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Macht Milch wirklich müde Männer munter?
"Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich noch im Erwachsenenalter nicht von der Milch trennen kann. Jedes andere Lebewesen ernährt sich auf die von der Natur vorgesehene Weise, wenn die Muttermilch versiegt ist: Kälber fressen Gras, Katzen fangen Mäuse (oder öffnen eine Dose Katzenfutter) und Affen suchen sich Bananen.
Die weiße Flüssigkeit, die ursprünglich der Ernährung kleiner Kälber dienen sollte, ist aus dem Leben vieler nicht mehr wegzudenken. Die Ärztin Yael Adler rät aber dringend von übermäßigem Konsum ab: er könnte sogar schädlich sein.
Seit ich die Studienlage kenne, reduziere ich die Milch massiv, erklärt die Dermatologin und Bestsellerautorin Yael Adler. Sie verzichtet also dort, wo es geht. Einzig ihren Kaffee trinkt sie noch mit einem kleinen Schuss Milch.
Als Hautärztin beschäftigt sie sich mit dem Thema Milch vor allem in Verbindung mit Akne. Diese bezeichnet sie zudem als Zivilisationskrankheit der Milch-in-Massen-und-Latte-Macchiato-Generation.
Denn zwischen Akne und Milch bestehe ein sicherer Zusammenhang: Milch vergrößert die Talgdrüsen, was ein maßgeblicher Auslöser für Akne ist. Vergrößerte Talgdrüsen, Vermehrung von Bakterien und eine verstärkte Verhornung in der Pore führen zu Mitessern, die sich dann entzünden.Milch begünstige zudem Entzündungen im Körper. Und mit dem Entzündungsrisiko steige auch das Risiko für Diabetes und Demenz. Vielleicht sogar für Krebs, auf jeden Fall aber für Prostatakrebs, erklärt die Ärztin. Denn Milch habe einen biologischen Auftrag: Sie enthält Signalsysteme, die nach der Geburt das Wachstum ankurbeln. Für Babys und Kinder ist das genau richtig so.
Für Erwachsene könne das aber gefährlich werden: Ihr Wachstum ist bereits abgeschlossen. Deshalb seien große Milchmengen für Erwachsene schädlich. Milch stimuliert das Hormon insulinartiger Wachstumsfaktor 1, kurz IGF1. Es fördert Zellwachstum auch das von Tumorzellen.
In Frischmilch befinden sich einerseits wachstumsfördernde Aminosäuren Leucin, Valin und Isoleucin, andererseits aber auch ein Genbote, der Wachstumsinformationen aus der Kuh an ihre Kälber weitergeben soll. Diese sogenannten Micro-RNAs regulieren und beeinflussen Gene auch die von Menschen. Mit ihr nimmt ein Mensch etwa 245 Rinderbotenstoffe zu sich, die auf zirka 11.000 menschliche Gene einwirken können. Diese Manipulation könne zu überhöhtem Gewebewachstum führen und somit nicht nur das Krebs- und Diabetesrisiko erhöhen, sondern auch zu Übergewicht führen und den Alterungsprozess beschleunigen. Das gilt übrigens auch für pasteurisierte Milch.
Für manche der in Milch enthaltenen Substanzen gebe es zwar auch Studien, die positive Effekte auf die menschliche Gesundheit nachweisen. Denen zufolge sei Milch ein guter Kalzium- und Eiweißlieferant und könne womöglich sogar vor Darmkrebs schützen.
Milch kann aber auch in Verbindung mit zu vielen anderen sauer verstoffwechselzen Nahrungsmitteln zu Kalzizmverlust führen . Der Vorteil von Milch in Bezug auf Kalzium ist also etwas fraglich.
Diese Effekte bekommen Sie aber auch von Milchprodukten, deshalb rät die Ärztin lieber zu fermentierten Milchprodukten wie Joghurt oder Käse. Idealerweise greifen Sie auf Milchprodukte zurück, die lebende Kulturen enthalten, wie zum Beispiel Kefir oder griechischer Joghurt. Denn die unterstützen zudem den Darm.
Generell rät sie Erwachsenen, nicht mehr als 200 Milliliter Milch pro Tag zu trinken. Kinder könnten bis zu 500 Milliliter zu sich nehmen. Die Obergrenzen ließen sich jedoch nicht genau definieren. Die Fachwelt ist sich aber einig, dass bei Erwachsenen ab einem Liter pro Tag eine Überdosis denkbar ist.
newsletter@schallers-gesundheitsbriefe.de
Also ich trinke viel Milch, habe keine Akne oder Hautreizungen, nichts von alledem, was aufgezählt wurde. Meine Mutter hat auch täglich ihre geliebte Milch getrunken und wurde knapp 92. Seitdem ich in der Bio-Company Büffelmilch entdeckt habe, bin ich fast süchtig danach. Aber die ist ziemlich teuer. Ein Liter 4.19 . Ein Luxusgenussmittel!
Über die Kuh Helene und die Milcherzeugung in den großen subventionierten Produktionsanlagen habe ich Infos eingestellt unter "Tierwelt".
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