Startseite Foren Religion & Glauben Spielt der Glaube in Ihrem Leben eine große Rolle?

  • Zoe

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 12:50

    @Carlinette : […] Meinst du, dass das für “eine große Rolle” des Glaubens im Leben reicht?

    Nö, eher nicht. Innocent Rückblickend denke ich, daß auch in den ca. 25 Jahren, in denen ich nicht mehr Kirchenmitglied war, und Gott mich auch nicht entfernt nur interessiert hat, trotzdem der Glaube an seine Existenz davon nicht berührt war. Ich hätte gewiß nicht sagen können, wenn ich gefragt worden wäre, daß ich nicht an ihn glaube. Für mich ist Gott nötig, damit das Wort „Sinn“ einen Sinn erhält. Ohne Gott wäre „alles“/die Welt sinnlos. Da Du gläubig bist, nehme ich an, daß Du verstehst, was ich meine. Wenn man nicht an Gott glaubt, ist diese Aussage … Sinn-los. Slight Smile Daß die Welt/der Kosmos geordnet, daß sie geschaffen ist, das garantiert Gott als der Schöpfer, der Urheber des „Ganzen“. Insofern hat Gott im Hintergrund meines Lebens immer eine nicht unwichtige Rolle gespielt (wie mir jetzt bewußt wird).

    Tja, *seuf* – und nun in den vergangenen Jahren ist Gott für mich wie ein „böser Vater“ geworden, so, als habe er mich verdammt, er liebt mich nicht (ich habe schon öfter versucht, dieses Gottesbild aufzudröseln mit dem realen Vater, auf psychologischer Ebene, aber ich kriege den Knoten nicht gelöst). So allgemein glaube ich, daß Gott nicht allmächtig ist, sondern mit-leidet, nichts sonst. Er leidet mit den Menschen, die leiden. Schon diese Zweiteilung in ein Verständnis in allgemeiner Hinsicht und speziell auf meine Person bezogen, ist natürlich völlig abstrus.

    Ich habe öfter versucht, Gott aus der Welt weg zu denken, aber irgendwie geht das gar nicht :-))). Das geht ebenso wenig wie an Gott zu glauben, wenn man es nicht tut. Man kann das Weltbild, das in Fleisch und Blut übergegangen ist, das das Existenzgefühl prägt, wohl nicht per ratio und willentlich verändern.

  • Carlinette

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 12:33

    @ Webra gestern, 21:45: Wie ich mir Gott vorstelle? Gute und schwierige Frage. Ich kann mich im Gebet an Gott als Gegenüber wenden, aber ihn mir vorstellen, das geht nicht. Das klingt womöglich wie miteinander unvereinbar, aber hätten Menschen vor 300 Jahren nicht auch gemeint, es sei unmöglich, miteinander zu sprechen, ohne am gleichen Ort zu sein? Und heute telefonieren wir mit Menschen, die wir noch nie gesehen haben. Da glauben wir auch nicht, dass wir denjenigen „kennen“, und machen uns kein scharfes Bild von der Person.

    Selbst mir Jesus Christus in seiner Leibhaftigkeit vorzustellen, der ja immerhin als Mensch gelebt hat, finde ich schwierig. Wesentlich an ihm war ja gerade das, was wir als normale Menschen nicht haben: die direkte Verbindung zu Gott. Mit welchem Organ soll ich das wahrnehmen? Und trotzdem bin ich überzeugt, dass die Auseinandersetzung mit Gott und dem Glauben (und Zweifel) gerade diese Wahrnehmung fördert und ein wenig entwickelt, und sei es nur für wenige begünstigte Augenblicke.

    Bin nicht sicher, ob das deine Frage tatsächlich beantwortet… aber versucht hab ich’s Face With Monocle

  • Cocco

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 11:34

    …mglw. war es ja nur „eine junge Frau“ – Spötter werden sicher in jeder Religion fündig.

  • Sangoma

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 11:10

    Hätte nicht gedacht, ein NICHTS würde so eine Diskussion auslösen. SmileSweat SmileJoy

    Es war einmal einmal eine Jungfrau MARIA…………………………….Rofl

    LG Hubert

  • Cocco

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 10:28

    10:21 … ich nenne sowas schlicht und ergreifend Akzeptanz.

    Solange mich also niemand missionieren möchte, kann jemand von mir aus glauben an was er/sie will.

