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  • Notfall oder kann das bis morgen warten?

     SusiSoho antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 6 Teilnehmer · 13 Beiträge
  • Madame.C

    Teilnehmer
    24. Juli 2019 um 16:43

    Übereifrig und kariereaufwärtsstrebend hat Jens Spahn nicht bedacht, dass kompetente ÄrztInnen am Telefon beraten und veantwortlich entscheiden müssen, wenn sich mit einem vermeintlichen Notfall ein Mensch unter der Telefon-Nr. 112/116117 meldet. Dafür steht nicht ausreichend medizinisch kompetentes Personal bereit.

    Es ist eine Krux, wie Politiker mit Versprechen versuchen, Beliebtheit zu erringen bei uns Volk.

    Nicht zuende gedachte Konzepte sollten uns erspart bleiben!
    Von einem Huhn erwartet man auch, dass es das Ei erst legt, wenn die Schale für das Endergebnis bereit ist.

  • Unbekannt

    Unbekannt
    24. Juli 2019 um 17:43

    Was schreibst du für Zeugs ?

    Der Vorschlag von Herrn Spahn ist doch sehr gut.

    Wenn jemand 112 wählt,entscheidet die entsprechende Rettungsstelle schon immer an Hand der Beschreibungen der Anrufer,wie sie vorgehen.
    Daran ändert sich doch nix.

    Jetzt beschweren sich die Hausärzte über Spahns Vorschlag.

    Hier ein Ausschnitt aus RP Online :

    Der Hausärzteverband sieht in dem Konzept eine Verschlechterung. „Eine zentrale Notfallstelle kann jedenfalls nicht die Aufgaben einer primärärztlichen Versorgung übernehmen. Die Koordination muss in den Händen der Hausärzte liegen, die ihre Patienten über Jahre hinweg kennen und versorgen“, sagte Joachim Schütz, Geschäftsführer des Deutschen Hausärzteverbandes unserer Redaktion. Ein großer Teil der Patienten, die in die Notaufnahme kämen, könnten oftmals besser in einer Hausarztpraxis versorgt werden.

    Das stimmt doch hinten u. vorne nicht.

    Wie soll man denn in einem Notfall zum Hausarzt gehen,wenn der gar nicht da ist?(Sprechstundenende,Urlaub,Wochenende u.s.w.)
    Wer nicht da ist,kann auch dem Patienten keinen Rat geben,was er machen soll.

    Also meiner Meinung nach hat der Herr Spahn bis jetzt ziemlich gute Gesetzesvorschläge gemacht.
    Der Mann traut sich was.
    Siehe z.B. das Pflegestärkungs-Gesetz.

    Also,erst mal sich besser informieren,als über einen kompetenten Minister herzuziehen.

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    24. Juli 2019 um 18:08

    Wie soll man denn in einem Notfall zum Hausarzt gehen,

    Nun als erstes haben alle Ärzte die ich kenne für Notfälle Vertretungen!

    Doch das Problem ist doch wenn ich es richtig verstanden habe – viele gehen in die Notfallambulanz der KK, obwohl sie kein Notfall sind und es auch wissen. Da die KK damit überfordert sind und wirklichen Notfällen die Zeit "stehlen" soll hier Ruhe hereingebracht werden.

    Ein mal mehr liegt das Problem beim "Verbraucher". Keine Lust bis morgen zu warten. Keine Lust auf Termin zu warten usw., usw.

    Mehr und mehr staune ich über das Verhalten des Einzelnen.

    Ob H. Spahn ein fähiger Politiker ist? Na ja, lass ich mal unkommentiert. Die KK zu entlasten ist jedenfalls richtig.

    M.C. sie sollen keine Diagnose stellen, sondern die Dringlichkeit erfragen. Nicht jeder Schnupfen ist ein Notfall und ich denke das kann die 112 bzw.die 116117 schon einschätzen.

    GeSa

  • Ursula1

    Teilnehmer
    24. Juli 2019 um 18:48

    Ob Herr Spahn übereifrig oder karriereaufwärtsstrebend ist, ist mir grundsätzlich egal. Aber dass er dafür sorgen will, die oft überfüllten Notfallambulanzen in den Krankenhäusern für die wirklichen Notfälle freizuhalten, finde ich richtig.

  • Unbekannt

    Unbekannt
    24. Juli 2019 um 18:51

    Nun als erstes haben alle Ärzte die ich kenne für Notfälle Vertretungen!

    Wenn die Vertretungen aus den oben genannten Gründen auch nicht da sind,funktioniert das nicht.

    Ein mal mehr liegt das Problem beim "Verbraucher". Keine Lust bis morgen zu warten. Keine Lust auf Termin zu warten usw., usw.

    Nee,stimmt auch nicht.
    Der Bürger kann nichts dafür,dass die Hausärzte zu den gewünschten Zeiten nicht mehr in der Praxis sind.
    Und wenn jemand meint,er müsse zum Arzt,gibt es z.Z. u. schon länger keine andere Möglichkeit.
    Das haben inkompetente ***Fachleute*** so geregelt.

    Klaus

  • silver-surferin

    Teilnehmer
    24. Juli 2019 um 19:10

    Doch das Problem ist doch wenn ich es richtig verstanden habe – viele gehen in die Notfallambulanz der KK, obwohl sie kein Notfall sind und es auch wissen. Da die KK damit überfordert sind und wirklichen Notfällen die Zeit "stehlen" soll hier Ruhe hereingebracht werden.

