Startseite Foren Wissenschaft & Technik Kein schriftliches Dividieren mehr für Grundschüler in Niedersachsen

  • Marius

    Mitglied
    19. Januar 2026 um 14:10

    😂👍 Genau!! „Schließlich sei es viel effizienter, wenn die Technik die Arbeit macht, während die Kinder sich auf wichtigere Dinge konzentrieren können – wie TikTok-Tänze oder das perfekte Selfie.“

  • Genuss

    Mitglied
    19. Januar 2026 um 13:46

    Dieses Thema bietet sich doch hervorragend für Satire an…

    In einer bahnbrechenden Entscheidung hat Niedersachsen beschlossen, das schriftliche Dividieren aus dem Grundschul-Lehrplan zu streichen. Begründung: „Besonders komplex und fehleranfällig“. Damit setzt das Bundesland neue Maßstäbe in der Bildungspolitik und verabschiedet sich endgültig von der altmodischen Vorstellung, dass Kinder noch mit Stift und Papier rechnen müssen.

    Warum kompliziert, wenn’s auch einfach geht?

    Die Verantwortlichen argumentieren, dass das schriftliche Dividieren ein Relikt aus der Steinzeit der Mathematik sei – quasi das Faxgerät unter den Rechenmethoden. Stattdessen sollen die Kinder nun lernen, mit dem Taschenrechner zu zaubern oder einfach das Smartphone zu fragen. Schließlich sei es viel effizienter, wenn die Technik die Arbeit macht, während die Kinder sich auf wichtigere Dinge konzentrieren können – wie TikTok-Tänze oder das perfekte Selfie.

    Fehleranfälligkeit als pädagogisches Argument

    Dass das schriftliche Dividieren „besonders komplex und fehleranfällig“ ist, wird als Hauptgrund für die Abschaffung genannt. Man stelle sich vor, ein Kind macht einen Fehler bei der Division – welch ein Drama! Stattdessen wird nun auf „kreatives Schätzen“ gesetzt. Wer braucht schon exakte Ergebnisse, wenn man auch einfach „ungefähr richtig“ sagen kann? Mathematik wird so zum Abenteuer, bei dem jeder Rechenweg ein möglicher Schatz ist.

    Die Zukunft der Grundschule: Rechnen 2.0

    Lehrerinnen und Lehrer dürfen sich freuen: Die Korrektur von schriftlichen Divisionen entfällt, was den Kaffeekonsum während der Korrekturphase erheblich reduzieren dürfte. Stattdessen wird mehr Zeit für „soziale Kompetenzen“ und „digitale Medienkompetenz“ eingeplant. Die Kinder lernen also, wie man richtig googelt, anstatt wie man richtig dividiert.

    Eltern reagieren zwiegespalten

    Während einige Eltern die Entscheidung als „zeitgemäß und fortschrittlich“ feiern, befürchten andere, dass ihre Kinder später im Leben Probleme bekommen könnten, wenn sie nicht mehr wissen, wie man 144 durch 12 teilt – außer mit dem Smartphone. Doch Niedersachsen bleibt standhaft: „Wir bilden keine Taschenrechner aus, sondern kreative Köpfe.“

    Fazit: Niedersachsen zeigt, wie man mit einem Federstrich die Mathematik revolutioniert – und das ganz ohne Division. Die Zukunft der Grundschule ist digital, fehlerfreundlich und vor allem: besonders komplex und fehleranfällig, nur eben ohne schriftliches Dividieren.

  • realo

    Mitglied
    19. Januar 2026 um 13:03

    Bin anderer Meinung, die Schüler sollten weniger Technik und Digitalisierung in der Schule lernen, den Umgang mit dem Smartphone können sie schon im Kindergartenalter, das geht automatisch, sie sollten eher sozialen zwischenmenschlichen Umgang lernen, das ist in der Familie nicht mehr der Fall. Dazu gehört Philosophie, Psychologie und andere Geisteswissenschaften, sie fördern das emotionale Denken, dazu ist eine KI nie in der Lage. Das rationale Denken ist gefördert genug und führt zu seelischen Konflikten.