  • realo

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 10:21

    @Webra Richtig, mein Glaube hat nichts mit Religion zu tun, zumindest nicht mit einer der bekannten Weltreligionen. Ich setzte mich über die Religion hinweg und glaube.

    Ich gebe zu, mein Versuch den Begriff ‚Glaube‘ von ‚Glaube an Gott‘ weck zu kriegen ist mir hier nicht gelungen, zu sehr ist im Glaube an Gott verhaftet.

    Das akzeptiere ich, trotzdem mische ich mich als spiritueller Mensch unter Menschen ein.

    Religion und Glaube ist kein Tabu für mich, auch wenn es mich in dem Sinne nicht betrifft.

    Noch gehören die meisten Menschen in Europa der christlichen Religion an, wenn man also mit Menschen kommunizieren möchte, hat man es höchstwahrscheinlich mit einem Anhänger der christlichen Religion zu tun, von der islamischen Religion in Deutschland mal abgesehen. Aus dieser Tatsache ziehe ich den Schluss, dass ein Umgang notwendig ist, will man sich nicht selbst isolieren.

  • Zoe

    Mitglied
    19. Juli 2024 um 8:00

    Liebe @Carlinette , Du bringst bei mir eine Quelle ins Sprudeln … das ist toll. Ich muß erstmal sortieren und schreibe Dir später.

  • Yossarian

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 21:48

    Das habe ich dir schon einmal auseinandergesetzt, @Webra . Erstens ist der Urknall keine Theorie, sondern eine Hypothese. Zweitens ist diese Hypothese das einzige Modell, das den heutigen Zustand des Universums erklären kann. Die „nachprüfbaren Fakten“ konntest du früher auf jedem Fernseher sehen. Das Bildrauschen zwischen den Sendern bestand zu einem Teil aus der sog. Hintergrundstrahlung und die ist ein heute noch messbares Nachleuchten des Urknalls.

    Es gibt Unmengen populärwissenschaftliche Literatur zur Kosmologie. Ein schon älteres, aber trotzdem lesenswertes Buch ist „Die ersten drei Minuten“ von Steven Weinberg.

    Nachtrag: das Buch ist vielleicht doch nicht das Richtige. Empfehlen kann ich dir die Sendereihe „alpha Centauri“ mit Harald Lesch. Die gibt es als Box auf 22 DVDs und du hast eine riesige Menge an Informationen zu den Themen Astronomie, Astrophysik und Kosmologie. Wenn es eine Nummer kleiner sein soll installiere das Programm „Mediathekview“. Damit kannst du die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender nach beliebigen Themen durchsuchen.

  • Webra

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 21:45

    „Hat nicht jeder von uns im Laufe seines langen Lebens mit oder ohne Religion ein persönliches Glaubensgebäude errichtet, das für ihn unverzichtbar ist, um die Geschehnisse, die auf ihn einprasseln, irgendwie zu ordnen und zu bewältigen?“ Carlinette 11:27

    Atheisten glauben doch auch, dass es keinen Gott gibt. Einen mit Fakten unterlegten Beweis können sie für ihre Glauben auch nicht liefern. Das Gleiche gilt für die Gottgläubigen.

    Ihr wichtigstes Gebet beginnt mit den Worten: Ich glaube an Gott…. Sie geben damit ihre

    Unwissenheit über die Existenz eines Gottes zu.

    Carlinette,

    du als gläubiger Mensch, wie stellst du dir Gott vor?

  • Webra

    Mitglied
    18. Juli 2024 um 21:30

    „Mir kommt das wie ein “Ätsch! Ihr glaubt ja auch!” vor. Haben sie das nötig? Fühlen sie sich herabgesetzt, weil sie an etwas glauben, während sich die Wissenschaft mit überprüfbaren Fakten beschäftigt? Denn nichts anderes tun die Naturwissenschaften. Sie versuchen für Phänomene Erklärungen zu finden, ohne dabei eine übernatürliche Wesenheit zu bemühen. Ein Sinn des Lebens gehört bestimmt nicht dazu. Falsche Fakultät.“ Yossarian

    Hallo Yossarian,

    ich habe aber von der Wissenschaft, wenn es um die Theorie des Urknalls geht, noch keine

    überprüfbaren Fakten gelesen oder gehört.

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