    Genauso sehe ich es.
    Genau vor einem Jahr hatte ich mir auf einer Flusskreuzfahrt kleine Verletzungen am stark geschwollenen Unterschenkel zugezogen.
    Am Sonnabend abends traf ich zu Hause ein.
    Sonntags früh wählte ich die 116117
    , wurde von außerhalb mit einer Ärztin unseres Ortes verbunden.
    Sie hörte mich an und schickte mich in die Notruf Sondersprechstunde unserer Klinik.
    Dort warteten nur 2 Patienten!
    Ich wurde sofort behandelt, bekam ein Rezept und eine Überweisung für Montag zur Hausärztin.

    Wo ist das Problem?
    Fast 4 Monate hatte ich offene Beine, die in der Zeit sehr kompetent von der Hautärztin und einer Pflegerin für den Verbandswechsel behandelt wurden.

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    25. Juli 2019 um 19:00

    Wenn die Vertretungen aus den oben genannten Gründen auch nicht da sind,funktioniert das nicht.

    Da hatte ich wohl bisher nur Glück, die Vertretungen meiner Ärzte (alle von Hausarzt bis Orthopäde) standen immer zur Verfügung!

    Der Bürger kann nichts dafür,dass die Hausärzte zu den gewünschten Zeiten nicht mehr in der Praxis sind.

    Auch da, meine Ärzte sind, mit der Ausnahme kurzfristig erkrankt, während ihren Sprechstunden in der Praxis. Die Frage ist, ob gewünschte Zeiten möglicherweise heißt "rund um die Uhr? Also die Erwartung habe ich nicht. Denn in meinem Alter weiß ich – Das Leben ist kein Wunschkonzert.

    Für kleine Schnitte, durch einen Fall ein Hämatom dafür brauche ich nicht am Abend oder in der Nacht einen Notfallarzt. Versorge ich selbst und wenn es schlimmer wird ist am nächsten Tag der Arzt da! silver hat da auch ein schönes Beispiel gegeben.

    Die Welt der Ansprüche – unfassbar.

    GeSa

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    25. Juli 2019 um 20:37

    Bei einem Notfall kann man zu normalen Sprechzeiten immer einen Arzt oder seinen Stellvertreter erreichen. Das ist doch eine Binse.

    Notfälle, die sich in einem Krankenhaus einfinden, entstehen ja in aller Regel außerhalb regulärer Sprechzeiten (oder durch einen Unfall/Infarkt/Schlaganfall pp. tagsüber). Alternativ gibt es auch Bereitschaftsdienste, die allein von niedergelassenen Ärzten betrieben werden und außerhalb der Sprechstunden tätig sind.

    Bei den zentralen Notfall-Rufnummern entscheidet schon immer der Sachbearbeiter am Telefon, welcher Einsatz notwendig ist.

    Ich habe einmal wg. einer lebensbedrohlichen Allergie das nächste Krankenhaus aufgesucht und wurde dort notfallmäßig versorgt. In der Notfallaufnahme befanden sich um 23 Uhr zwei Patienten, die aber abwarten mussten, bis ich versorgt war. Von Überfüllung keine Spur.

    Das ist in der Bereitschaftspraxis (München Elisenhof) abends anders: dort sind Wartezeiten von 3 bis 4 Stunden keine Seltenheit. Hier warten in aller Regel Patienten, die tagsüber/zu regulären Praxis-Öffnungszeiten keine Gelegenheit haben, zum Arzt zu gehen.

    Ganz generell meine ich, dass es in ländlichen Gebieten mit der ärztlichen Versorgung (einschl. Krankenhäuser) noch sehr im Argen liegt und zunächst hier Maßnahmen zur Verbesserung der Situation angezeigt wären/sind.

  • GSaremba61

    Teilnehmer
    25. Juli 2019 um 20:46

    Bei einem Notfall kann man zu normalen Sprechzeiten immer einen Arzt oder seinen Stellvertreter erreichen.

    Wer hat das geschrieben? :-X Es war eine Antwort auf den Einwand – Arzt in Urlaub oder sonst wie nicht erreichbar!

    Eine Binse ist allerdings, wenn ich den Berichten glaube, dass es sich um (Not)Fälle handelt, die außerhalb der regulären Sprechstunden sich einfinden. Manchmal passen die Wartezeiten in der regulären Sprechstunde nicht. Manchmal ist das KK nebenan bequemer usw. usw.. Wenn es sich immer um Notfälle durch Unfällen, Infarkte handeln würde, würde sich kein MA eines KK dazu äußern!

  • Madame.C

    Teilnehmer
    26. Juli 2019 um 21:25

    "Bei den zentralen Notfall-Rufnummern entscheidet schon immer der Sachbearbeiter am Telefon, welcher Einsatz notwendig ist."

    Bei Licht besehen :-I @SusiSoho, also rückblickend auf die erste Hälfte meines Lebens könnte ich behaupten, dass ein derartiger Sachbearbeiter am Telefon eher die richtige Diagnose zu stellen in der Lage wäre als diverse Schulmediziner.
    Das könnte ich aber nur nicht ohne Spott mit Beispielen belegen. Aber wer interessiert sich hier schon für fremde Erlebnisse, die für ihn/sie nicht einzuordnen bzw. gegen das eigne Weltbild sind.

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