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Fleischlos
Ich lass mal die Vorgeschichte weg. Nur soviel: Es war vor Ostern als ich aus gesundheitlichen Gründen meine Ernährung für zwei Wochen auf eine Art Sparflamme fuhr. Ein Detail war kein Fleisch und keine Wurst (Bis dahin immer gern gegessen.)
Davon ausgehend nach den zwei Wochen hocherfreut an der Theke meines Fleischers zu stehen überraschte mich mein Körper. Nein es zog mich nicht hin.
Na gut, ich bin ja ein freier Mensch. Ich verzichtete weiterhin auf Fleisch (mal sehen, wie lange), manch anderes kam wieder auf den Speiseplan, manches in äußerst geringen Maße.
Nach etwa 5 Wochen hatte ich das Gefühl mein Kopf war viel aufnahmebereiter (nicht das ich vorher das Gefühl gehabt hätte, zu verblöden). Noch ein paar Wochen später fand ich mich viel ruhiger und gelassener. Eine verpasste Straßenbahn oder kein Sitzplatz in dieser, ein drängelnder Mitbürger, eine Schlange an der Kasse im Supermarkt – alles kein Problem.
Ich traf einen mir gut bekannten jungen Mann, der schon länger als Vegetarier lebt, sich zwischen durch in großen Abständen mal ein gutes Steak gönnt 🙂 , er konnte Ähnliches berichten. Er meinte, bei unbändigen Appetit ein Stück Fleisch bester Qualität genießen. Dein Körper sagt Dir schon, was er möchte.
Ich will hier niemanden missionieren! Gott bewahre. Mich beschäftigt mehr die Frage, was nehme ich bloß mit dem Fleisch so alles zu mir, dass es meine Persönlichkeit/mein Verhalten so verändert? Bilde ich mir das nur ein? Industrielle Vergiftung der Menschheit?
Theoretisch hat man das alles schon irgendwie gehört. Selbst erleben ist noch mal eine andere Stufe.
Hat jemand ähnliche Beobachtungen gemacht?
Constantia
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