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     seestern47 antwortete vor 1 Jahr, 5 Monate 13 Teilnehmer · 19 Beiträge
  • Fischersfruwe

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 14:26

    Ich brauche mal euren Rat. Der Sachverhalt:

    Mein Nachbar baut sehr aufwändig sein Haus um (Baujahr etwa 1920), was vor allem mit viel Dreck und Krach verbunden ist.

    So lange er auf seine Baugenehmigung wartete, waren die Baumaßnahmen nur sporadisch, allerdings auch schon nervtötend, wenn ich am Schreibtisch saß und meine Artikel schreiben wollte und nebenan die Bohrmaschine heulte.

    Noch störender ist es allerdings, dass ich oft meine 30-minütige Siesta nicht mehr machen kann, weil der Krach überall im Haus zu hören ist.

    Heute ist es nun ganz besonders furchtbar. Die Bauarbeiter sind wohl mit einer Mauerbrech-Bohrmaschine zu gange.

    Die Folge für mich: Der stundenlange Lärm löst bei mir Kopfschmerzen aus. Außerdem fehlt mir meine Mittagsruhe. Neuerdings habe ich nachts Schlafstörungen – sowas habe ich bisher überhaupt nicht gekannt.

    Bevor ich mich an den Nachbarn wende mit der Bitte, dafür Sorge zu tragen, dass wenigstens die besonders Lärm intensiven Arbeiten nicht unbedingt in der Mittagsruhe stattfinden (heute hat der Lärm pünktlich um 13.15 Uhr angefangen), wüsste ich gerne, was ich dulden muss und was nicht.

    Bisher hatten wir ein gutes Verhältnis, und ich habe auch gegenüber der Stadt entschädigungslos mein Einverständnis mit den Baumaßnahmen erklärt, soweit meine Rechte tangiert waren (wir haben eine gemeinsame Hauswand), damit der Nachbar seine Baugenehmigung bekam. Anderenfalls hätte er viel aufwändiger bauen müssen. Aber langsam graust es mir vor den kommenden Monaten (er hat als Bauzeit ein Jahr veranschlagt), denn er will neue Fensteröffnungen in sein Haus schlagen, seinen Dachstuhl abtragen und den Dachstuhl neu aufbauen usw.

    Wer weiß Rat?
    Fifru

  • Seniora

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 14:54

    Ach,liebe Fifru

    das ist nichtleicht zu beantworten!

    Ich verstehe dich sehr gut!

    Um das bisher gute nachbarschaftliche Verhältnis nicht zu belasten,würde ich nochmal freundlich darum bitten,mittags eine Stunde Ruhepause einzulegen.
    Und sagen,dass du diese Ruhepause dringend benötigst!

    Und dann würde ich mir einfach sehr gute Kofhörer besorgen,die den unerträglichen Baulärm erheblich abmildern.

    Viel Glück und noch mehr Ruhe

    wünscht Seniora

  • Fischersfruwe

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 15:24

    Lieben Dank, Seniora, der Tipp mit den Kopfhörern ist gut. Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen. : )
    Damit kann ich zwar auch nicht schlafen (Ohropax vertrage ich leider nicht so gut), aber wenigsten beim arbeiten könnte ich mir etwas akustische Distanz verschaffen.
    Fifru

  • Baerbel41

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 15:37

    Das habe ich in Focus-online dazu gefunden:

    "In Gebieten, in denen fast nur Wohnhäuser stehen, müssen Bewohner damit leben, dass auf einer Baustelle von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends gebaut wird. Eine Mittagsruhe gibt es nicht. Tagsüber darf laut AVV Baulärm von der Baustelle ein Dauerschallpegel von maximal 55 Dezibel ausgehen, auch samstags. „Das ist in etwa mit Gewerbelärm vergleichbar und noch einigermaßen erträglich“, kommentiert Fachmann Fabris. Weil der Richtwert in bestimmten Bauphasen nicht einzuhalten ist, darf noch eine Toleranz von weiteren 5 Dezibel obendrauf kommen. Lauter darf es in Wohngebieten nicht werden."

    Ich würde auch dazu raten, einfach mal den Nachbarn dazu ansprechen. Vielleicht läßt er wenigstens eine Mittagsruhe zu.

