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'Overtourism'
Von Ricarda01 am 29. August 2019 um 9:34Hallo, liebe Forumsfreunde – diesen für mich neuen Begriff habe ich gerade in meinen 'Lübecker Nachrichten' gefunden. Davon sollen nicht nur Venedig und Großstädte wie Berlin betroffen sein, sondern inzwischen auch die Ostseeküste.
Das wundert mich gar nicht, denn schon in den vergangenen Jahren kam es mir in der Hochsaison hier immer viel zu voll vor: 30 – 40.000 Gäste bei einer Einwohnerzahl von etwas über 7.000. Die deutschen Küsten (Nord- und Ostsee) werden eben immer beliebter, Deutschland als Reiseland sowieso – man fühlt sich hier eben relativ sicher.
Ich wohne seit 16 Jahren hier – und meine wenigen neuen Freunde freuen sich immer auf den Herbst, wenn es ruhiger wird. Aber, keine Bange – Weihnachten geht es schon wieder los! 😉 :-B 🙂
Einen schönen Tag wünscht euch – RicardaWattfrau antwortete vor 6 Jahre, 5 Monaten 13 Mitglieder · 17 Antworten -
17 Antworten
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Ricarda, die Gemeinden in den Ostseebädern leben
vom Tourismus und freuen sich über jeden Gast.
Die Kurverwaltung kann doch keine Touristenströme
beeinflussen!
Senioren und Familien mit kleinen Kindern, fahren
auch nicht zur Hochsaison in die Orte.
Ich freue mich, dass Nord- und Ostsee zu einem
Touristenmagnat geworden ist! -
Der Beitrag beschreibt den Ausverkauf der Insel
und nicht den Massentourismus.
Seit in den 60er Jahren, Sylt als Insel der Schönen
und Reichen durch G. Sachs bekannt wurde, hatten
Investoren und Immobilienmakler Lunte gerochen.
Die Millionärsvillen stehen 10 Monate im Jahr leer
und Einheimische finden keine bezahlbaren Wohnungen.
Ich war im August auf Sylt (Windsurfcup) und in
Timmendorf u. Travemünde. Auf Sylt war die Promenade
nicht so voll, wie an der Ostsee, weil dort der
Tagestourismus boomt.
Wenn ich 'Overtourism' höre, denke ich an Venedig,
Barcelona, Amsterdam u.a. Städte. Dort fahre ich
auch nicht mehr hin. -
moin moin allerseits!
"und Schuld daran sind die Reiseführer", alle schönen Gegenden in Deutchland UND im Ausland, egal wo, sind tourismus-verseucht…und die Touristen leiden selbst darunter, so wie ich, deshalb ziehe ich mich am liebsten in die Einsamkeit zurück…ja, das gibt es hin und wieder auch noch bei Expeditionen oder bei Reisen ohne Gruppe in sehr sehr ferne Länder.
Nun will ich das noch mit den halbernst gemeinten Reiseführern erklären, was ich oben schrieb.
Vor sehr langer Zeit waren wir im Heurigendorf Stammersdorf in Wien in einem Heurigenlokal. Da es regnete und deshalb sonst keine Gäste anwesend waren, hatte Der Musikant viel Zeit und setzte sich kurz an unseren Tisch und fragte, wie wir denn dieses Lokal ausfindig gemacht hätten. Unsere Antwort war, daß es im Reiseführer gestanden hätte. Und er meinte "um Himmels Willen, dann wird es hier bald überfüllt sein"
Das war für heute mein Wort zum Freitag
tschau und laßt es Euch gut gehen
zi -
Danke Uhu, dass du den Syltbeitrag eingestellt hast. Rantum mit den nahezu identischen Reetdachhäusern hat auf mich so gut wie überhaupt keine Ausstrahlung. Nur langweilig.
Fifru. -
Liebe Elli – schön, mal wieder von dir zu lesen, du hast dich ja ziemlich 'rar gemacht'!
