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Liebe Carlinette, Du schreibst: …„Dass die Kirche gesagt hätte, die Sexualität sei vor Gott mit Scham besetzt, ist mir so nicht bekannt.“
Vor einigen Jahren habe ich eine Sonderausstellung im Dresdner Hygieneinstitut besucht. Diese Ausstellung über Sexualität und die Rolle der Katholische Kirche war Besuchern erst ab 18 Jahren gestattet. Im Vorfeld habe ich mich etwas über diese Altergrenze gewundert, danach nicht mehr…

Die Darstellung, wie die Frau an sich von der Katholischen Kirche über Jahrhunderte verteufelt wurde, war mehr als erschreckend.
Frauen, die sich erlaubten – falls sie so mutig waren – im Zusammensein mit ihrem Mann Lust zu verspüren, wurden u.a. auch als Hexen verbrannt ! ! ! – Lustempfinden wurde für Frauen über Jahrhunderte von der Katholischen Kirche verteufelt…Die Frau als solche wurde als verdorben und vor allem minderwertig …- Weitere Beschreibungen, die mich zutiefst schockiert haben, lasse ich weg…
Mich hat diese Ausstellung noch tagelang beschäftigt…, und ich verstand, warum erst ab 18 Jahren der Zutritt erlaubt war.
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Niemand hat gesagt, dass Sexualität ein Tabu ist. Es ist eine intime Angelegenheit, keine verbotene. Dinge, die in die allertiefsten persönlichen Schichten eingreifen, würden die meisten von uns wohl kaum öffentlich preisgeben, s. unsere diversen Wortmeldungen zuvor.
Dass die Kirche gesagt hätte, die Sexualität sei vor Gott mit Scham besetzt, ist mir so nicht bekannt. Vielleicht bist du nicht in derselben Kirche wie ich, @realo ?

Der Thread hier ist in meinen Augen besonders ärgerlich, weil der Eröffner immer wieder Sex mit verheirateten Frauen anstrebt. Vielleicht ist ihm nicht klar, dass er damit in oft jahrzehntelang bestehende feste Bindungen eindringt, und zwar Bindungen, die auf der Selbstverpflichtung zur Treue zum Partner beruhen. Das, was er sich vorstellt, hat ein hohes Potenzial, den betrogenen Dritten zu verwunden. Ist ihm das klar? Offenbar geht es ihm um einen besonderen Kick beim Orgasmus, den er anders nicht bekommt? *) Also, nur für die paar Minuten einen Ehebruch zu provozieren, das ist nicht so harmlos wie eine Partie Minigolf.
Wir Frauen kennen unsere Körper gut genug und können uns bei Bedarf auch mal was gönnen, wie einen Wellness-Tag oder eine gute Massage. Aber danke für das wohlgemeinte Angebot, unsere Sexualität zu fördern

*) Dass das immer wieder vorgebrachte Angebot des Users keinen kommerziellen Hintergrund hat, dürfen wir ja hoffentlich voraussetzen…
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Es geht niemanden etwas an, es ist privat, hört man ja häufig, besonders bei seelischen Leiden, aber es ist ein Irrtum, alles gehört auf den Tisch, um Konflikte zu vermeiden. Nicht erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und die Gefühle Schmerzen verursachen, wird das Leid zum Thema, sondern möglichst vorher, damit es nicht so weit kommt. Warum soll Sexualität ein Tabu sein? Weil die Kirche sagt, es ist vor Gott mit Scham besetzt?
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Also ich kann auch in meiner Arbeit sehr starke Glücksgefühle und Befriedigung empfinden, besonders dann, wenn eine schwierige Arbeit besonders gut gelungen ist. Glück ist sehr vielschichtig.
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……..dass nach wie vor Sexualität ein sehr schwieriges Thema ist. Hier wird
sich kaum geäußert . Vielleicht auch deswegen, man könnte sich ja outen
oder angreifbar gemacht werden, sozusagen in eine Ecke gestellt werden
und alle gehen auf den einen Menschen….Oder einfach nur weil es Menschen gibt, die Sexualität als sehr persönlich ansehen und der Meinung sind – es geht niemanden etwas an – und schon gar nicht die jeweiligen Praktiken!!!
GeSa
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Bin nicht davon überzeugt, dass es der Sex im Alter ist, das Rein-Raus-Spiel, was der Seele guttut, sondern das Spüren und zum Ausdruck bringen der Gefühle insgesamt. Auch und vor allem der negativen Gefühle, aber auch das Wohlbefinden, wenn es da ist. Das gute Gefühl für das Gehirn, wie beim Orgasmus gibt es ja in tausend kleinen Formen im Alltag auch. Das ist schön, jedoch meine Aufmerksamkeit liegt auch auf den negativen Dingen, um sie abzustellen. Berührung, Körperkontakt, physische Nähe kann schön sein, muss aber nicht, je nach Persönlichkeit. Ich bin überzeugt, dass eine geistige und seelische Nähe ohne körperliche Berührung auch zur Ausschüttung von Oxytocin führt. Sogar wenn ich meine Selbstliebe empfinde und mit mir innerlich im Reinen bin, wird das „Kuschelhormon“ ausgeschüttet. So gesehen ist Sex mit einem Partner eine Variante von ganz vielen, um starke Gefühle zu empfinden.
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Scham hin, Scham her,
die Forenregeln sind da sehr
präzise, schriftlich und genau,
das gilt für Mann und auch für Frau,
und wer sich nicht dran halten will,
der sollte besser schweigen still.

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Mir geht es schwer auf den Geist, wenn jemand immer nur EIN Thema hat, zu dem er sich äußert: Sex. Da verschwinden sogar schon mal Beiträge nachträglich, auf die Mitlesende mit der Frage reagiert haben: Ist das jetzt nur Porno, oder wie…? Allgemeinplätze wie Oxytocin und Tantra, schön und gut – vielleicht ist auch eine Menge Testosteron im Spiel??
Das Ganze ist jetzt nicht mein Problem. Über Sex rede ich mit meinem Liebsten, eventuell mit engen Freundinnen, aber bestimmt nicht im Forum für Senioren. Nur – deshalb zu behaupten, dass das „ein sehr schwieriges Thema“ sei? Und was soll die zig-fache Entblößung bzgl. des Beischlafs mit verheirateten Frauen? Sorry, mir reicht es jetzt allmählich, das immer wieder vor die Nase gesetzt zu bekommen. Ein minimales Schamgefühl könnte vielleicht auch hier angesagt sein.
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Stimme dir zu seestern47 , mich nerven auch die Krankheitsberichte von einigen Leuten hier …..das berichte ich meinem Arzt
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