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  • Gegen das Vergessen

    Von Stadtwolf am 27. Januar 2026 um 10:45

    Heute ist der Tag des Gedenkens an die vielen Opfer des Holocaust. Gedenktage sind wichtig,denn das Vergessen schleicht sich leicht durch die Hintertür davon.

    1996 wurde der Gedenktag auf die Initative des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ein offizieller Gedenktag eingeführt.

    realo antwortete vor 3 Minuten 7 Mitglieder · 10 Antworten
  • 10 Antworten
  • realo

    Mitglied
    28. Januar 2026 um 12:15

    Zitat: ‚Das Thema rechtsextrem und Holocaust kann es niemals – bis zum Abwinken – geben!‘

    Doch, ein Trauma muss so lange erinnert werden bis es verarbeitet ist, dann kann man es vergessen.

    In der DDR ist das Thema Faschismus verarbeitet worden durch die viele Betonung des Antifaschismus und kann somit vergessen werden. In der BRD ist es nicht verarbeitet worden, nicht vergessen wird nach wie vor laut betont, ein Zeugnis davon sind Republikaner, NSU oder NPD. Die AfD wird vom Verfassungsschutz der Regierung als rechtsradikal eingestuft, hat damit auch Werbung gemacht, ist aber im Kern meiner Ansicht nach nicht faschistisch, sondern provokativ.

    Solange das Trauma noch schmerzt, ist es nicht verarbeitet und kann nicht vergessen werden, es ist weitere Verarbeitung notwendig, so auch der Massenmord der Deutschen im Holocaust gegen die meist Juden. Der Gedenktag gestern hat das Thema in vielen Bereichen anschaulich gemacht, es wird nicht vergessen.

  • Emmie09

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 20:03

    @Heigi was meine Bekannten und ich alles probiert haben, mag ich gar nicht erzählen. Meine beste Bekannte sagte, kurz bevor sie wieder zurückzog: wer was auf sich hält, bleibt hier nicht. Und recht hat sie. Die andern sind nach und nach auch wieder in ihre Bundesländer zurück. Da war auch eine sehr engagierte Ärztin darunter.

    Es wurde jetzt schon eine 2. Zugezogenengruppe aufgemacht, damit die Zugezogenen so Kontakte (zu ihresgleichen, wohlgemerkt) knüpfen können.

  • Heigi

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 18:34

    @Emmie09, 16:32: Das traf zum Glück auf mich nicht zu. Ich kam vor 50 Jahren als Pfälzerin nach S-H und wurde von Nachbarn und Kollegen gut, sogar herzlich aufgenommen. Klar, man sollte als Zugezogene auch auf die Menschen zugehen, von ganz alleine wächst kein Vertrauen.

    • Diese Antwort wurde in vor 17 Stunden, 44 Minuten um  Heigi geändert.
  • GSaremba61

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 17:43

    bis zum Abwinken – zu lesen von einem ehemaligen DDR-Bürger – heißt umgangssprachlich:

    ……in Hülle und Fülle, bis zum Überdruss……

    Das Thema rechtsextrem und Holocaust kann es niemals – bis zum Abwinken – geben!

    Wer „abwinkt“ macht sich auch heute schuldig – meine Meinung.

    GeSa

  • GSaremba61

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 17:19

    Ich habe am Sonntag, 25.01.2026 eine Nachtschicht eingelegt. Um 23:35h kam der Film

    „Führer und Verführte“.

    Erschreckend, übel erregend und doch oder gerade daher sehenswert für jeden, der die Zeit nur aus Erzählungen kennt bzw. nicht erlebt hat.

    Mir war übel, kamen die Tränen und sage trotzdem – an jede Schule bitte – damit begriffen wird!!!! Und ja, auch nicht vergessen wird.

    Hier der Link – wer mag:

    https://www.ardmediathek.de/video/fuehrer-und-verfuehrer/fuehrer-und-verfuehrer/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyOTQ5Mzc

    GeSa

  • SFath

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 16:36

    @Miez, geht mir genauso! …Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch… Bertold Brecht

  • Emmie09

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 16:32

    14:58 @Heigi

    denn Schleswig-Holstein, die damalige „Nordmark“, war eine der „braunsten“ Regionen von ganz Deutschland.“

    Dies ist heute noch zu merken. Alles was fremd ist ist schlecht und damit meine ich nicht nur die Flüchtlinge.

  • Miez

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 16:04

    Leider scheint das Vergessen immer mehr um sich zu greifen, wenn Leute mit genau diesem Gedankengut wieder auf dem Vormarsch sind und die Regierung übernehmen wollen. Noch vor einigen Jahren hätte ich nicht für möglich gehalten, dass es in unserem Land wieder eine rechtsextreme Strömung gibt, die auch noch Erfolg hat, mir macht das Angst.

  • realo

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 16:00

    Dachte das es beim Titel ‚Gegen das Vergessenunter Menschenkenntnis um das Vergessen der eigenen Lebensgeschichte geht, das wäre für das Dasein tragisch, aber es geht um das nicht vergessen des Holocaust, ein auch tragisches Kapitel der Geschichte. Als DDR-Bürger bin ich mit dem Thema bis zum Abwinken konfrontiert worden, in jedem Gelöbnis steckte der Antifaschismus und der Dank an die Befreier.

  • Heigi

    Mitglied
    27. Januar 2026 um 14:58

    In meiner Nähe gibt es einen sog. Russenfriedhof. Die dort beigesetzten Menschen mussten als Zwangsarbeiter hauptsächlich in der Landwirtschaft arbeiten. Ihre Behandlung war unterschiedlich, denn Schleswig-Holstein, die damalige „Nordmark“, war eine der „braunsten“ Regionen von ganz Deutschland. Lange wurde auch diese Tatsache verschwiegen, verdrängt und nicht aufgearbeitet. Am heutigen Gedenktag findet dort eine Gedenkstunde statt. In früheren Jahren nahm immer ein russischer Diplomat teil, wie es jetzt ist, weiß ich noch nicht.

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