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  • Papst Leo beklagt schwindende Meinungsfreiheit im Westen

    Von Genuss am 9. Januar 2026 um 17:00

    (Freitag 09. Januar 2026) Die Meinungsfreiheit steht nach Ansicht des Papstes unter Druck. „Es ist schmerzlich zu sehen, ⁠wie vor allem im Westen der Raum für echte Meinungsfreiheit rapide schrumpft“, sagte Leo in seiner Rede zur Lage der Welt. „Es entwickelt ‍sich eine neue Sprache im Orwell’schen Stil, die in dem Versuch, immer inklusiver zu sein, am ⁠Ende diejenigen ausschließt, die sich diesen Ideologien nicht anpassen“, sagte der Papst.

    Quelle: Reuters

    Emmie09 antwortete vor 2 Monaten 6 Mitglieder · 9 Antworten
  • 9 Antworten
  • Emmie09

    Mitglied
    15. Januar 2026 um 1:53

    Danke @Kanny für diese Infos. Wow! Ja, er ist recht klar. Und er lebt die Liebe.

    Er ist Mensch geblieben und nicht so vergeistigt wie manch einer seiner Vorgänger.

  • Kanny

    Mitglied
    14. Januar 2026 um 20:08

    Der Papst kehrt gerade vor seiner Tür! Er stellt das röm.kath. Christentum soeben vom Kopf auf die

    Füße. Sein Primat heißt: Frieden, Nächstenliebe und Wahrheit. Christentum hat nichts mit politischer

    Macht zu tun (wie Kaiserkrönung), Nächstenliebe ist nicht mit Kardinälen in Seidenroben, die in

    Prunkräumen wohnen und riesigem Geldvermögen der Vatikanbank und Kunstsammlungen zu

    vereinbahren (wird gerade aufgelöst). Wahrheit ist für uns am Schwersten nach fast 1600 Jahren

    Indoktrination zu verkraften. Die „geheimen Archive“ wurden geöffnet. Schon Spinoza hatte im

    17. Jahrhundert die „falschen“ Übersetzungen aus dem Aramäischen, der Sprache Jesus, ins

    Hebräische, Lateinische und Griechische aufgedeckt. Nach dem Konzil von Nizzäa 425 ist der Pabst nach

    1600 Jahren im vergangenen Jahr in die Türkei gereist und hat mit Erdogan darüber gesprochen,

    warum in der Türkei christliche Kirchen diskriminiert werden, obwohl Moscheen in Europa natürlich

    erlaubt werden. Die „Traditionisten“ im Vatikan (auch der deutsche Kardinal) wollten ihn absetzen.

    Er hat ihnen sein Rücktrittsschreiben auf den Tisch gelegt. Er kann es vor Gott und seinem Gewissen

    nicht vereinbahren, sein Amt anders zu führen und geht dann eben seinem Dienst als Priester für

    die Armen und Hilfesuchenden wieder nach… Sie sind nachdenklich geworden und haben sich

    entschuldigt. Er hat ihnen verziehen. Und was den Frieden angeht: Er hat Trump in einem Brief

    darauf hingewiesen, daß es mit dem Christentum unvereinbar ist, in der einen Hand eine Bibel zu

    halten und in der anderen ein Gewehr und ihn eingeladen, miteinander zu reden, weil er versteht,

    daß Politiker manchmal Kriege führen wollen.

    Die Religionen nähern sich an, weil sie unabhängig von verschiedenen Ritualen eine Transzendenz

    und Spiritualität verbindet. Ich kann mir gut vorstellen, daß der Papst das Europa jenseits der Alpen

    mit seiner Selbstgerechtigkeit und Demokratieverlogenheit im Moment nicht auf dem Schirm hat.

    Aber das ist auch nur die unwesentliche Sicht auf einen für mich genialen Pabst. Lg von Kanny

    Mein Tipp: Sich mal auf Youtube die Lifeübertragungen anzusehen

  • Heigi

    Mitglied
    10. Januar 2026 um 13:24

    @Carlinette: So geht es mir auch. Wenn es politisch gemeint ist, sollte sich die moralische Instanz katholische Kirche an die Zeit erinnern, in der ein Papst um des eigenen Vorteils willen wegsah, als das Terrorregime in Deutschland herrschte. Leo sollte klar sagen, dass er den Rechtsruck in Europa, den USA und überhaupt weltweit meint und die Gefahr, die damit für die Meinungsfreiheit besteht. Ich vermute aber nur, dass er dies meint.

  • Genuss

    Mitglied
    10. Januar 2026 um 11:38

    Guten Morgen @Carlinette
    Hier weitere Details von „Reuters“

    Auch der Vorwurf der Einschränkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit in Ländern des Westens, die sich offiziell zu den Spielregeln von Freiheit, Pluralismus und Demokratie bekennen, war in der Rede des Papstes enthalten. Wörtlich sagte er: “Es ist bedauerlich festzustellen, dass insbesondere im Westen der Raum für echte Meinungsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, während sich eine neue Sprache mit orwellschem Beigeschmack entwickelt, die in ihrem Bestreben, immer inklusiver zu sein, darin mündet, diejenigen auszuschließen, die sich nicht den Ideologien anpassen, von denen sie beseelt ist.”

    In diesem Kontext sieht er die Gewissensfreiheit zunehmend auch von Staaten infrage gestellt, “die sich auf Demokratie und Menschenrechte zu gründen bekunden”. Manches von dem, was der Papst da vortrug, klang im inhaltlichen Kern ähnlich wie die Kritik, die US-Vizepräsident JD Vance zuletzt – wenn auch in ganz anderem Tonfall – bei der Münchner Sicherheitskonferenz vorgetragen hatte.

  • Genuss

    Mitglied
    10. Januar 2026 um 11:36

    @SFath

    Denken ist wie googlen, jedoch etwas komplizierter

  • Carlinette

    Mitglied
    9. Januar 2026 um 21:04

    Hallo und guten Abend,

    noch ist mir nicht ganz klar, für bzw. gegen was der Papst sich im Zitat wenden wollte. Sollte seine Kritik an inklusiver Sprache besonders auf die LGBTQ+ zielen? Bin ich mir nicht sicher, was so ein aus dem Zusammenhang gerissener Satz eigentlich sagen will.

  • SFath

    Mitglied
    9. Januar 2026 um 17:35

    @Genuss, suchst du krampfhaft nach „Rechfertigung“ deiner steilen Thesen? Der Papst – wie auch seine Vorgänger – sollten erstmal vor der eigenen Tür kehren!

  • Heigi

    Mitglied
    9. Januar 2026 um 17:24

    @Emmie09: 👍

  • Emmie09

    Mitglied
    9. Januar 2026 um 17:08

    Es ist nur so schade, dass es denjenigen, die für diese Entwicklung sorgen, am Allerwertesten vorbeigeht was der Papst sagt.

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