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  • Yossarian

    Mitglied
    15. September 2024 um 13:06

    ich hatte das Glück, beginnend mit der Grenzöffnung bis zum Ende des Berufslebens beruflich viel in den sog. neuen Bundesländern unterwegs zu sein. Es war interessant, wie sich die Gespräche mit den Kunden dort im Laufe der Jahre veränderten. Es ging von viel Euphorie über den Aufbruch bis zu (Selbst-)Kritik „Das hatten wir uns anders vorgestellt“. Ich habe in den Jahren aber nie jemanden kennengelernt, der mit soviel Inbrunst die Trennung „Ossis gegen Wessis“ betrieb, wie @realo es hier vorführt. Er suhlt sich geradezu darin und ich habe den Eindruck, als würde er sein Selbstbild in erster Linie darauf aufbauen. Faszinierend ist auch die ständige Verschärfung seiner Darstellung der Vergangenheit. Ich bin gespannt, zu welchen Höhen sich die Beschreibung der feindlichen Übernahme einer sozialistischen Republik durch die imperialistische BRD noch versteigen wird.

  • Cocco

    Mitglied
    15. September 2024 um 12:35

    ..11:28 gute Frage Miez @Miez …an anderer Stelle rühmt man sich als Stadt-Beirat im Allgäu, der sich aber an Wochenenden furchtbar langweilt und sich daher auf Gespräche mit der jungen Verkäuferin freut – wobei man Tage vorher Schadenfreude darüber zum Ausdruck bringt, der BRD ein zusätzliches Begrüßungsgeld abgeluchst zu haben.

    Glaubwürdig oder nicht, geht es im Grunde doch nur darum, trollig zu provozieren. Zwiespältiger geht es wohl kaum. 😊LG

  • Miez

    Mitglied
    15. September 2024 um 11:28

    10.29 u. 1035 Uhr

    Nun frage ich mich wirklich, warum man es sich im Westen der Republik gemütlich macht, wenn es doch hier so schrecklich ist. Es hätte sicher auch die Möglichkeit gegeben, sich weiter im Osten anzusiedeln, um diesem Hinterweltleitgedankengut (was für eine Wortschöpfung überhaupt) total zu entgehen.

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Jahr, 4 Monaten um  Miez geändert.
  • Cocco

    Mitglied
    15. September 2024 um 10:35

    10:29 WER hier „Hinterweltgedanken“ hat, wird nur einmal mehr ersichtlich…

  • realo

    Mitglied
    15. September 2024 um 10:29

    So waren die rechtlichen Bedingungen. Da die BRD die DDR nie als souveränen Staat anerkannt hat, war auch eine Wiedervereinigung nicht möglich, sondern nur ein Beitritt. Dieser Beitritt wurde in der Volkskammer der DDR beschlossen und als einzige Möglichkeit akzeptiert.

    Wie gesagt, ich bin in Berlin aufgewachsen und habe dort die Wendezeit erlebt. Wir wurden bestens von bundesdeutschen Consulting-Firmen in Berlin geschult und hier muss ich mir so ein westdeutsches Hinterweltleitgedankengut anhören, das ist traurig. So geht es seit 30 Jahren, sagt der Ossi die Wahrheit, die dem Wessi nicht passt, nimmt er die falschen Drogen. Mit der Methode treibt man jeden Ossi mit Kusshand in die Arme der AfD und der BSW.

  • Heigi

    Mitglied
    14. September 2024 um 19:48

    @GSaremba61, ich bezog meinen Beitrag tatsächlich nicht auf deine Ausführungen, die ich okay finde. Sorry, wenn das so rüber gekommen ist. Ich will mit dem Buch nur darauf hin weisen, dass der Weg zum Beitritt der DDR ein d e m o k r a t i s c h e r war und in der DDR selbst stattfand.

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Jahr, 4 Monaten um  Heigi geändert.
  • GSaremba61

    Mitglied
    14. September 2024 um 18:37

    @Heigi damit wir uns nicht falsch verstehen – ich meine natürlich mit Spekulation nicht die Zeit bis zur Wiedervereinigung, sondern – was wäre wenn…die DDR geblieben wäre, sich die durchgesetzt hätten, die eine Veränderung des Staates gewünscht haben, die DM in die DDR gewandert wäre usw.

    Bis zur Wiedervereinigung muss man wie Du auch mit dem Buch darstellst nicht spekulieren.

    Schönes WE, GeSa

  • Heigi

    Mitglied
    14. September 2024 um 17:10

    Vermutungen über den Ablauf des Beitritts der DDR zur BRD werden in diesem Buch konkretisiert, erschienen 2000. Darin werden, Zitat von Sabine Bergmann-Pohl (Präsidentin der frei gewählten Volkskammer), „gutwillige Kräfte“ genannt, die durchaus, Zitat „eine bessere DDR einem wiedervereinigten Deutschland vorzogen.“

    Diese 10. Volkskammer war zugleich die letzte der DDR und die erste demokratisch gewählte. Minutiös und chronologisch sind die damaligen Ereignisse im Parlament nachzulesen und wie es schließlich zu einer Mehrheit für den Beitritt kam. Dazu Kommentare führender Mitglieder dieser Volkskammer.

    • Diese Antwort wurde in vor 1 Jahr, 4 Monaten um  Heigi geändert.
    • Diese Antwort wurde in vor 1 Jahr, 4 Monaten um  Heigi geändert.
  • GSaremba61

    Mitglied
    14. September 2024 um 15:21

    @SFath 14:46h natürlich war es mit der DDR-Mark schwierig. Doch irgendwo musste man anfangen. Ich schrieb ja – der Beginn zur Veränderung. Wer weiß, vielleicht wäre die DDR-Mark sogar zur konvertiblen Währung auf Dauer geworden.

    Alles was heute dazu gesagt werden kann, auch zu den damaligen Verhältnissen, sind doch nur noch Spekulationen….. und zwar gleich welche Seite sich äußert.

    GeSa

  • SFath

    Mitglied
    14. September 2024 um 15:16

    Völlig richtig @happyday, was den privaten Umtausch/Besitz von Devisen betrifft. Er war verboten! Konnte man seine eingetauschte MdDDR nicht ganz ausgeben, durfte man sie aber nicht ausführen. Man ließ sie also bei den Besuchten.

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