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Neologismen - Wer kennt welche ?
forscher antwortete vor 5 Monaten, 3 Wochen 48 Mitglieder · 4,571 Antworten
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Weiß nicht genau, muss erst nachschlagen, aber dieser Gang ist mit was sehr Unangenehmen verbunden … ein Bittgang?

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Liebe @Jessica8o , habe mal nachgeschlagen :
Der Bittgang ist richtig und die Burg heißt Canossa…
LG – happyday
PS.: Mit Neologismen hat das NICHTS zu tun, gehört in die Rubrik Geschichte…
Als Gang nach Canossa bezeichnet man den Bitt- und Bußgang des römisch-deutschen Königs Heinrich IV. von Dezember 1076 bis Januar 1077 zu Papst Gregor VII. zur Burg Canossa, wo dieser sich als Gast der Markgräfin Mathilde von Tuszien aufhielt. Dies war notwendig geworden, nachdem Heinrich IV. im Zuge seiner Auseinandersetzung mit dem Papst
exkommuniziert worden war.Gemäß zeitgenössischen Quellen soll der
König drei Tage lang vor den Toren der Burg um die Wiederaufnahme in die
Kirche gefleht haben. Schließlich gewährte ihm der Papst Einlass und
erteilte ihm die Absolution.Der Bußgang war ein Höhepunkt eines Streits zwischen dem Römischen Königtum und dem Papsttum um das Verhältnis von weltlicher und geistlicher Macht und um die Rolle der Kirche …
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@forscher die Hintergründe zum -Gang nach Canossa- sind hier bereits erklärt. Die Bedeutung der Redewendung ist einfach – wenn jemand etwas erledigen muss was sehr unangenehm ist und/oder/bzw. auch sehr schwer fällt oder zur Richtigstellung unumgänglich ist, dann spricht man von -Gang nach Canossa-.
GeSa
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Danke @GSaremba61, und mit dem historischen Hintergrund auch jemand, der dadurch seinen eigenen Status erhalten kann. Verwandt mit der Redensart „zu Kreuze kriechen“.
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Hallo @forscher , „Gang nach Canossa“ ist für mich der blödeste Spruch aller Zeiten
Der Ausdruck „Gang nach Canossa“ bezieht sich auf eine historische Begebenheit aus dem Jahr 1077, als Heinrich IV. den Papst Gregorius VII. um Verzeihung bat. Dieser Gang gilt als Symbol für Demut und Unterwerfung.
Warum wird dieser Spruch als „blödeste Spruch aller Zeiten“ angesehen?
Missverständnis: Viele verwenden den Ausdruck ohne die historische Bedeutung zu kennen, was zu Missverständnissen führt.
Übertriebene Anwendungen: Der Ausdruck wird oft in einem übertriebenen Kontext verwendet, um eine vermeintliche Unterwerfung oder Demut zu beschreiben, die nicht immer angebracht ist.
Negativer Beigeschmack: Die Idee, sich zu erniedrigen, wird von vielen als negativ empfunden, was den Spruch unpopulär macht.
Nimm lieber Alternativen und /oder ähnliche Redewendungen
„Die Reißleine ziehen“: Bedeutet, eine Situation zu beenden oder einen Rückzieher zu machen.
„Das Handtuch werfen“: Bedeutet, aufzugeben.
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Aus heutiger Sicht ist dieser Machtkampf zwischen weltlicher und geistlicher Macht, hier zwischen Kaiser und Papst nicht mehr nachvollziehbar. Heute gibt es ganz andere Machtkämpfe!
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@Zoe Nein, die folgenden Bücher dienten als Quellen: „Augenblicke Der Geschichte – Das Mittelalter“ von Guenther Bentele
Und „Wo die Würfel fallen: Worte, die Geschichte machten“ von Wolfgang Seidel
Hier werden die Begriffe aus der Geschichte unter die Lupe genommen und bewertet: Schlagwörter wie »Kirchturmpolitik« und »Reptilienfonds«, geflügelte Wörter, Redewendungen und Begriffe, die mit historischen Ereignissen verknüpft sind. Woher kommt der »unsichere Kantonist«, was ist ein »Augurenlächeln«, wer musste nach Canossa gehen, was wurde in der Goldenen Bulle festgelegt und warum nennt man diese Urkunde überhaupt »Bulle«? Wem war es egal, ob »nach uns die Sintflut« kommt, warum nannte man Jeanne d’Arc »Jungfrau von Orléans«, wer prägte den Begriff »Eiserner Vorhang« und was ist ein »Potemkin’sches Dorf«?
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