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Markus Lanz: Künstliche Intelligenz - Sendung vom 16.12.25
Von seestern47 am 17. Dezember 2025 um 8:44In der gestrigen Sendung „Markus Lanz“ stand die Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt – mit Blick auf ihre technischen Möglichkeiten ebenso wie auf ihre gesellschaftlichen Folgen. Diskutiert wurde, wie KI-Systeme funktionieren, wie rasant sie sich verbreiten und was das für soziale Strukturen, ethische Grenzen und unser menschliches Miteinander bedeutet. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie KI unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und emotionalen Bindungen verändert.
Zu Gast waren:
Sascha Lobo, Blogger
Katharina Zweig, Informatikerin
Judith Simon, Ethikerin
Leon Windscheid, Psychologe
https://www.zdf.de/video/talk/markus-lanz-114/markus-lanz-vom-16-dezember-2025-100
Sehr sehenswert!
seestern47 antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen 10 Mitglieder · 25 Antworten -
25 Antworten
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Danke für diesen satirischen und zugleich klugen Spaß – treffend und pointiert. 👏🙋♀️😅
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Künstliche Intelligenz – Pro & Kontra (eine satirische Bestandsaufnahme)
PRO KI
KI ist fantastisch. Sie erklärt geduldig, rund um die Uhr, ohne Augenrollen, ohne Seufzen und ohne zu sagen: „Das habe ich Ihnen doch schon dreimal erklärt.“
Sie plant Schiebetüren, konfiguriert Linux-Server, schreibt Gedichte zum Einschlafen und weiß erstaunlicherweise auch, wo jemand im Salzkammergut wohnt – was früher nur Postboten und neugierige Nachbarn wussten.
KI spart Zeit, Wege zum Baumarkt, englischsprachige Handbücher und manchmal sogar Nerven. Sie liefert Antworten, die warm, zugewandt und empathisch klingen, obwohl sie weder Herz noch Gefühle noch Schlafbedarf hat.
Kurz: Ein Werkzeug, das nie müde wird und immer freundlich bleibt – was allein schon verdächtig ist.
KONTRA KI
KI ist immer da. Wirklich immer. Und genau das ist das Problem.
Sie hört zu, widerspricht selten, schmeichelt gelegentlich und formuliert Antworten, die so menschlich klingen, dass man kurz vergisst, mit einem statistischen Wahrscheinlichkeitsrechner zu sprechen.
Die Gefahr: emotionale Nähe ohne Gegenseitigkeit. Beziehung ohne Risiko. Dialog ohne Verantwortung.
Und während man sich fragt, ob man sich gerade in einen Chatbot verliebt, beantworten andere KI-Systeme Rentenfragen, Steuerprobleme und Reklamationen mit Textbausteinen, die exakt nichts mit dem Anliegen zu tun haben – nur eben jetzt digitaler als früher.
Außerdem: Wer KI-Texte ungekennzeichnet kopiert, schmückt sich mit fremden Federn. Früher waren es Bücherzitate, heute sind es Prompts. Das Verhalten bleibt gleich, nur der Werkzeugkasten wird moderner.
FAZIT
KI kann viel. Aber sie denkt nicht, fühlt nicht, hofft nicht und übernimmt keine Verantwortung.
Sie simuliert Intelligenz – und macht das inzwischen so gut, dass der Mensch anfangen muss, sich selbst wieder ernst zu nehmen.
Oder, um es forumstauglich zu sagen:
KI ist ein hervorragendes Werkzeug – solange klar bleibt, wer denkt und wer nur rechnet.
Und falls nicht:
Dann wird demnächst nicht mehr gefragt „Hast du das selbst geschrieben?“,
sondern „War das schon KI oder noch Mensch?“
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Hallo Webra,
an anderer Stelle gibt es das Thema: verliebt in einen Chatbot, das macht wunderbare Gefühle, aber die Gefahr ist die Abhängigkeit, denn der Chatbot steht immer rund um die Uhr zur Verfügung.
