Startseite Foren Religion & Glauben Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?

  • Webra

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 21:25

    „Ich glaube viel, wenn der Tag lang ist.“ realo heute 10:52

    Hallo realo

    du sprichst mit dieser Aussage den täglichen Glauben an, der mit Religion nichts gemeinsam hat.

    Wenn in einem Forum „Religion und Glauben“ über GLAUBEN diskutiert wird, kann es sich doch logischerweise nur um den religiösen Glauben handeln.

  • Carlinette

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 19:33

    Danke Zoe für diese in der Tat interessante Beleuchtung Waning Gibbous Moon von anderer Seite Waxing Gibbous Moon! Ja, wir wissen nicht, aus welcher Tiefe das Stoßgebet kommt; jedenfalls scheinen aus der Tiefe des Halb- oder nur Seltenbewussten manchmal wichtige Impule hochzusteigen. Meinst du, dass das für „eine große Rolle“ des Glaubens im Leben reicht? Zumindest ist da schon ein Potenzial. Das man leben kann oder nicht, auch je nach Lebensphase. Ich habe ja selbst genug Zeiten gehabt, in denen mich Glaubensfragen wenig tangierten, weil Kinder, Beruf und Haushalt den „Rest“ verdrängten. Für diese über 20 Jahre würde ich sagen: Der Glaube spielte erst ganz zum Schluss und dann allmählich eine Rolle.

  • Zoe

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 18:18

    @Carlinette : ein Stoßseufzer ist nach meinem Verständnis mutmaßlich ein Glaube, der nach fünf Minuten vorbei sein wird;

    Das ist eine schöne Vorlage, weil ich denke, daß dies ein „Moment“ (@forscher ) des Gottesglaubens z.B. sein kannoder ist?Slight Smile, der zeigt, daß Gott sowas wie ein Fundament ist, auf dem jemand steht. Jajaja :-))) man kann das auch ganz anders werten, aber da ich mich auch gerne im Kontrast entfalte, in diesem Fall zu Dir, möchte ich das Stoßgebet als einem vernachlässigtem Element des Glaubens an Gott in ein helles und starkes Licht rücken.

    Du hast in Deinem Satz ’ne Menge (2) Vorsichtsmaßnahmen eingebaut … ich habe sie zur Kenntnis genommen. Relaxed

  • Carlinette

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 17:51

    Hallo Cocco, hast Recht, das war wohl nicht besonders klar. Mein unausgesprochener Hintergedanke bezog sich auf kritische Äußerungen zu meinen ersten Aussagen hier. Also, wir sind alle freiwillig hier, und wenn wir nicht einer Meinung sind, finde ich, wir sollten dennoch andere Ansichten so kommentieren, dass die Ansicht getroffen wird und nicht der Mensch dahinter.

    Mir lag am Herzen, zu sagen: Dies und das ist nach meinem Verständnis kein Glaube; oder: ein Stoßseufzer ist nach meinem Verständnis mutmaßlich ein Glaube, der nach fünf Minuten vorbei sein wird; oder: für mich beinhaltet der gelebte Glaube eine Auseinandersetzung mit dessen wesentlichen Inhalten. Damit habe ich längst keine Werturteile gewollt (die Werteskala lege keinesfalls ich fest), sondern eher eine Klärung des Begriffs, was der Glaube überhaupt erstmal darstellt. Es ist ja sichtlich nocht nicht einmal Konsens hier, was das Wort bedeutet. Sorry, wenn meine Äußerungen bei Yossarian anders angekommen sind als gemeint.

  • Cocco

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 15:38

    14:55 🖐🤣 Carlinette @Carlinette wie kommst Du denn auf die Idee, dass hier jemand zur Meinungsäußerung gezwungen sein könnte…

    Sorry, aber Deine letzte Textpassage hat mich nun doch nochmal aktiviert 😉

  • Carlinette

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 14:55

    Finde Yossarians Einsatz in der Gemeinde einfach super! Freude am Tun, das ist doch das A und O. Andererseits geht es dort um eine andere Frage als diejenige nach dem persönlichen Glauben, der hier Thema ist. Aber ich hoffe doch, du hast dich freiwillig an der Diskussion hier beteiligt, bei der naturgemäß verschiedene Standpunkte kundgetan werden…

  • Yossarian

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 14:13

    Ich denke, @Zoe , dass ich das nachvollziehen kann. Mir selbst gefällt die Idee nicht besonders, dass der Sinn des Lebens nur in der Weitergabe der Gene besteht, beziehungsweise es reicht mir nicht. Menschen können über ihr Leben nachdenken und haben so die Möglichkeit, ihrem Leben selbst einen Sinn zu geben. Nach meinem Verständnis kann es nur so funktionieren, doch das muss jede/r für sich selbst entscheiden.

