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  • Schön, oder?

     seestern47 antwortete vor 2 Monate, 2 Wochen 5 Teilnehmer · 7 Beiträge
  • Holzhacker

    Teilnehmer
    22. Juli 2023 um 12:15

    Da lese ich in der Zeitung als Entschuldigung für die Kirchensteuer , dass die Kirchen ja schließlich auch Alten/Pflegeheime betreiben! Was für ein tolles Argument. Diese von den Kirchen geführten Heime sind genau so teuer wie die privaten. Und damit wird ordentlich Geld verdient. Ich habe es selbst im Bekanntenkreis erfahren: Eine alleinstehende Frau kommt ins Heim. Sie musste ihr Haus verkaufen und alles sonstige Vermögen (Sparkonten) offenlegen. Und nach zwei Jahren war alles verbraucht und es musste der Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden.

  • Holzhacker

    Teilnehmer
    25. Juli 2023 um 18:50

    Sag ich doch! Die vedienen sich doll und dusselig an den Pflegeheimen, Die Pflegekräfte sind überwiegend Nonnen, die keine Bezahlung verlangen.

  • cosmopolitin

    Teilnehmer
    25. Juli 2023 um 20:09

    Auch Ordensschwestern werden bezahlt. Das Geld geht aber an den Orden und nicht an die einzelne Schwestern. Für Ordensbrüder gilt gleiches natürlich.

  • seestern47

    Teilnehmer
    26. Januar 2024 um 10:38

    Es ist tatsächlich so, dass ohne die von der Kirche geführten Krankenhäuser und Pflegeheime, es in Deutschland einen Mangel gäbe. Auch Kindergärten würden fehlen und viele karitative Einrichtungen.

  • Yossarian

    Teilnehmer
    26. Januar 2024 um 10:54

    @seestern47 Es gibt viele Einrichtungen, die von den Kirchen geführt werden, wie zum Beispiel Kindergärten. Schaut man dort hinter die Kulissen der Finanzierung, dann zeigt sich, dass die Kirchen bei den meisten Einrichtungen weniger als 2% zur Finanzierung beitragen. Der Staat delegiert viele soziale Aufgaben an die Kirchen und finanziert die auch. Für die Kirchen hat das den Vorteil, dass sie sich nach außen hin als die sozialen Wohltäter darstellen können und außerdem den Angestellten das besondere “Arbeitsrecht für Tendenzbetriebe”aufs Auge drücken können, das eigentlich normale Arbeitnehmerrechte teilweise einschränkt. Kosten entstehen den Kirchen nur in geringem Umfang. Selbst wenn eine Gemeinde eine Einrichtung zu 100% finanziert, gilt für die Angestellten das eingeschränkte Arbeitnehmerrecht.

    Eine Suchmaschine liefert unter “Caritas-Legende” interessante Einblicke.

  • realo

    Teilnehmer
    26. Januar 2024 um 11:03

    Es ist umgekehrt, der Staat gibt den Kirchen den Auftrag für die soziale Arbeit, weil sie es gut können und zahlt dafür. Die Sozialstationen, Hilfeleistungen und gemeinnützigen Einrichtungen der Kirchen sind vom Staat gewollt und mitfinanziert. Natürlich sind Alten- und Pflegeheime teuer, bei rund um die Uhr Betreuung. Zuerst wird das eigene Vermögen herangezogen und wenn das verbraucht ist, werden die staatlichen Gelder beantragt. Ich arbeite ehrenamtlich in einem Pflegeheim der evangelischen Kirche, weil ich die Klischees in den Medien wie schlimm und böse alles ist nicht glauben möchte. Es wird nur gejammert. Meine persönliche Erfahrung, ja der Aufenthalt muss finanziert werden und das Heim erfüllt nicht prompt jeden individuellen Wunsch, aber im Großen und Ganzen geht es den alten Leutchen, die ich befragt habe, gut und ich sehe auch, dass ihnen die Heimbetreuung besser bekommt als, wenn sie daheim alleine wären. Sie haben schwere Krankheiten, sitzen im Rollstuhl, können kaum noch sehen, sie sind eben pflegebedürftig und können zu Hause noch nicht einmal alleine einkaufen gehen. Das ist ein kirchliches Pflegeheim mit alten und sehr alten Menschen. Dass Nonnen kostenlos pflegen ist mir hier in Bayern nicht bekannt, hier wurden alle Klöster aufgelöst, gibt keine Nonne oder Mönch mehr von den christlichen Kirchen. Buddhistische Zentren gibt es mehrere im Allgäu, aber sie betreiben keine Pflegeheime, auch das Hospiz hier in der Stadt ist nicht buddhistisch betrieben, sondern katholisch. Ich bin, was meine Recherchen vor Ort angeht sehr beruhigt, wenn ich Pflegefall bin und Pflegestufe bekomme, sie finanziert den Aufenthalt im Pflegeheim, werde ich mich in die Betreuung des Heimes begeben und weiß, ich bin an meinen alten Tagen gut versorgt.

  • seestern47

    Teilnehmer
    26. Januar 2024 um 11:41

    Danke @Yossarian

    Das wußte ich nicht. Ich dachte immer, das Gegenteil sei der Fall. Ein gutes Marketing der Kirche.

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