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Lockerungen / Stufenpläne
Von seestern47 am 9. Februar 2021 um 9:45Bei uns in SH ist der Inzidenzwert stabil niedrig. Jetzt spricht unser Ministerpräsident Günther von Lockerungen und einem Stufenplan. Das klingt ja erst einmal ganz gut, aber in Anbetracht der Mutationen/Varianten bin ich, ehrlich gesagt, etwas skeptisch, was die Lockerungen anbelangt.
Aber abwarten und Tee trinken… 😉 – oder?
SFath antwortete vor 4 Jahre, 11 Monaten 8 Mitglieder · 22 Antworten -
22 Antworten
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@seestern, skeptisch bin ich auch. Lesenswert ein Interview:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/interview-apweiler-101.html
…Ich verstehe das Zögern – auch wenn ich es nicht gut finde. Politik ist die Kunst des Möglichen. *
Apweiler: Die Konsequenzen daraus müssen die Politiker ziehen. Ich wäre dafür, für eine kurze Zeit härter zu reduzieren, um eine lange Periode von Restriktionen abzukürzen. Ich verstehe aber natürlich auch, dass es schwierig zu vermitteln ist – weil viele Leute nicht verstehen, dass es einerseits die wirklich sinkende Gesamtkurve gibt, aber andererseits eine schnell steigende der anderen Varianten B.1.1.7 und B.1.351. Der Überschneidungspunkt wird in zwei, maximal drei Wochen sein, wenn man so weitermacht wie jetzt.
Jeder halbwegs begabte Hygieniker fährt beim Auftauchen eines virulenten Erregers in seinem System (z.B. KH, Produktion…) alle Möglichkeiten zu dessen Weiterverbreitung auf Null herunter. Inselstaaten (Australien etc.) verfügen per Dekret einen Shutdown, bis auch nur eine Handvoll Infizierter isoliert sind.
Wenn Politik die Kunst des Möglichen * dahingehend praktiziert, indem sie um Himmels Willen – weil sie meint, dies nicht tun zu dürfen, oder ihrem „Landesvorrecht“ widerspricht – also sowohl die Freiheit der Menschen, als auch die des Virus zu begrenzen – dann handelt sie zwar „demokratisch“, aber auch im Sinne des Virus.
Ich bin kein Freund von diktatorischen Massnahmen, doch wenn die Möglichkeiten des Auslebens der individuellen Freiheiten oberste Priorität genießen, werden sie an ihre Grenzen stossen.
Mich beeindrucken weder Revoluzzer im „Kampf um vermeintlich beschnittene Grundrechte“, noch politisch rotierende Aktionen.
Ich habe Zeit. Und die lebe ich.
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Zustimmung @seestern47 ! Der Mann der Freundin war auch erstmal strikt gegen eine Impfung. Dass er jetzt doch impfbereit ist, finde ich toll. Frau geimpft, er nicht, nein, das wollte er denn doch nicht.
Er muss allerdings noch warten. Wie passend das doch gestern noch war. Es kommt der Anstalt sehr nahe. Den Anfang hab ich nicht gesehen. Aber ab Min. 24 ist der Satire Computer Club sehr sehenswert!
Danach kommt noch Till Brönner. -
Ich gebe Dir Recht, liebe @Manjana
Es macht mir den Eindruck, dass es beim Thema „Corona“ bzw. „Impfen“ nur noch Gegner und Befürworter gibt. Dabei hat kaum eine medizinische Errungenschaft so stark zur Gesundheitsvorsorge beigetragen wie die Schutzimpfung. Ich denke, die Pandemie lässt viele alte Ängste und Vorurteile wieder aufleben. Aber das sollte man ernst nehmen und diese Menschen aufklären. Ich glaube, das ist das Einzige, was hilft. Auch Kritik am „Management“ wird kaum zugelassen, dabei ist sie notwendig, um künftige Pandemien noch schneller und effektiver zu bekämpfen.
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Kritik in Reinformat, die Impfstoffbeschaffung betreffend, kam nach dem Impfgipfel tats. von Markus Söder. Seine mitunter kurzfristige Häutung kennt man ja inzwischen. Extrem war es vorige Woche direkt nach dem Impfgipfel. Er sitzt mit der Kanzlerin in der PK. Ganz der rationale und souveräne Länderchef. Dankt der Kanzlerin, die vorher, wie es Herr Spahn auch immer wieder tut, verlauten lässt, dass mehr Geld für den Impfstoff nicht geholfen hätte. Und dann läuft er nur Min. später ins nächste Interview und was ist sein erster Satz sinngemäß .. Es ist wie es ist .. es wurde zu spät, zu wenig, zu billig bestellt, usw. … M.E. war da auch noch sinngemäß, das geht mit Impfstoff nicht. Da würde ich ihm glatt zustimmen. Mit Impfstoff zu pokern ist sträflich. Natürlich hilft Geld nun nicht mehr. Niemand würde jetzt mehr sagen, wenn ihr die Euronen rüberwachsen lasst, bekommt ihr schneller mehr.
