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Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen
realo antwortete vor 1 Jahr, 4 Monaten 27 Mitglieder · 214 Antworten
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Das ist ja das Problem, dass wir heute in der Politik von Deutschland haben, die unterschiedliche Sozialisation im kalten Krieg. Der Kapitalismus hat gegenüber dem Sozialismus gewonnen, aber diese Siegerpose recht sich jetzt in den Landtagswahlen von Thüringen und Sachsen. Die etablierten westlichen Parteien haben kaum eine Chance, die Sieger, es sind die neuen Parteien, die den Zuspruch bekommen. Finde das absolut nachvollziehbar und für jeden der bis drei Zählen kann, ist das auch klar. Die Siegerpose der etablierten Parteien hat ausgedient, es kommt etwas Neues. Im kalten Krieg standen die USA im Westen und die Sowjetunion im Osten gegeneinander, zwei konkurrierende Lager. Die BRD gehörte zum Westen und die DDR zum Osten. Nun wuchs zusammen, was zusammengehört? Wie zur Kaiserzeit? Jedoch, die Landtagswahl zeigt, mit der Mehrheit der AfD in Thüringen und der starken Position der BSW, der Ossi tickt anders als der Sieger über den Sozialismus. Der simple Beitritt der DDR zum Westen mit voller Dominanz des Siegers war eine schlechte politische Lösung, um zwei völlig konträre Völker zu vereinen. Es hat jetzt dreißig Jahre gedauert, bis es mit voller Überzeugung im politischen Bewusstsein angekommen ist, zu stark war all die Jahre die Dankbarkeit für die DM und die Westprodukte. Auch ich sollte ja dankbar sein, dass mir die BRD 100 DM geschenkt hat nach dem Mauerfall, der Köder für den fleißigen Konsum. Das sind in meinen Augen imperialistische Methoden.
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realo, wir sollten nicht vergessen, dass wir verschieden sozialisiert aufgewachsen sind. Ich z. B. lernte in der BRD eine andere Definition von Imperialismus. Zudem herrschte damals Kalter Krieg auf beiden Seiten. Mir ist es inzwischen aber egal, ich hatte genügend Zeit, mir eine eigene Meinung über Imperialismus zu bilden und die ist nicht einseitig.
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Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ich habe in der sozialistischen Schule gelernt, was Imperialismus ist. Es ist die Steigerung, die Modernisierung von Kapitalismus, die Herrschaft über den nationalen Bereich auszudehnen zwecks Ausbeutung. Das Paradebeispiel für einen imperialistischen Staat war natürlich die USA, aber auch die BRD beutet Rohstoffe in Drittländern aus zur Stärkung der eigenen Wirtschaft. Das ist Imperialismus. Weder die Russen, noch die Chinesen haben es nötig andere Staaten auszubeuten, sie haben alles im eigenen Land, was notwendig ist, sie geben eher ab, wie z.B. günstiges Erdgas aus Russland für Deutschland viele Jahrzehnte lang.
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Gartenfan, nein, alle Großmächte zu allen Zeiten waren und sind imperialistisch. Aktuell fallen Russland und China am augenscheinlichsten auf.
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Das hast du schön geschrieben , der Humor läßt grüßen . Es gibt natürlich nur DEN Imperialismus .
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Gartenfan 11:42: Momentan mache ich mir schon Gedanken über den russischen, auch chinesischen Imperialismus.
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Bravo,@seestern47 , dass dich traust, deutlich zu sagen, was man eigentlich von jedem aufrechten Demokraten erwarten sollte. Ich möchte nicht in einem Land leben, wo Nazis wieder ans Ruder kommen. Haben uns die 12 Jahre von 33-45 nicht gereicht um zu lernen, was passiert, wenn solche Typen regieren? Ich fass es nicht!
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Vor allem darf ja der Imperialismus nicht in Frage gestellt werden .
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Ach so,