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  • "Junge Frau entert Altherrenclub ...

     GSaremba61 antwortete vor 1 Jahr, 6 Monate 7 Teilnehmer · 13 Beiträge
  • Madame.C

    Teilnehmer
    27. Juli 2019 um 23:27

    … und macht sich daran, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen". (Zitat)
    Ein Pendant zu Kevin Kühnert, SPD

    Mit 17 trat Diana Kinnert in die CDU ein, mit 24 war sie die jüngste Büroleiterin im Bundestag. Heute hat sie kein Amt mehr, aber viele verbinden sie mit ihrer Partei.
    Sie zählt sich zum liberalen Flügel der CDU, zu den Anhängern von Merkels Mitte-Kurs.

    Sie ist die erste Influencerin der Politik: Eine lesbische Migrantin, die für die Konservativen wirbt. Was macht diese Frau aus? Was kann sie? Und vor allem: Nutzt sie ihrer Partei, oder ist es eher andersherum?

    Die geschriebene Autobiografie trägt den Titel "Für die Zukunft seh’ ich schwarz"-
    Die Geschäftsführerin von zwei Start-ups, schreibt an einem neuen Buch und reist durch die Welt, um über grüne und digitale Themen zu sprechen.

    Kinnert ist ein seltsames Phänomen. Gibt man ihren Namen bei Google ein, erhält man 15.000 Treffer, obwohl sie derzeit weder Amt noch Macht besitzt.
    Mit 24 wurde sie Büroleiterin des Bundestagsvizepräsidenten Peter Hintze. Der inzwischen verstorbene Wuppertaler Abgeordnete wurde ihr Mentor; gemeinsam arbeiteten sie an einem Gesetzesentwurf für die Liberalisierung der Sterbehilfe.

    Sie ist heute ein einfaches Parteimitglied. Dennoch sind über sie lauter Porträts mit Überschriften wie "Sieht so die Zukunft der CDU aus?" erschienen, oft ergänzt durch: "Sie ist jung, lesbisch und migrantisch."

    Sie ist ein gern gesehener Gast auf politischen Veranstaltungen – auch auf denen der ZEIT; irgendwie ist sie immer da und hat etwas zu sagen. Was sie genau sagt, daran erinnern sich hinterher viele nicht, weil sie in einem Überraschungsschock gefangen sind, dass so jemand wie sie in so einer Partei wie der CDU ist.

    Die Frage ist, ob sie der CDU nützt oder ob es eher andersherum ist. Viele Parteikollegen halten sie für ein Medienphänomen und fragen misstrauisch, ob sie überhaupt etwas kann, außer sich selbst darzustellen.

    Viele Parteifreunde rollen mit den Augen, wenn ihr Name fällt. Doch es könnte sein, dass die CDU jetzt Typen wie sie braucht-

    Sie liebt es auch heute, über Rätsel zu brüten. Zum Beispiel über die Frage, ob CDU und CSU noch eine gemeinsame Zukunft haben.

    Dieses Dasein als Aushängeschild des Andersseins hat ihr früh zu einer Bekanntheit verholfen, von der viele wichtigere Politiker nur träumen können. Gleichzeitig hat es ihr viel Misstrauen beschert.
    Sie sei bloß so schnell aufgestiegen, weil sie migrantisch, lesbisch und jung ist. Ihr Erfolg beruhe allein auf ihrer Biografie. Ein Vorwurf, den jede Frau in einer Führungsposition, jeder türkischstämmige Politiker kennt. Ein unfairer Vorwurf, findet Peter Tauber. "Wir brauchen auch eine Diana Kinnert, die es anderen schwerer macht, die Klischees über die CDU aufrechtzuerhalten.

    In jedem der drei langen Interviews, die das ZEITmagazin mit ihr geführt hat, erzählt sie von ihrer Angst, ihre "Attribute" (so nennt sie sie tatsächlich) könnten zu sehr an ihr kleben bleiben. Mehrmals zitiert sie den Rat, den ihr Peter Hintze gab: "Es wäre falsch, sich deswegen zurückzuziehen. Geh offensiv damit um. Beim zweiten oder dritten Mal wird es sich versenden." Sie glaubt daran wie ein Patient, der auf ein bestimmtes Medikament hofft. Doch die Wirkung ist noch nicht eingetreten.

    Eine Symbolfigur zu sein bedeutet eben nicht nur, dass man in das wärmende Licht der Öffentlichkeit gestellt wird. Es bedeutet auch, dass die eigene Identität ständig von den Klischees anderer überschattet wird."

    Aus der ZEIT Nr. 32/2018. Hier der gesamte Artikel

    https://www.zeit.de/zeit-magazin/2018/32/diana-kinnert-cdu-influencerin/seite-4

  • Manjana

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 10:41

    Der Zeit+ Artikel kann ohne Anmeldung leider nicht aufgerufen werden.

    Frau Kinnert nehme ich seit einiger Zeit sehr aufmerksam mit einem "sieh an, auch so kann/könnte CDU gehen" wahr. Besonders positiv fiel sie mir in Phoenix Unter den Linden im Gespräch mit Prof. Wolfgang Merkel auf.

    https://www.youtube.com/watch?v=ybvMD1VAE10

    Die Herablassung so mancher Altmitglieder könnte der Partei in Zukunft mächtig auf die Füße fallen. Die Äußerung des Herrn Tauber könnte stimmen, wenn denn mehr von Leuten einer Frau Kinnert dort zu erkennen wären (dazu zähle ich keinesfalls einen Herrn Amthor oder einen Herrn Ziemiak! Die sind älter als so manche Alte.) Solange das nicht der Fall ist, sehe ich diese Bermerkung mehr als Mittel zum Zweck der Wählbarkeit auch für junge Leute. Aber ein Lass sie das mal machen, solange die Alten den Ton angeben bleibt es sowieso bei dem was es ist, beim alten ist das zu wenig. Viel zu wenig!