Was die Lockerungen betrifft, hat er gerade richtig Stress mit der eigenen Partei. Mal schauen, was da morgen passiert. Vermutlich wie immer .. Theorie mit Länderpraxis.

Theoretisch entscheiden und verkünden kann jeder. Ist die Möglichkleit der praktischen Durchführung nicht geklärt und abgesichert wird es unangenehm.
Impftermine klappen hier, bis auf den letzte Woche von mir beschriebenen, gut. Eine Freundin berichtete mir vorhin, dass sie überrascht war. Beide Termine, im richtigen Abstand und mit Taxibeförderung, haben beim ersten Kontaktversuch gut und schnell geklappt. Das beruhigt mich. Sie braucht den Schutz so dringend. Ausnahmsweise scheint Berlin da mal, bis auf Ausnahmen, richtig gut zu sein.
Es bleiben sonstige Kräuter und Rüben.
Habe mir heute in der Mediathek eine Markus Lanz-Sendung angesehen, die mir empfohlen wurde. Ich fand sie interessant. Hat für mich das bestätigt, was sich, wie hier im FfS und vermutlich allen anderen sozialen Medien abspielt, ein Meinungsaustausch ist nicht mehr und nicht weniger als dies. Jeder bleibt bei seiner. Daran wird sich sich nichts ändern. Nicht hier, nicht bei den Spezialisten oder sonstwo. Soll heißen Diskussionen bringen gar nichts! Hier nicht und an höher gelagerten Stellen auch nicht. Weil jede/r die Sache einzig aus seinem Blickwinkel betrachtet, den er/sie für definitiv richtig befindet und durchgesetzt sehen will. Änderung nicht in Sicht! Ergebnis für die Allgemeinheit mehr als fragwürdig,

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-warn-app-kubicki-markus-lanz-100.html
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@Manjana – 16:15
Diese Software hätte längst vorhanden sein müssen.
Diese Software ist längst vorhanden. Sie wurde Anfang letzten Jahres vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig entwickelt. Aber offensichtlich haben sich nur ganze 3 Bundesländer SORMAS inzwischen zugelegt – was aber nicht heißt, dass sie auch damit arbeiten; denn was nützt den einen ein gutes Programm, wenn alle anderen noch mit der Methode Steinzeit werkeln…?
Wenn das alle die wüßten, die uns Deutsche für die Organisationsweltmeister schlechthin halten/hielten! Abgesehen davon, dass es schrecklich ärgerlich ist, es ist auch fürchterlich peinlich!
M.
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Ein Gemurkse überall, ob Bundesregierung, EU (v.d.Leyen) mit der Impfstoffbeschaffung oder
die Kultusministerien, die verschlafen haben Lüftungsanlagen in Schulen einzubauen und digitale
Geräte für Schüler zu beschaffen,
Anmeldungen für Impftermine, die sich über Tage hinziehen können, usw. usw..
Nein, ich hätte nicht gedacht, wie chaotisch und schlampig agiert wurde/wird!
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Die Kritik hätte mit Sicherheit schon viel früher eingesetzt, wenn man eher gewusst hätte, wie hinter den Kulissen geschlampt und gepennt wurde…
Da dachten optimistische Bürger ja auch noch, dass ein paar der Milliarden, die unser Staats- und die Ländermanagements jährlich für externe Berater auszugeben pflegen, bei Profis in Sachen Pandemiebekämpfung landen würden und bei solchen Spezialisten, die in der Lage wären, ein professionelles Anti-Corona-Konzept zu erstellen und seine Umsetzung zu organisieren…..
Abber zu diesem Thema kommt im Handbuch für Politiker-Darsteller offenbar nichts vor.
M.
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Sei mal konstruktiv anstatt gewohnheitsmäßig destruktiv!Modesty
Eine Kleinigkeit noch – gehe ich richtig in der Annahme, dass Du Deine Beiträge als konstruktiv ansiehst?
Nachtrag: Schau mal bei welcher Definition Du mehr Dich oder mich findest
<div><div aria-label=“Was ist der Vorwurf der Destruktivität?“>Was ist der Vorwurf der Destruktivität?</div>Der Vorwurf der Destruktivität in einer Diskussion meint die Überbetonung negativer und feindselig kritisierender Elemente. Im Gegensatz dazu werden bei konstruktiver Kritik auch konkrete Verbesserungsvorschläge ausgedrückt.
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