbe Gott und SEIN Wort, dem es richtig sei zu folgen?!
Der Ausdruck „Egobezogenheit“ hat einen negativen touch bzw. benutzt Du ihn in negativem Sinne. Egobezogenheit ist schlecht und besser ist es, auszubrechen. Für mich gibt es die Trennung zwischen Eigen- oder Selbstinteresse und der Berücksichtigung und Achtung der Interessen der Anderen nicht. Ich unterscheide Beides, denn „ich“ bin nicht „der/die Andere“, aber „für mich“ ist in meinem Verständnis engstens verknüpft mit „für dich“ und vice versa.
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Ich kann auf die Eingangsfrage: ‚Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?‘ nur mit Ja antworten, wenn ich das schwache Verb im Deutschen ‚glauben‘ betrachte. Ich glaube viel, wenn der Tag lang ist, denn ich weiß es nicht. Nur mein Glaube ist weder an eine Kirche, noch an einen Pfarrer und die Gemeinde ist die Menschheit insgesamt, gebunden. Ich bin ein praktizierender, gläubiger Humanist. Ich glaube an das Menschsein, der ich selber bin, mit allen Fehlern und Schwächen. Dieser Glaube beschert mir ein doch relativ gelassenes Leben, trotz aller Konflikte und Schwierigkeiten oder gerade deswegen. Ich empfinde menschliche Probleme für wahnsinnig spannend, völlig egal welche Religion dahinter steckt. Und ich glaube daran, dass diese Probleme nie versiegen werden, egal wie intensiv womöglich eine christliche Gemeindearbeit erlebt wird.
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8:45 siehste Yossarian @Yossarian , die „interne“ Umfrage lässt sich wohl doch nicht so einfach mit JA, NEIN oder JEIN beantworten…
🖐😉LG
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Beitrag von 8:45
Guten Morgen, lieber Yossarian!
‚während sich die Wissenschaft mit überprüfbaren Fakten beschäftigt? Denn nichts anderes tun die Naturwissenschaften.‘ Ja, genau so ist’s, volle Zustimmung, zu deinem ganzen Beitrag!
Habe neulich ein interessantes Buch zu lesen bekommen: ‚Kein Tod auf Golgatha‘ von Johannes Fried.* Wünsche dir einen angenehmen Tag – Ricarda01
*Prof. em. Dr. Dr. hc
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[…] innerbetrieblichen Auseinandersetzung […]
:-))) das ist inhaltlich jetzt zwar ein bißchen dünn, aber mir gefällt die Formulierung s e h r.
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