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Sanktionen bringen nicht das Gewünschte
Soeben las ich, dass Frau Baerbock von der Wirkung der Sanktionen gegenüber RL enttäuscht sei. Gut, das glaube ich ihr.
Nur ihre Begründung ist überraschend anders als sonst, wo es immer hieß, zur Wirkung brauche es Zeit.
In einem Interview Juli 2023 (im Lamby-Buch zitiert) sagte sie: „Eigentlich hätten wirtschaftliche Sanktionen wirtschaftliche Auswirkungen. Das ist aber nicht so. Weil eben die Logiken von Demokratien nicht in Autokratien greifen“, sagte die Grünen-Politikerin“ … („Wir haben erlebt, dass mit rationalen Entscheidungen, rationalen Maßnahmen, die man zwischen zivilisierten Regierungen trifft, dieser Krieg nicht zu beenden ist.“ – zur Vollständigkeit)
Quellen: Tagesschau, Handelsblatt u.a.
Nun verstehe ich das so: Sanktionen wirkten nur gegenüber Demokratien. Aber stimmt das?
– Warum sollen sich Demokratien gegenseitig massiv sanktionieren?
– Und was ist mit dem „Erfinder“ der Sanktionen – den USA, die diese Methode gegenüber Nichtdemokratien seit Jahrzehnten durchführen. Warum sind sie nicht schon längst zu dieser Erkenntnis gekommen?
– Warum wurden dann auch von DL (Sprecherin Frau Barebock) betreffs Niger wieder als erste Maßnahme Sanktionen ausgesprochen?
Sanktionen sind ein Wirtschaftskrieg, nur muss man in der Lage sein, vorher zu bedenken, ob und wie weit und gegen wen man sich diesen leisten kann. Wobei: Sanktionen, die nur die Ärmsten betreffen, verletzen auch das Völkerrecht.
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