  • seestern47

    Mitglied
    19. Januar 2026 um 9:34

    @Marius, gute Fragen! 😊

    Offenbar gibt es in Niedersachsen eine besonders engagierte Bildungsministerin.

    Ich denke, die Lehrpläne müssten dringend modernisiert werden, z. B. mit mehr Informatik, Medienkompetenz, vielleicht auch KI-Grundlagen. Aber bitte nicht, indem man bewährte mathematische Grundlagen einfach über Bord wirft.🤔

  • Marius

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 19:47

    Ich frage mich da: 1.) – Warum eigentlich?, 2.) – Wieso Niedersachsen, sind da die Kinder anders als im Rest der Welt?, 3.) – Wenn so ein Quatsch, warum nicht bundesweit?

  • Marius

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 19:31

    Ach, @Mondin 🙂 , ich glaube, wir schweifen ab vom „Kein schriftliches Dividieren mehr für Grundschüler in Niedersachsen“.

  • Mondin

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 17:50

    Beim Kochen fängt ja wohl jeder einmal klein an. Und da braucht es exakte Angaben.
    Und was ist, wenn man nicht für vier Personen, wie im Rezept angegeben, sondern für sechs kochen will ??? Da muss man schon Dreisatz und dividieren können. Und wenn man das nicht irgendwann einmal geübt hat, kann man es auch bei so einem simplen Beispiel nicht. Das geht sicher auch über Maschine und irgendwann ist das handgeschriebene Kochbuch der Großmutter mit dem unübertrefflich leckeren Gulasch sowieso verschwunden. Vielleicht kriegen die Kids von heute ja mal eine Rechenmaschine implantiert – und das Solarmodul gleich mit. Dann darf es nur gerade nicht dunkel sein.
    Ich jedenfalls halte mich an die früher einmal auswendig gelernten Texte, wenn ich irgendwo warten muss. Der Versuch, diese Texte zusammenzukriegen trainiert das Hirn sicherlich besser als mir vom Handy allen möglichen Blödsinn anzusehen. Und wer im Bus oder der Bahn einfach mal vor sich hin schaut oder döst, hat gute Aussicht auf neue Ideen oder maßgeschneiderte Problemlösungen, die sich im Netzt so nicht finden lassen. Aber ich bin steinalt und aus der Mode. Vielleicht werden spätere Generationen das Selber-Denken ohnehin nicht vermissen.

    Mondin

  • Marius

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 15:15

    Ja @realo , logisch gedacht – gut. Aber beim Kochen geht Wasser verloren. Wieviel nachfüllen? – Augenmaß, umrühren und aufpassen dass das Zeug nicht reinbrennt. Zuviel Wasser? Macht nix, Deckel ab und weiter köcheln lassen bis es verdampft ist. So kochen Italiener ihre Bolognese, mindestens 8 Stunden lang, bis sie überzeugt sind – ja, jetzt schmeckt es wirklich, wie bei Mamma.

  • Marius

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 14:51

    @seestern47 : Jetzt ohne Quatsch: In der Küche wird gelehrt dass man sich nicht nach Gramm und ml. orientieren sollte, sondern nach „Augenmaß und Handgewicht, lieber Gott verlass mich nicht.“

    Und wenn was schief geht, greift Plan B: „Alle Köche sind beschissen, die sich nicht zu helfen wissen“. Da gibt es Tricks, von alten Hasen gelernt und weiter gegeben.

  • realo

    Mitglied
    18. Januar 2026 um 14:30

    Also wirklich, das Rechnen am Herd ist auf dem Niveau eines Zweitklässlers. Ein Kilo Leber, zwei Kilo Zwiebeln und drei Kilo Kartoffelbrei bringt wie viele Kilo-Essen insgesamt? Selbst ein Kuchenrezept geht mit einer auf-null-stell-Waage völlig ohne rechnen. Ich finde, das Rechnen einpauken müssen ist übertrieben. Besser ist es die Gefühle zu verstehen und damit umgehen können.

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