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Hurra, Hurra, es ist vollbracht nach 20 Jahren Planung
Digitalisierung ist kompliziert, weil das ohne Fax-Papier gehen soll.
Ende 2024 kommt die elektronische Patientenakte.
Sagt Karl Lauterbach. Und wenn Lauterbach etwas ankündigt, dann tritt das genauso pünktlich ein wie die nächste tödliche Corona-Welle.
Endlich haben wir alle unsere Krankheiten, Medikamente, Impfungen, Röntgenbilder und Befunde in einer Datei. Und in die kann jeder reingucken, der über die nötigen technischen Kenntnisse verfügt.
Das Passwort heißt jedenfalls Karl2024. Ob das Hacken von elektronischen Patientenakten bald offiziell als Krankheit gilt?
Wer keine elektronische Akte haben will, muss ein Fax ans Gesundheitsamt schicken.
Vielleicht entwickelt Biontech bis dahin auch ein Serum, das vor akuter Akte schützt. Aber damit beraubt man sich vieler Vorteile. Pharmaunternehmen können einem viel gezielter Werbung zukommen lassen, Arbeitgeber erkennen schon vor dem Vorstellungsgespräch, ob man der Belastung im Job überhaupt gewachsen wäre.
Das Ganze ist ein Schritt, den andere Branchen längst vollzogen haben. Ein Auto lässt sich ja nicht mehr einfach reparieren, sondern muss ausgelesen werden. Erst dann weiß der Mechatroniker, dass der Reifen platt ist.
Auch der Kassenpatient bekommt demnächst einen Chip implantiert und kann vom medizinischen Fachpersonal ausgelesen werden. Der Arzt legt dann den Kranken auf die Hebebühne, zieht alle Schrauben fest, nimmt den Ölwechsel vor, füllt Frostschutzmittel ein, wechselt die Bremsbacken aus, klebt die TÜV-Plakette hinten dran oder legt den Patienten still.
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