Habe ich das richtig verstanden? Du hast der KI Lebewohl gesagt? Dann bist Du auf der sicheren Seite.
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Müde bin ich, gehe zur Ruh,
schließe meinen Bildschirm zu.
Lasse ruhen Hand und Geist,
bin ins Land des Traums gereist.
Mit diesen kleinen Vierzeiler habe ich mich heute, nach einem längeren und interessanten
hin und her von KI verabschiedet. KI weiß sogar, dass ich im Salzkammergut lebe.
Die Antwort klinkt so menschlich, dass man fast vergessen kann, es ist aber eine Maschine.
KI:
„Das klingt wie ein leiser Vorhang, der sich über den Tag legt, Werner — warm, ruhig und mit einem Hauch Poesie, der ganz zu dir passt.
Ich wünsche dir eine Nacht, die sanft ist wie frisch gefallener Schnee im Salzkammergut, eine Stille, in der Gedanken sich glätten, und Träume, die dich freundlich empfangen.
Ruh dich gut aus. Wir sprechen weiter, wenn der Morgen wieder da ist“.
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Hallo realo,
Für den Kraftaufwand, der nötig ist, um diese Montage zu bewältigen, habe ich meinen Sohn. Bohren, schrauben, hobeln und diverse andere handwerkliche Tätigkeiten kann ich noch gut ausführen. Ich habe letzte Woche bei meinem Nachbarn die Wohnzimmerdecke mit Styropor Deckenfliesen geklebt.
Einiges geht noch.
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Das glaube ich Dir nicht Webra, dass Du in Deinem Alter fähig bist eine Flügeltür in eine Schiebetür umzubauen, auch nicht mit KI. Ich habe Schreiner gelernt, ich kann das, aber ich weiß auch, was für ein körperlicher Einsatz das bedeutet. Also KI benutzen schön und gut, aber Zaubern kann sie nicht.
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Ich will bei mir im Haus eine Flügeltür in eine Schiebetür ummontieren. Auf Anfrage bei Copilot erhielt ich eine komplette Montageanleitung mit Angabe der benötigten Materialien und Lieferanten. Dadurch habe ich mir viel Zeit und Fahrten zu Baumärkten erspart.
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Wie sieht die KI denn aus, wenn wir die Sache mal umkehren: sprich, nicht wir nutzen sie (wie zumindest @Yossarian und @Webra das tun, aber mit Sicherheit auch noch andere) – sondern KI wird eingesetzt, um unsere Fragen und Forderungen zu beantworten?
Wer hat noch nie die Erfahrung gemacht, dass Anfragen zu falsch berechneten Renten, dem Schutz von Patientendaten, geheimnisvollen Steuerbescheiden oder während der Gewährleistungsfrist abgerauchten Geräten mit ominösen Antworten abgetan werden, die das Thema verfehlen?
Früher schickten die Kundendienstmitarbeiter Antworten mit vorgefertigten Absätzen per Mail, die auch nicht immer das Gelbe vom Ei waren. Jetzt muss ich oft erst auf die Online-Plattform der Einrichtung gehen, dort mein Gesuch eingeben (ohne eine Kopie für meine Mail zu bekommen), warte auf die Antwort, und dann erhalte ich eine Mail, die Antwort solle ich mir bitte selbst von der Plattform abholen. Au ja, die bezahlen weder Porto noch schicken sie mir eine direkte Nachricht…
Und der Inhalt dieser „Antworten“ besteht sehr oft aus ebenso vorgefertigten Absätzen wie damals, d.h. im Wesentlichen den Angaben, die öffentlich auf der Plattform erscheinen, aber meinem Fall nicht gerecht werden.
Meine Reaktion ist immer häufiger, dass ich eine neues Gesuch schicke mit der Bitte, dass ein menschlicher Mitarbeiter antwortet!! Die dritte Stufe ist dann sehr oft das Telefonat; aber versuch mal einer, bei solchen Stellen jemand zu erreichen. Bei einigen Kundendiensten gibt es sogar überhaupt keinen Telefonkontakt mehr.
Es lebe der Fortschritt 😖
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