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Neologismen - Wer kennt welche ?
forscher antwortete vor 3 Monaten, 1 Woche 48 Mitglieder · 4,571 Antworten
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Aus Wörtern werden Sätze, aus Sätzen Texte.
Was ein Satz ist, darüber gibt es verschiedene Definitionen. Am meist verbreiteten ist die Definition das Vorhandensein von Subjekt und Prädikat. Diese einfache Struktur kann mit weiteren Satzteilen ergänzt werden, je nachdem, was zum Ausdruck gebracht werden soll. Es gibt aber auch die Einwortsätze. „Komm!“ ,„Au!“, „Schluss!“, … .
Auch kann man ungewohnte oder falsche Satzstrukturen durchaus als Satz bezeichnen. Als Amputation würde ich solche Strukturen nicht bezeichnen, da es sich um unkorrekte Anwendung grammatischer Regeln handelt.
Wichtig erscheint mir aber, egal wie die Satzkonstruktion sich darbietet, dass eine kommunikative Absicht erfüllt werden kann – Verständlichkeit vor Richtigkeit. Das heißt nicht, dass auf Korrektheit in Zukunft verzichtet werden kann.
Ich biete einmal „sitt“ als Neologismus an.
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Von mir auch „Danke“, @Paesi für Deine ausführliche Übersicht. Gut, dann lassen wir die Syntax weg. Übrigens könnte man Deinen Ausdruck „Wort amputierte Sätze“ @Forscher, auch weiterführen, weil sich die Frage ergibt, welche Elemente eines Satzes dem „Organismus“ „Satz“ wesentlich sind und welche Bestandteile man wegnehmen kann, ohne daß der Organismus „Satz“ amputiert würde. Oder anders gesagt, wann handelt es sich um sprachökonomische und wann um „sprachvergewaltigende“ Veränderungen. Is nich so einfach zu beurteilen.
Das alles lassma …
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1. „Ich kann Bäckerin“ oder das andere Beispiel betrachtet man eher als Sprachvergewaltigung als Sprachökonomie.
Solche Sätze sind oft in der Jugendsprache (z. B. Kietzdeutsch) zu hören, oft durch den Einfluss verschiedener Sprachräume, das Weglassen von Artikeln und Präpositionen, Verzicht auf Beugung, ungewöhnliche Wortstellung im Satz.
Lassma als Lasst uns mal … Lassma Kino gehen.
Ich habe vergessen mein Jacke. Heute ich gehe Disko.
Solch „unnatürliche“ Sprachverkürzungen/Neuerungen gibt es situationsbedingt reichlich, meist mündlich innerhalb bestimmter Gruppen oder derer schriftlichen Kommunikation sowie bei individuellen Notizen.
2. Neologismen sind es keine, denn das sind neue (neo) Wörter oder Wendungen (Logos). Der Satzbau bleibt außen vor. Syntaxveränderungen sind schwieriger feststellbar, denn sie vollziehen sich von „außerhalb“, m. M. n. auch viel langsamer. Neologismen werden bewusst geschaffen.
3. Allgemeine gewohnte und im Sprachverbrauch angewandte syntaktische Verkürzungen: „Guten Tag“ (Ich wünsche … .), Zeitungsschlagzeilen: „Waldbrand gelöscht“
4. Beispiel syntaktischer Veränderung: Dass man nach der Konjunktion „weil“ einen Hauptsatz anstatt Nebensatz beginnt. Das hört man mitunter sogar öfter im Fernsehen oder Radio.
„Ich backe heute einen Kuchen, weil du hast Geburtstag.“ Eigentlich müsste es heißen: „ … weil du Geburtstag hast.“
Verkürzte Form des Satzes: Wegen deines Geburtstages backe ich heute einen Kuchen. (umgangssprachlich meist: Wegen deinem Geburtstag … .)
Sprache ist beweglich, veränderbar, vielschichtig, sollte aber immer trotz sprachlicher Besonderheiten verständlich bleiben. Wie unser Sprachgut erhalten bleibt und Neuerungen dazukommen , hat viel damit zu tun, wie Kleinkinder Sprache erfahren, erlernen und wie sich andere Kulturen einbringen.
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Weil es mir schon länger im Kopf herumgeistert, schreibe ich es heute auf – wenn es Euch derzeit nicht interessiert, erwärme ich es irgendwann später nochmal.
Was ist mit syntaktischen Neuerungen? Kann man die ebenfalls als „Neologismen“ bezeichnen? Z.B. Die Artikel weglassen („ich gehe Hotel“) die abscheuliche Konstruktion „ich kann Bäckerin“. Beides wären Neuerungen, die der „Sprachökonomie“ dienen (wie @Paesi in Verbindung mit „kaputtbar“ so schön geschrieben hatte).
Und daran anschließend die Frage, ob es auch syntaktische Neuerungen gibt, die umständlicher oder komplizierter sind als die alten Struturen. Mir fällt kein Beispiel ein, aber eigentlich müßte es sie auch geben, denn wenn alle Neuerungen jeweils nur vereinfachen und verkürzen, dann käme es einem Wunder gleich, daß wir immer noch Haupt- und Nebensätze z.B. haben.
Zoe

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chere @Zoe Zoe , Dein Wunsch sei Dir erfüllt, denn , gleicher unterliegt nicht dem sog. “ geistigen Eigentum „. hier auch antwort an Fagus. @Fagus
Hier Gründe zum “ Sommerloch “ in der Impakt- Forschung , wo Feld.- und Gelände-Begehungen inkl. Augenscheinliches Suchen unentbehrlich sind :
1. zu dichte Vegetation – 2. Zecken – 3. harter-trockner Boden, kaum Kontrast, auch durch grelles Sonnenlicht – 4. zu intensive Sonneneinwirkung – 5. Äcker nicht begehbar wegen der Frucht.
L.G. Forscher
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@Zoe Wer weiß schon, was in einem Forschergeist vor sich geht ??
Kryptische Andeutungen sollten uns Laien genügen.
Wird zuviel „Klartext“ veröffentlicht, besteht die Gefahr, dass sich andere in die Forschungen einklinken, und mühsam erarbeitete Zusammenhänge in falsche Hände gelangen, damit u.U. andere damit glänzen.
Fagus
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Ach cher @Forscher, das ist gemein von Dir – Andeutungen … hm,
doch wohl nicht, weil die Mitarbeitenden reihum Ferien machen, das wär‘ zu banal (es könnte einer der Gründe sein). Die Hitze … ? Nur inwiefern? Nein, Bodenfrost würde Tiefenbohrungen erschweren bzw. verhindern. Und die Laborarbeit müßte unabhängig von den Temperaturen sein. Bitte, bitte, sag‘ zweidrei erklärende Worte.
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=Zeck’*).