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Liebe Mondin, ich habe von mir geschrieben, dass ich keines kannte. Ich habe nicht geschrieben, dass es unmöglich war.
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Tatsache ist es auch, ich kannte kein einziges Kind aus einer Pfarrersfamilie, das studieren durfte.
Stimmt nicht ganz. Pfarrerskinder hatten die Möglichkeit, auf einer Uni der Kirche Theologie studieren. Auch die Kinder meiner Freunde hätten studieren können (1989) allerdings nur wenige Fächer: Theologie, Landwirtschaft und noch ein drittes, wenn ich mich richtig erinnere.
Mondin
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Hier nur ein Ausschnitt, liebe pauline…
"Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verband sich die Entwicklung der Jugendweihe zunehmend mit der Arbeiterbewegung in Deutschland. Die freireligiösen Gemeinden und der 1881 gegründete Deutsche Freidenkerverband erhielten mit der industriellen Entwicklung viel Zustrom aus aufgeklärten Arbeiterkreisen. 1889 in Berlin und 1890 in Hamburg fanden erste proletarische Jugendweihen statt."
Die Jugendweihe ist KEINE Erfindung der DDR, wie es immer wieder mal zu lesen/hören ist. Es war und ist die Möglichkeit analog zur Konfirmation, die nicht konfessinell gebundenen Jugendlichen mit einer Feierstunde in den "Kreis der Erwachsenen" aufzunehmen.
Zu DDR-Zeiten war es nicht selten, dass das Abitur in Gefahr war, wenn erst Jugendweihe und danach die Konfirmation "gefeiert" wurde.
So sollte ich nicht zum Abitur zugelassen werden.
Mein Vater ist dann zum "Kreisschulrat" gefahren, um sich zu beschweren. Wie das Leben so spielt, dieser Herr war ein Schulfreund meines Pfarrers.Es gibt viele dieser Geschichten. Tatsache ist es auch, ich kannte kein einziges Kind aus einer Pfarrersfamilie, das studieren durfte.
Frau Merkel kenne ich ja nicht…
Und fast ein Treppenwitz der DDR, Frau Wagenknecht durfte in der DDR nicht studieren, weil ihr Vater Iraner war, der nicht in der DDR lebte.PS.: Sehe gerade, Uhuline war schneller und hat schon darauf geantwortet. Macht nichts, doppelt genäht hält besser…
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