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  • Kleinigkeiten am Rande

    Von Constantia am 10. Juni 2020 um 9:18

    Als ich in diesen Tagen meinen Ausgangsradius wieder mal etwas erweiterte und mich in die Straßenbahn vorzüglich geschützt setzte, sprach plötzlich die freundliche Dame, die sonst immer die Haltestellen ansagt, ein paar neue Worte. Sie dankte für die Benutzung des Mund- und Nasenschutzes, erinnerte an den Abstand – wo möglich und forderte freundlich auf sich breit in dem Zug zu verteilen. Ein Dankeschön am Ende ließ auch den letzten den Mundschutz zurechtrücken Mask. Nun war auch der ignoranteste Fahrgast informiert, wenn er denn die Aufkleber an den Türen übersehen hatte oder wollte.

    Ein Zeitungsbericht zeigt ein ganz anderes Problem auf. Die Bauarbeiter hier in meiner Nähe haben in Corona-Zeiten unverdrossen weitergearbeitet. Diese Gewerbe waren und sind wohl weniger betroffen. Nur im Stadtzentrum soll eine der wenigen noch freien Flächen nun bebaut werden. Aber Halt so einfach geht das nicht. Erst einmal gibt es archäologische Ausgrabungen, könnte ja sein, da liegen Schätze versteckt. Aber es könnte auch sein, dass sich unter diese Fläche noch Bomben und Munition aus dem zweiten Weltkrieg befinden. Bei einem Fund müssten viele Bewohner evakuiert werden. Eine Herausforderung, die kein Mensch braucht, in diesen Tagen nicht und auch sonst. Also beugte man sich Corona und verschob den Baubeginn.

    Jetzt sind die Bagger angerückt. Es gibt Dinge, auf die muss man erst mal kommen.

    Constantia

    sanao antwortete vor 5 Jahre, 7 Monaten 2 Mitglieder · 1 Antworten
  • 1 Antworten
  • sanao

    Mitglied
    10. Juni 2020 um 11:41

    Es ist richtig @Constantia , es wird gebaut was das Zeug hält. Der fehlende Winter hat die sonst übliche Verschnaufpause ausfallen lassen und die niedrigen Zinsen sowie das Geld, das die Erbengeneration und die gut Verdienenden ausgeben oder anlegen wollen, tut sein übriges.

    Wenn Archäologen und Munitionsräumdienst ihre Arbeit abgeschlossen haben spricht alles für einen schnellen Baubeginn, der Verkauf der Immobilien wird mit Sicherheit bei diesem von dir geschilderten attraktiven Bauort abgeschlossen sein. Nimm’s hin, dass wenigstens durch die Hoch- und Tiefbauunternehmungen der Stadt Gewerbesteuer zufließt. Städte und Gemeinden sind dafür dankbar.

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