Startseite › Foren › Open house › Kreative Energie
-
Dort, wo ich wohne, kostet das Benzin im Schnitt 30 Cent mehr pro Liter als in einem ca. 18 km entfernten Nachbarort. 2 Mineralölfirmen teilen sich den hiesigen Markt, und zwar brüderlich indem sie es vermeiden, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen.
Soviel zur freien Marktwirtschaft – und wie man sie durch Absprache aushebelt!
Zum Glück fällt es mir leicht, bei beruflichen Fahrten in die Umgebung überall sonst zu tanken – nur nicht im Heimatort! Aber selbst wenn das nicht der Fall wäre – so wäre eine Extrafahrt zum Tanken immer noch preiswerter als vor Ort Sprit zu kaufen.
M.
-
Schön wär’s! Bei Strom und Gas wird der Preis eben nicht nur von Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern von Politik, Ideologie und Klimazielen. Und die fallen je nach Regierungsfarbe unterschiedlich aus. Kein Sektor, bei dem die Regierung die Prioritäten setzt, wird allein von der Marktwirtschaft bestimmt. Abgesehen vom unberechenbaren Gemütszustand ausländischer Lieferanten, sind es vor allem die vielen Möglichkeiten heimischer staatlicher Einflussnahme auf Einkauf, Steuern, Sonderabgaben, Bevorratung von Energie etc., die marktregulierend ein- oder abgesetzt werden. Ergo: ‚Freie Marktwirtschaft‘ wird nur dann zugelassen, wenn sie nicht mit politischen Zielen kollidiert – was derzeit aber der Fall ist und prompt in die Malaise führt.
…zum Nachteil der Privatwirtschaft, die dem politischen Zickzackkurs ausgeliefert ist. Nicht so die kommunalen Betreiber des Energiehandels, die von langfristigeren Lieferverträgen profitieren und jetzt die Gelegenheit nutzen, um sich – die Verpflichtung zur Gleichbehandlung aller Menschen ignorierend – an den unfreiwillig bei ihnen in der Grundversorgung gelandeten Neukunden zu rächen und ihnen das letzte Hemd ausziehen.
Ich hab’s übrigens besser getroffen und Tarife bekommen, die auf der Website meines Grundversorgers gar nicht vorkommen und um die Hälfte niedriger sind als das, was Neukunden offiziell angeboten wird. Unsäglich!
M.
-
@GSaremba61 für dich, damit die anderen weiter träumen können…
https://www.check24.de/strom/stromboerse/
Aber eine Gewißheit gibt es: egal bei welchem Anbieter man kauft – was aus der Steckdose kommt, ist immer dasselbe ohne Schwankungen oder Erzeugungsart. Und wird von den gesetzlich dazu verpflichteten Grundversorgern in den von ihnen erstellten und gewarteten Leitungen, also der dazu notwendigen Infrastruktur, transportiert. Sogar der Strom der Billigst-Anbieter.

-
Wenn Verbraucher stets die teuerste Tankstelle anfahren, müssen sie sich
nicht wundern, wenn es bald keine Konkurrenz mehr unter den Anbietern
gibt und alle gleich hohe Preise fordern….Wenn immer die billigste Tankstelle angefahren wird, die kilometerweit entfernt ist, ist es nicht billiger, sondern Umweltschädlicher und im Zweifel sogar teurer, weil der billige Sprit bereits beim Anfahren aufgebraucht ist.

Es gilt immer noch – wer billig kauft – kauft 2 mal. Oder auch – Wer billig kauft – kauft nicht preiswert.
GeSa
-
…..dem treuherzig bis dusselige Verbraucher……
Darauf habe ich gewartet und ich vermute jetzt, dass die Aussage nicht falsch und auch nicht herabsetzend und völlig unangebracht ist.
Wo habe ich geschrieben, das
…..der jährliche Wechsel der Energieanbieter mit den Preiserhöhungen der Gas- oder Stromerzeuger zu tun?
Es geht doch um die, die jetzt von den Anbietern, gesetzlich vorgeschrieben, übernommen werden müssen! Strom und Gas wächst auch nicht auf Bäumen und kann gepflückt werden – es muss bezogen werden – sprich eingekauft werden. Es ist Dir doch sicher bekannt, dass Angebot und Nachfrage immer den Preis machen? Soviel Marktwirtschaft geht doch – oder?

GeSa
-
Was – genau – hat der jährliche Wechsel der Energieanbieter mit den Preiserhöhungen der Gas- oder Stromerzeuger zu tun?
Im Übrigen: Nicht ’stabile‘ Preise werden vom Verbraucher gemacht, sondern ‚hohe‘! Wenn Verbraucher stets die teuerste Tankstelle anfahren, müssen sie sich nicht wundern, wenn es bald keine Konkurrenz mehr unter den Anbietern gibt und alle gleich hohe Preise fordern…. oder nur noch einer übrig bleibt, nämlich jener, dem treuherzig bis dusselige Verbraucher freiwillig die Lizenz zum Straßenraub erteilt haben.
M.
-
@Modesty gerne – noch kenne ich Marktwirtschaft
Kleines Beispiel – Billigfleisch!Verbraucher, die faire und gute Leistung nicht bezahlen wollen sorgen für ………
Es wäre sicher in den Augen der „Schnäppchenjäger“ fair, wenn jetzt Stammkunden anderer Anbieter, die auf einmal einspringen müssen, die daraus entstehenden Kosten mittragen müssten. Da würden sicher viele Stammkunden „Amok“ laufen – ich auch

GeSa
-
Sie müssen angemeldet sein, um zu antworten.