Mein großes Ostseebad hat einen ausgeglichenen Haushalt, macht z. T. sogar Gewinn….Bei mir ist es so, dass ich in den Sommermonaten oft in kleinere Seebäder in der Nähe fahre, um dem Trubel zu entgehen. Oder ich gehe erst nach 18.00 Uhr an den Strand, wenn die Touries in den Hotels und FeWos verschwunden sind. Kommentar von meinem Sohn aus Bayern: Das ist ja hier wie in Düsseldorf Hbf.!
Und einige Senioren oder Familien mit kleinen Kindern, die hierhin kommen, um Ruhe zu finden und sich zu erholen: 'Das ist ja auf der Seepromenade immer mehr wie auf Mallorca/Ballermann'.
Ich denke, die Kurverwaltung und Tourismusagentur muss aufpassen, dass das Ganze nicht umschlägt und dazu führt, dass Gäste, die jahrelang kamen, genau aus diesem Grund wegbleiben. Ricarda :-I
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Liebe Ricarda, so etwas habe ich schon vor 15 Jahren in Rerik auch an der Ostsee erlebt.
Ein guter Bekannter von uns hatte Gott sei Dank 5 km weg von diesem Ort gewohnt. Mehr als gequetscht lagen da die Touristen am Strand der Ostsee und wir sind davor regelrecht geflohen und zum Salzhaff ausgewichen, wo es viel ruhiger war und wir auch zu Fuß hinkamen.
Aber auch hier bei uns in der Eifel gibt es viele Orte, die zu gegebenen Zeiten überfüllt sind, z.B. Cochem an der Mosel……und daher besuchen wir diesen schönen oder andere Orte nie in den Ferienzeiten oder am Wochenende.
In unserem 200 Seelendorf ohne Durchfahrtstrasse haben wir unsere Ruhe, aber wer direkt in den bekannten und sehenswürdigen Urlaubsorten Deutschlands wohnt, muss leider oft diesen Massentourismus ertragen.
Gutes Geld wird aber demzufolge stets in die Gemeindekassen, Geschäfte, Restaurants und der Vermieter gespült. Es hat eben alles Vor- und Nachteile.Gruß aus der schönen naturbelassenen Eifel an die Ostsee
elli2001 -
Dann lade ich Dich gerne einmal zu mir ein. Dann wirst du sehen, dass nicht jeder mit dem Tourismus gut verdient. Dann lege ich Dir gerne auch die Zahlen über den Schuldberg meiner Gemeinde vor. :-X Ach ja, meine Gemeinde liegt in Westdeutschland.
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*allerdings leben sie nicht schlecht davon* ich zitiere mal. Wer?????ist gemeint?
zu ddr zeiten, waren es einheimische, die gearbeitet haben,(für bescheidenes geld,man war nicht anspruchsvoll, sondern erfreute sich am schönen strand u den feriengästen, zeltler usw…
nach der wende–arbeiten überwiegend polen in vielen bereichen auch in den hotels, ohne diese polenmitarbeiter-innen
… wäre es kaum möglich, hotels usw. aufrecht zu erhalten)
ich bin jedes jahr auf der schönen insel usedom,und stets besuche ich swinemünde-auf der polnischen seite– herrlich!!!
abendgruss und tschüß -
Gelöschter Benutzer
Gelöschter Benutzer29. August 2019 um 14:57Tja, und wie fing alles an:
Die Tiroler sind lustig, die Tiroler sind froh,
sie vermieten ihr Häuschen,
und schlafen auf Stroh.Ja damals….
Da war man noch froh über Sonntagsausflügler,
oder Touristen.Aber dieser Massenandrang ist für keinen erquicklich.
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Auch Salzburg und viele kleinere Gemeinden wie ST.
Wolfgang und Zell am See leiden unter diesen
Massentourismus.
30.000 Tagestouristen werden mit ca. 300 Bussen täglich angekarrt, lassen aber nur wenig Geld in der Stadt. Man will jetzt die Standgebühr für die
Busse drastisch erhöhen. Ausserdem soll eine
Anmeldung per Internet erfolgen um so die Anzahl der täglichen Busse begrenzen zu können.Ich gehe gar nicht mehr in die Altstadt von Salzburg.
In der Getreidegasse hat man das Gefühl, man befindet sich auf dem Münchener Oktoberfest.
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