    Ich habe seit 2011 bei einem Ableger der Diakonie die PCs am Laufen gehalten und bin seit rund 1 1/2 Jahren an einem weiteren Projekt einer ev. Gemeinde hier beteiligt. Das macht sehr viel Spaß und ich konnte meine beruflichen Kenntnisse nach Erreichen der Rente sinnvoll einsetzen. In dem Projekt der Gemeinde sind sogar zwei der drei Fachkräfte „bekennende Agnostiker“. Wir arbeiten alle prima zusammen, können viel bewegen und haben Freude bei der Arbeit. Das alles funktioniert aber nur, weil niemand dabei ist, der irgendwelche Wertungen zu der religiösen Weltanschauung oder Praxis der anderen abgibt. Der Pastor freut sich einfach, dass er eine lebendige Gemeinde hat und ihm ist es total egal, ob ich überhaupt Mitglied der ev. Kirche bin. Ich bin trotzdem zu den Gemeindefesten eingeladen.

    So kann es ablaufen, wenn sich alle darauf besinnen, dass sie ein gemeinsames Ziel haben.

    und wech ….

  • Zoe

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 13:43

    @Carlinette : Hat nicht jeder von uns im Laufe seines langen Lebens mit oder ohne
    Religion ein persönliches Glaubensgebäude errichtet, das für ihn
    unverzichtbar ist, um die Geschehnisse, die auf ihn einprasseln,
    irgendwie zu ordnen und zu bewältigen?

    Ich möchte das „Glaubensgebäude“ umwandeln in „metaphysisches Konzept“ und ob jede/r das tut, weiß ich nicht. Mir ist zum Ausdruck „Sinn des Lebens“ nur eingefallen, daß man, wenn man dem Ausdruck „Sinn des Lebens“ einen Sinn/eine Bedeutung geben kann, mit jeder Antwort, die man darauf gibt, sich in den Bereich des Metaphysischen begibt. Zumindest sind alle Antworten, die man darauf geben kann, nicht beweisbar (nicht im naturwissenschaftlichen Sinn beweisbar, logisch möglcherweise schon). Ein Satz wie „Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst“ z.B. scheint pragmatisch und Tatsachenbezogen und zugleich ist es eine Aussage, die unbeweisbar ist. Eine Behauptung, die nicht begründet werden kann ohne nicht auf weitere unbegründbare Behauptungen zurückzugreifen.

    Ich vermute, daß in die Ecke, auf die Du blickst @Yossarian , die „Ätsch, ihr glaubt auch“-Fraktion, auch das gehört, was ich zum Ausdruck habe bringen wollen. Kann man mich verstehen? Upside Down

  • Carlinette

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 13:38

    Hallo Zoe,

    (Huch, alles Getippte war plötzlich weg – Newbie lässt grüßen… nochmal von vorn!)

    danke für deine Antwort! Weiß jetzt nicht, was du mit der Spurrille meintest – zu den Evangelikalen gehöre ich jedenfalls schon mal nicht.

    Aber Du meinst was anderes, nehme ich an -und ich möchte mich nicht in
    die Spurrille begeben, die Du vorgibst. Die Hl. Schrift enthält so eine
    Fülle von Gottesbildern und sie wird seit Jahrhunderten immer wieder neu
    ausgelegt, d.h. interpretiert, und wer könnte da kommen und meinen, es
    gäbe Gott und SEIN Wort, dem es richtig sei zu folgen?!

    Bin mit dir einer Meinung, dass niemand Autorität hat, um eine endgültige Interpretation von Gottes Wort (innerbetriebliche Formulierung Grin) bzw. biblischen Aussagen (für Agnostiker und Atheisten) festzuklopfen. Das ist ja seit 500 Jahren eine Grundaussage im evangelischen Raum. Liegt auch nahe, wenn man die zahllosen Widersprüche zur Kenntnis nimmt, die zwischen verschiedenen Anteilen der Bibel bestehen und die der gläubigste Christ nicht einfach wegbügeln sollte. Darüber hinaus können wir die Bibel (m.M.n.) nicht einfach 1:1 auf unser Leben anwenden. Da gibt es mehr zu tun, als nur Feigenbäume und Palmen durch Eichen und Buchen zu ersetzen: Diskrepanzen müssen überwunden werden, die auf sprachlichen, kulturellen und historischen Unterschieden fußen – mit viel Spielraum für unterschiedliche Herangehensweisen also.

    Auch bei der Frage vom Verhältnis Ich./.Du kann ich dir erstmal folgen. Tatsächlich gibt es eine Sichtweise, bei der Ich + Du eben nicht kollidieren. So wie andererseits eine Egoblindheit durchaus verbreitet ist, bei der andere Standpunkte negiert oder ignoriert werden. Du hast glaube ich die positive Seite derselben Medaille angesprochen!

  • Carlinette

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 12:55

    Hallo Yossarian, sorry wenn ich kritisch werde, aber lies doch bitte noch mal deinen letzten Beitrag aus der Perspektive der angesprochenen Person:

    1) an dem von mir Angesprochenen vorbeigeredet, 2) sinnlose
    Phrase, 3) nichts als eine
    Ausrede.

    Das macht drei Angriffe in fünf Sätzen. Und davor hast du mir mehr oder weniger implizit vorgeworfen, Leute zu beurteilen. Also, ich hoffe weiter auf einen respektvollen Umgang hier. Meinungsverschiedenheiten dürfen und sollen sein – wozu sonst ist dieser Diskussionsraum sonst da! Grin

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