Startseite › Foren › Open house › Schon so alt und doch so wahr
-
Schon so alt und doch so wahr
Constantia antwortete vor 5 Jahre, 4 Monaten 9 Mitglieder · 34 Antworten
-
…drum bin ich meist so frei und frage lieber nochmal (dumm) nach,
bevor ich etwas falsch interpretiere; die Antwort ist dann meist aufschlussreich genug
– so oder so…..
-
Palmstroem, dieser Ansicht kann ich mich voll anschließen.(dass der Empfänger die Botschaft bestimmt) Dieser Theorie entsprechend kann jemand dummes Zeug herumlabern, wie er möchte. Der andere ist ja schuld, wenn es falsch rüberkommt. Wer denkt sich so einen Blödsinn aus?
-
Der Empfänger bestimmt die Botschaft – ich weiß, was du bzw. was der kurze Ausdruck vermitteln möchte:
Es geht weniger darum, was der Sender gemeint, sondern darum, was der Empfänger verstanden hat. Als Sender ist es nicht unbedeutend, eine Ahnung davon zu haben, wer der Empfänger der Botschaft ist – Gefühlslage, emotionale Verfassung, Bildungsstand, Beruf, Begriffsverständnis, …
Als Sender sollte man sich an den Empfänger anpassen können. So ist es mitunter wichtig, dieselbe Botschaft unterschiedlich an unterschiedliche Empfänger zu vermitteln. Je besser sich Empfänger und Sender kennen, umso weniger sollte es Probleme, Missverständnisse geben.
Mal so aus der Vergangenheit: Unlesbare Klassenarbeit. Zu einem Schüler, den ich schön länger kenne, zu dem ein gutes Verhältnis besteht und ich genau weiß, dass er es besser kann, kann ich schon einmal sagen: „Das nächste Mal erspare ich mir, den Text mit dieser Sauklaue durchzulesen.“ Bei einem Neuzugang oder Schüler der unteren Klassen wäre das nicht der geeignete Ausdruck, da wäre: „Versuch einmal, auf etwas mehr Abstand zwischen den Wörtern zu achten“ besser. Bei einem Schüler, der generelle Schreibprobleme hat, muss wieder anders reagiert werden, obwohl die gut gemeinte Botschaft immer dieselbe ist: Leserlicher schreiben – aber ich kann sie nicht für jeden in gleicher Weise formulieren, weil der Empfänger sie nicht in jedem Fall als gutgemeinten Hinweis verstehen könnte. Tonfall, Mimik, Gestik spielen eine wichtige Rolle – schwer, wenn man sein Gegenüber nicht sehen kann, noch schwerer wenn man es nicht kennt.
-
@happy, dieser Satz aus deinem Link kommt irgendwie bei mir „falsch“ an:
Der Empfänger bestimmt die Botschaft!
Es ist nicht wahr, was ich sage, sondern was der Andere versteht. Auch dabei beeinflusst die Art und Weise der Übermittlung die Wahrnehmung des Empfängers (Lautstärke, Tonfall, Gestik, Mimik und Ausdruck)Also wie jetzt? Da wir hier auf eine einzige Möglichkeit (das geschriebene Wort) begrenzt sind, alle anderen (non)verbalen Signale fehlen, kann man – muß aber nicht – falsch verstehen. Hängt das von der eigenen Großwetter-Gemütslage ab? Vom Gegenüber? Vom Thema? Der eigenen Reiz(wort)schwelle?
Vielleicht liefert das nächste Relaunch des FfS ja das automatische Skypen mit. Dann wären manche Verständigungsprobleme evtl. behoben – oder eben auch wieder nicht.
Eine vielversprechende Möglichkeit, um Mißverständnisse auszuräumen, sind die W-Fragen. Werden hier aber äußerst selten genutzt. Oder beantwortet.
Wat´n Dilemma….
-
Parallel zu dem Zitat von Joseph Addison fiel mir ein, das gesprochene Wort kann ich nicht zurückholen. Also genau überlegen was und wie ich etwas kommunizieren will. Auch eine abgesandte Mail ist schnell beim Empfänger und ich erwische ihn „auf dem falschen Fuß“. Manchmal hat irgendwer auch mich getreten.
Das es bei @Palmstroem Grundsatz- und Religionsfragen auslöst, war nicht meine Absicht.
Gut, dass ich meinen Nachmittag in der Ernst-Barlach-Ausstellung im Albertinum zugebracht. Sogar mit einer guten Nachricht. Meine Jahreskarte wird um zwei Monate verlängert, Dank … Und das war eine eindeutige Nachricht.
Constantia
PS.: Ausstellung sehr empfehlenswert!
-
Ja @Palmstroem, mir geht es ähnlich bei Aussagen wie
„DU hast mich nicht verstanden„;
anstatt zu erkennen, dass es nur einer weiteren Erklärung bedarf.Man merkt sehr bald, wenn jemand etwas nicht verstehen „will“;
aber DAS wäre wieder ein ganz anderes Thema……
-
Sehe ich auch so. Mit dieser Absolutheit entbindet sich mancher auch gleich noch von einer Bitte um Entschuldigung, wenn die „Botschaft“ (aus seiner Sicht) falsch angenommen worden ist.
-
grins @happyday, gefallen Dir etwa die Botschaften nicht ???

bezüglich:
„….momentan ist mir die Motivation hier zu schreiben ziemlich abhanden gekommen…“
Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.