    Gruß Bärbel

  • Ricarda01

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 16:06

    Liebe Fifru – ich gehe mal davon aus, dass du Eigentümerin des Hauses bist, in dem du wohnst.
    Ihr habt eine gemeinsame Hauswand: vielleicht hast du zu schnell deine Einwilligung gegeben, ohne lange Überlegung und ohne Berater?
    Ich habe eine andere Definition für Mittagsruhe gefunden, als die bisherigen Schreiber:

    Die Geräte- und Maschinenlärmschutz-Verordnung (32. BImSchV) bestimmt zwar auch keine allgemeine gesetzliche Mittagsruhe, aber sie untersagt in Wohn- und Erholungsgebieten den Einsatz bestimmter geräuschintensiver Geräte in der Zeit zwischen 13 und 15 Uhr.10.06.2016

    Google, meine Eingabe war 'gesetzliche Mittagsruhe'.
    Für mich ist es völlig selbstverständlich, dass extremer Baulärm in der Mittagszeit 13-15 Uhr zu schweigen hat, es gibt auch Tätigkeiten, die etwas leiser sind und in der Zeit ausgeführt werden können.
    Handelt es sich evtl. um Schwarzarbeiter?
    Mehr fällt mir dazu nicht ein, und es ist klar, dass man das gute Verhältnis zum Nachbarn aufrechterhalten möchte. Alles Gute – Ricarda

  • zigeunermaedche

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 17:20

    Fifru, das, was meine Vorschreiberinnen meinten, stimmt wohl.
    Ich selbst hatte vor Jahren mal genauso ein Problem wie Du. ich wohne in einer Eigentmswohnung in einem Hochhaus…von morgens bis abends Krach ohne Mitagspause. Ich habe mich bei der Hausverwaltung beschwert und zur Antwort bekommen "dieser Krach sei legal, die Handwerker hätten nicht immer Zeit".
    Der Rat mit den Kopfhörern ist gut, die kannst Du auch sonst gebrauchen…. ich hab solche, die den Flugzeuglärm reduzieren, aber Gespräche hört man noch…Baulärm ist ja kein Gespräch, Du wirst nichts hören. Ein Freund von uns schützt sich auch mit Kopfhörern gegen diesen Lärm.Du solltest aber einen Kopfhörer nehmen, der die Ohren bedeckt, keine Stöpsel.
    Gruß zi

  • Fischersfruwe

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 17:22

    Ach Ricarda, das hast du aber gut gemacht : ) Nee, nee, ich habe sogar meine ehemalige Architektin zur Beratung mit ihm hinzugezogen (und der Nachbar hat sie bezahlt), die sich die Baupläne von ihm angeschaut hat und auch angeregt hat, dass er mir eine gewisse Entschädigung zahlt. Davon wollte er aber nichts wissen und mir war der Gedanke auch ein bisschen unangenehm. Er hat stattdessen nachbarliche Hilfe angeboten, wo benötigt. Und als meine Kletterrosen so üppig wucherten, dass sie die Haustür mit ihren dornigen Zweigen fast versperrten, hat er mir ein Stützgestell gebaut, das die Rosen wirksam zurückhält.

    Normale Bohrarbeiten sind ja noch einigermaßen erträglich. Aber wenn Stundenlang ein Presslufthammer dröhnt (siehe link: https://www.welt.de/print-welt/article334313/Vom-Ticken-der-Uhr-bis-zum-Presslufthammer.html), dann macht mich das nervlich ziemlich fertig. Als ich eben mit dem Victorhund raus Gassi ging, wünschte mir der einzige Bauarbeiter auf der Baustelle einen schönen Tag. Da habe ich ihm mein Leid geklagt. Er will versuchen, zwischen 13 und 15 Uhr weniger Lärm zu machen, damit ich meine Mittagsruhe bekomme. Meinem Nachbarn wollte er das so sagen.
    Ich bin gespannt.

    Danke für eure Gedanken und Überlegungen.
    Fifru

  • Fischersfruwe

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 17:31

    Ziggy, kannst du mir eventuell Name und/oder Fabrikat deiner Kopfhörer nennen? Danke! Fifru

  • SusiSoho

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 17:41

    Wenn Du unter "Lärmschutz- Kopfhörern" googelst, findest Du eine Menge Angebote.

  • zigeunermaedche

    Teilnehmer
    23. September 2019 um 17:47

    Leider kann ich es nur halb-genau sagen, fifru.
    Früher hatte ich Kopfhörer von DENON, die Firma ist wohl Pleite gegangen, jedenfalls meine Kopfhörer gibt es nicht mehr von DENON.
    Jetzt habe ich Kopfhörer von BOSE. Leider habe ich sie jetzt in einer Denon-Hülle, weil mir die Bose-Hülle zu steif war. Also kann ich Dir keine genaue Nummer sagen. Beide Kopfhörer sind gleich gut, und vor allem haben sie wohlig-weiche Ohr-"Bedeckungen".
    Gib einfach mal bei Google ein "Kopfhörer gegen Flugzeuglärm".
    Viel Erfolg! Es lohnt sich.Ich ziehe den Kopfhörer übrigens auch auf, wenn ich meditiere.
    Gruß zi

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