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FRÜHER NANNTEN WIR DAS EINFACH WINTER
„Der Winter, der Champagner und der Klimawandel – oder wie wir das Wetter verlernten“
Ach, früher war alles besser. Da gab es noch richtige Winter! So richtig mit Frost, Schnee und so kalt, dass der Champagner im Glas gefror – und das nicht etwa, weil man ihn zu lange im Kühlschrank gelassen hat, sondern weil der Winter einfach mal richtig Winter war. Silvester ohne Anstoßen? Kein Problem! Da hat man eben mit gefrorenem Champagner angestoßen, das war der letzte Schrei.
Heute? Heute haben wir „Wetter“. Oder besser gesagt: „Wetter mit Klimawandel-Upgrade“. Das ist so eine Art Überraschungsei für Erwachsene. Man weiß nie, ob man morgens mit Schneeschuhen oder Flip-Flops rausgehen soll. Wetter ist jetzt ein bisschen wie ein schlecht programmierter Roboter: mal zu heiß, mal zu kalt, mal gar nicht da, und manchmal einfach nur verwirrt.
Und dann kommt der Klimawandel ins Spiel – der große Verwirrungskünstler. Er hat uns so kirre gemacht, dass wir nicht mehr wissen, ob wir gerade von Wetter oder Klima reden. „Ist das jetzt ein kalter Winter oder nur ein Ausrutscher im globalen Erwärmungs-Marathon?“ fragt man sich. Die Antwort? „Ja!“
Früher war das einfach: Winter war Winter, Sommer war Sommer, und der Frühling hat sich nicht mal groß eingemischt. Heute müssen wir erst mal eine PowerPoint-Präsentation anschauen, um zu verstehen, ob wir jetzt einen Winter haben oder nur eine „klimatische Anomalie mit frostigen Einschlägen“. Und wenn der Champagner nicht mehr einfriert, dann ist das nicht etwa schade, sondern ein Zeichen dafür, dass wir uns alle warm anziehen sollten – und zwar nicht nur wegen der Kälte.
Oder ist der Spinat dran schuld?
Der Mythos, dass Spinat besonders viel Eisen enthält, entstand tatsächlich durch einen Kommafehler in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung im 19. Jahrhundert. Ein Dezimalpunkt wurde fälschlicherweise als Komma interpretiert, was die Eisenmenge um den Faktor 10 überhöhte. Dieser Fehler hielt sich lange in der öffentlichen Wahrnehmung, obwohl er wissenschaftlich längst widerlegt ist.
Ähnlich könnte man scherzhaft fragen, ob beim Thema Klima nicht auch ein „Kommafehler“ passiert ist – also ob wir uns bei den Zahlen, Prognosen oder Interpretationen einfach vertan haben und der Klimawandel vielleicht gar nicht so dramatisch ist, wie oft behauptet wird.
Also, liebe Leute, lasst uns anstoßen – mit lauwarmem Champagner, versteht sich – auf das Wetter, das Klima und die große Verwirrung, die uns alle verbindet. Prost! Oder wie man heute sagt: „Prost, solange der Champagner nicht schmilzt!“
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