  • Philosof

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 13:20

    Hallo zusammen,
    jeder oder Jede die sich – egal in welcher – Partei/Gewerkschaft/Verein/Gremium engagiert und/oder betätigt befindet sich sofort in der Zwickmühle ob er mehr der Partei etc. oder sich durch selber nutzt. Meine Erfahrung ist dass der Nutzen eines solchen Engagementes der eigenen Profilierung in der Partei dient und es sehr der Partei dient dass solche Menschen eben auch Mitglied in der CDU sind.

    An Diana Kinert hat mir bei ihrem Medienauftritten von Anfang an ihr unkonventionelles Auftreten und besonders ihre gute Kenntnis über moderne Kommunikation gefallen. Wiewohl es Ihrem Image selber gut tut so ist sie eine Leuchtturmfigur in der CDU. Dass sie sich auch gegen Widerstände und Widersacher innerhalb der Partei durchsetzen muss ist ebenso klar. Wenn sie auf der "Strecke" dann das "Handtuch" werfen würde wäre das sehr schade und täte der CDU auch nicht gut. Aber die Mitgliedschaft innerhalb der CDU ist voll von "Durchstartern" die aber ihr erhofftes Ziel nicht erreicht haben und sich dann innerhalb der Partei anders orientiert haben. Ich bin auch so ein Exemplar davon.

    Der Frau Kinert drücke ich auf jeden Fall die Daumen und hoffe dass sie nicht "unterwegs" aufgibt.

    Viele liebe Grüße

    Philosof, der keiner ist

  • Unbekannt

    Unbekannt
    28. Juli 2019 um 13:51

    "Manjana":
    "…Der Zeit+ Artikel kann ohne Anmeldung leider nicht aufgerufen werden…"

    Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine Anmeldung:
    Die Seite scheint seriös, und ich kann ggf. eine "Wegwerf"- Adresse benutzen.

  • Madame.C

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 13:54

    Das ist ja komisch @Manjana. Ich habe ohne Anmeldung den ZEIT-Artikel aufrufen können und diese Kurzfassung gebastelt. Wenn ich nun versuche, es ohne Anmeldung hinzukriegen, gelingt mir das auch nicht. Verstehe ich nicht.
    Der Gesamtartikel verrät auf unterhaltsame und dennoch unspektakuläre nicht voyeuristische Weise viel vom persönlichen Leben der Diana Kinnert. Trotz "Anmeldung" zu empfehlen.

    Danke für Deine sinnvolle Unterstützung mit dem leichteren Zugang eines "Mehr".

  • Philemon43

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 16:25

    Von "Entern" kann nicht die Rede sein, sie ist lediglich anwesend.

  • Philosof

    Teilnehmer
    28. Juli 2019 um 19:21

    Liebe Philemon43
    und das ist gut so.

    Viele liebe Grüße

    Philosof, der keiner ist

  • Prinzessin1

    Teilnehmer
    29. Juli 2019 um 11:38

    Frau Kinnert ist mir auch sehr sympathisch. Ich glaube allerdings, sie ist für die CDU wie Herr Künert für die SPD eine „Herz-Lungenmaschine“. Beide werden es nicht schaffen, die Volksparteien zu retten. Aber das ist auch gut so! Sie sollten beide schleunigst ihre Talente an anderer Stelle einbringen, z.B. versuchen, die Piratenpartei wieder zu beleben. Alles andere ist für mich „Perlen vor die Säue werfen“. Sagt man doch so?
    Unsere Volksparteien sind schuld, dass hier fast alles marode ist wofür der Staat Verantwortung trägt. Vom Klima, über Brücken, Schulen, Straßen – bis hinein in den Beamtendienst. Und das wissen die heranwachsenden jungen Menschen, die in den nächsten Jahren wahlberechtigt werden.

  • Madame.C

    Teilnehmer
    31. Juli 2019 um 1:14

    Ich habe sie erst kürzlich zum ersten Mal im TV gesehen und dachte bei dieser schwarzgekleideten aparten Erscheinung mit verbeultem schwarzen Männerhut nur "huch!" Ich habe doch keinen privaten Sender eingeschaltet.
    Klug, attraktiv und dann lesbisch … das bringt die meisten Hetero-Männer auf die Palme . 🙂

  • Madame.C

    Teilnehmer
    31. Juli 2019 um 13:02

    Ich weiß nicht, ob mein Beitrag hier gestern versehentlich nicht erschien oder gelöscht wurde. Ich versuch's nochmal:

    Die beschriebene junge Frau tauchte für mich erst vor wenigen Monaten auf. Schwarzbekleidet mit schwarzem großen verbeulten Männerhut.

    Huch, dachte ich, was ist das denn für eine aparte Erscheinung. Und nicht etwa als weiblicher Zeitgeist in einem Privaten.
    Sie hat mich fasziniert. Dass sie lesbisch sei erfuhr ich erst durch den Artikel in der ZEIT.

    Eine kluge, schöne, unpretentiöse Frau lesbisch – das treibt konservative Männer auf die Palme!

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