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Guten Morgen, liebe Seestern – ‚weiterleben lassen‘ – hört sich für mich außerordentlich gruselig an! Und erinnert mich an Science Fiction Romane, die wir früher gelesen haben. Gut, dass ich die ’schöne neue Zeit‘ nicht mehr erleben muss….. Schöne neue Woche – Ricarda01
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Ich sehe durchaus den möglichen Nutzen, den du ansprichst – etwa als niedrigschwellige Unterstützung oder als erster Impuls in schwierigen Situationen.
Gleichzeitig möchte ich das Thema gern weiterführen. In der Sendung ttt wurde gestern darüber berichtet, wie KI dazu genutzt wird, Menschen digital „weiterleben“ zu lassen. In Form von Podcasts, Chatbots oder Avataren können Hinterbliebene mit Verstorbenen weiter kommunizieren. Möglich machen das Plattformen, auf denen entweder zu Lebzeiten digitale Profile angelegt werden oder Angehörige nachträglich Material wie Fotos, Sprachaufnahmen, Chatverläufe und Fragebögen hochladen.
Was zunächst futuristisch klingt, ist bereits Realität – und wirft für mich viele Fragen auf. Welche Folgen hat das für den Trauerprozess? Und wie ist es ethisch zu bewerten, wenn solche Angebote vor allem von kommerziellen Interessen getragen werden?
Diese Entwicklung beobachte ich mit großer Skepsis.
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Das ist ja keine Beichte, zumindest nicht die Art, wie ich sie bisher verstanden habe. Einerseits ist das gut, denn die Beichte, bei der man seine Verfehlungen preisgibt und Vergebung erlangt, ist ein Machtinstrument der Kirche und lädt zu Missbrauch ein. Dieser KI-Jesus sagt wohlweislich zu Beginn, dass man nicht persönliches preisgeben soll. Also ist dies mehr ein Ratgeber. Wenn der so anbiedernd ist wie Microsofts Copilot, dann werden das Ratschläge auf Glückskeks-Niveau. Andererseits werden Systeme getestet, die grundlegende psychologische Hilfestellung bieten sollen und dann könnte dieser Bildschirm-Jesus eine sinnvolle Aufgabe finden.
Bei meiner tief verwurzelten Abneigung gegen die kath. Kirche bin ich sehr voreingenommen.
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Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 2 Wochen von
Yossarian geändert. Grund: die üblichen Fipptehler
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Diese Antwort wurde vor 1 Monat, 2 Wochen von
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14:46 @seestern47 es würde 2 Vorteile geben, einer davon wurde schon erwähnt: Missbrauch würde verhindert werden. Der andere Vorteil wäre der, dass die KI höchstwahrscheinlich vorurteilsfrei ist, so wie es ein Christ normalerweise sein sollte. Aber hier wo ich wohne wird sogar Zugezogen in die kirchliche Trauung verwehrt.
Abgesehen davon halte ich überhaupt nichts von beichten etc. Besser wärs, wenn jeder seinen Fehler für sich eingestehen könnte und es wieder gut machen könnte. Damit wäre jeder Seite geholfen.
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Dem Link entnehme ich nichts von Beichte. Bin zwar keine Katholikin, weiß aber, dass am Ende einer Beichte die durch den Priester vermittelte Vergebung der Sünden steht. Kann das ein KI-Jesus, wo m i r schon das Verständnis dafür, bzw. der Glaube daran bei einem ganz menschlichen Pfarrer fehlt?
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Da auch die Kirche unter Arbeitskräftemangel leidet, ist es doch angebracht, dass man neue Wege geht und sich der KI bedient. Es hat ja viele Vorteile, sie müssen nicht untergebracht werden, also können die Pfarrhäuser anders genutzt werden. Man muss ihnen kein Gehalt bezahlen und es besteht auch nicht die Gefahr des Missbrauchs oder ist das auch schon in KI-Kreisen angekommen?
Wenn sich nun auch noch die Gläubigen durch ihre KI vertreten lassen, dann kann man doch davon ausgehen, dass die beiden KIs sich wunderbar verstehen werden und der Gedankenaustausch nur produktiv sein kann. 😇😇
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